Löten an Leucht-Klöten

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Extra ordinär ≠ extraordinary

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Rote LED aus dem Fundus eingelötet

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Leuchtet jetzt nicht richtig rot, das „Leuchtherz“

„Dass ich ja gar keine Eier hätte“, las ich letzthin in einer E-Mail und musste laut lachen. So laut lachen, dass meine Kollegen den Grund meines plötzlichen Gelächters in Erfahrung bringen wollten, und ich habe ihnen gerne die E-Mail mit einer gewissen Süffisanz bis zum Ende vorgelesen.
„Butthurt“, war da der treffenste Kommentar.

Wie dem auch sei, danach musste mir einer der Kollegen einfach einen Leuchthoden im gut sortierten Einzelhandel mitbestellen.

Und ich mach mir den auch noch ans Fahrrad… und zeig das auch noch meiner Familie – die dann ganz aus dem Häuschen war. Meine Frau, die meinte, dass das extra ordinär sein; und meine 2½jährige Tochter war auch hin und weg. Sie besteht auf schnellem Blinken unterm Sattel, während sie im Anhänger zum Kindergarten gebracht wird.

Wenn es wenigstens rot und nicht grün wäre, fing meine Frau wieder an, an dem hängenden Leuchtherz rumzumäkeln. Na gut, löte ich eben eine LED mit einem anderen Emissions-Spektrum ein, dachte ich.

Gedacht – getan. Hui, da hat sich aber auch in der LED-Technologie so einiges getan – die rote LED funzelte nur wenig vor sich hin, so dass ich wieder die grüne verwende um die bumper nuts zu illuminieren.

Warburg

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Warburg-Altstadt – Markt- Parkplatz

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Was verbringt sich hinter der blauen Klappe?

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Irgendwie ist die Abstellsituation überall gleich bescheiden

Die Provinz mal wieder – stellt einfach an einem zentralen Ort eine öffentlich zugänglich und kostenfrei zu nutzende Ladestation hin. Gibt es auch in Wuppertal! Ja. In der Peripherie – und vielleicht da nicht in der Version „Felgenklemmer“.

Wer also demnächst mal den Diemelradweg abfahren möchte und Angst um die letzten Prozente in seinem Akku hat – bitte schön: kurz mal zum Altstädter Markt, da beim Altstadt-Cafe rein und den Akku draußen laden lassen.

Ich betrachte ja alles aus der Sicht eines Berufspendlers, der seine  15km Anfahrt hinter sich bringen muss. Dafür reicht für den Hin- und Rückweg eine Akkuladung. Und als mein Akku anfing zu schwächeln, war ich meinem Arbeitgeber dankbar, dass ich dort auch meinen Akku aufladen durfte.

Klar ist es schön, dass es jetzt überall Steckdosen gibt, aber ich plane solche Stationen nicht in meinen Alltag ein. Zum einen weil mein Akku für seinen Zweck ausreichend dimensioniert ist – wenn ich länger als eine Zeitstunde pendeln müsste, würde ich entweder das Fahrzeug oder langfristig die Arbeitsstelle oder den Wohnsitz ändern – zum anderen, weil ich meinen Akku abnehmen kann.
Mit Elektronen gefütterte vierrädrige Kraftfahrzeuge brauchen viel dringender eine Ladeinfrastruktur. Ohne die läuft tatsächlich nichts.
Und die Motivation dennoch solche Stationen aufzustellen? Als Stromverkäufer würde ich natürlich auch versuchen, möglichst viele Menschen von mir abhängig zu machen, nur – die verbrauchten Kilowattstunden werden nur ein Bruchteil dessen ausmachen, was an einer Tankstelle in Kilowattstunden-Äquivalenten in die Tanks gekippt wird.

Darmstadt

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Pedelec mit Kinderanhänger vor Kindertagesstätte

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Fahrradverleih durch die DB an der h_da

Allmählich mache ich mir einen Spaß daraus, in anderen Städt nach dem Radverkehr zu schauen und ihn mit den Möglichkeiten, die Wuppertal für diese Art der Fortbewegung bereithält, zu vergleichen.
Um die besuchten Städte eher auf einen Blick zu haben, habe ich jetzt eine neue Kategorie „Städtereise“ eingeführt.

Diesmal war ich nun in Darmstadt, eine Stadt, in der natürlich auch eine vitale Szene besteht, die die Verkehrswende vorranbringen möchte – so weit identisch mit Wuppertal. Aber ein paar Sachen sind dann doch schon weiter: Ich habe das erste Mal ein Pedelec mit Kinderanhänger vor einer Kindertagesstätte abgestellt gesehen! In Wuppertal bin ich in „meiner“ Einrichtung auch nach 5 Jahren der einzige, der seine Kinder mit dem Fahrrad bringt. Und diese Kombination Pedelec/ Kinderanhänger halte ich immer noch für sinnvoller, als für die kurze Zeit der passiven Kindermobilität mit einem Lastenrad den Dispo zu überziehen. Aber Lastenräder haben natürlich auch einen Platz in der Nahlogistik in Darmstadt: DHL läßt mit einem Bullitt-Elektro-Lastenrad ausfahren.

Darmstadt hat schon seit über zehn Jahren eine Fahrradstation am Hauptbahnhof – und ich glaube nicht, dass da sonderlich Widerstand von Seiten der Radfahrenden Darmstadts zu verzeichnen war … naja, jeder Jeck ist anders.

Anders ist natürlich(?) auch die Wirtschaftlichkeitsberechnung eines Fahrradverleihs. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es den großen Anbietern nextbike oder Call-a-Bike entgangen sein dürfte, dass in Wuppertal ein Verleih quasi konkurrenzlos – abgesehen von den „homemade“ Angeboten an der Nordbahntrasse – sein dürfte. Ach, es gibt da ein Problem mit der Topologie im restlichen Teil von Wuppertal? Tja, da könnte ja ein Verleih von Pedelecs sinnvoll sein – schade, dass die von den großen Herstellern angebotenen Pedelecs, die ausreichend stabil für den Verleih sind, keine oder nicht wuppertaltauglichen Schaltungen eingebaut haben. Das verhagelt dann auch den ROI, wenn die Räder nicht unter €2.100 zu bekommen sind. Vielleicht kommt da ja doch noch was 😉

 

 

Cluj Napoka

clujbike

Die Antwort auf die Frage, ob Kettenschaltung bei Leihrädern so die gute Idee ist

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Fahrradständer, Radweg, Auto-Verkehrsinfarkt

In schmaler Straße entgegenkommende Fahrzeuge

Metallpfosten zur Abtrennung der Fahrbahn

Nach Erlangen und Regensburg nun geht es nun weiter Richtung Osten. Rumänien ist jetzt nicht das Traumland zum Fahrradfahren, oder überhaupt zur Benutzung der Straßen.

Bei einem Modal-Split, in dem nicht mal der Radverkehr separat ausgewiesen wird, freute ich  mich dann doch über die Existenz eines Fahrradverleihsystems. Und wo ich grade beim Leute-Gucken war: die Leihräder werden sogar genutzt.
So wie es auch die Warnwesten- und Helmträger gibt, oder auch die Hipster, die auf sündhaft teuren Rädern mächtig Eindruck schinden – also bei mir zumindest. Allerdings muss ich hier anmerken, dass meine von mir in 4 Tagen wahrgenommene Anzahl von Radfahrenden in Cluj bei etwa 30 liegt. Und das mit den 1% Fußgänger im Modalsprit kann nicht stimmen… das müssen mehr sein – oder die Erhebungsmethode ist eine andere.
Denn während der Verkehr (samt Taxen) meist stand, waren gefühlt viel mehr Menschen „auf den Straßen“ als in Wuppertal,  wo 15% zu Fuß Gehende ausgewiesen werden.

Dafür sind die zu Fuß-Gehenden in den schmalen Straßen dann auch baulich von der Fahrbahn getrennt. Dass Farbe zur Disziplinierung von Autofahrenden nicht ausreicht, ist jetzt keine neue Feststellung, sondern in Rumänien betonierte Praxis.

 

Reifenflanke aufgerieben

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Zwischen Felgenhorn und 5 bar Innendruck

Ich pflege sämtliche Verschleißerscheinungen, die zum ersten Mal auftreten, in diesem Blog zu verewigen. Das 23. Mal Lochflicken interessiert niemanden. Diesmal war es ein rasch schlimmer werdendes Gehubbele im Hinterrad. Da macht das Fahrradfahren auch nur noch bedingt Spaß. Und so eine Schwalbe Marathon-Decke kostet genauso viel wie ein Autoreifen. Neue Decke, Zentrieren, Aus- und Einbau: 50€. Fahrrad kostet.

Geile Alternative: dem @der_doerk sein @unumotors

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Wuppertaler nutzen ja seit jeher einen Elektroantrieb

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Da ist nichts – da ist ganz viel Luft und Platz!

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Der rote Strich zeigt die zulässige Maximalgeschwindigkeit an: 45 km/h

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Ausreichende Dimensionierung – mehr braucht es einfach nicht

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Vor die Wuppertal-Kulisse geschoben

Auf der Suche nach Mobilitäts-Alternativen in Wuppertal bin ich ja schon auf unmotorisierte Roller gestoßen. Und jetzt mache ich mal wirklich Werbung für ein Produkt, das ich richtig gut finde. Ein Elektro-Roller für 2.200€.

@der_doerk hatte ja verkündet, dass sein Beitrag zur Verkehrswende ein solcher Roller wird – und ich dachte: hä?

Und dann überlegte ich weiter und fand das Mobilitätskonzept für Wuppertal schlüssig – allem voran: für Wuppertaler.

Autos – geschlossene Blechkisten – haben m.E. viel zu viel Ballast um eine Person von A nach B zu bekommen (Frei nach George Orwell: Zwei Räder gut, vier Räder schlecht…). Und wenn ich schon bequem bin, oder an nicht selbstbewegte Mobilität gewöhnt bin, dann ist weniger mehr. Weniger ist diesmal: Geschwindigkeit, Gewicht, Akkukapazität, Kosten –

Hauptsache: kein Auto!

Aber Fragen drängten sich mir auf:
Könnte es sein, dass es gefühlt einfacher ist, dieses Fahrzeug draußen stehenzulassen, weil herkömmlicher Roller ja auch angstfrei am Straßenrand abgestellt werden? Ist die Schwelle einen Elektroroller zu kaufen niedriger, als die ein Pedelec zu kaufen? Spielen die schon bereits angeschafften Motorradklamotten (Helm, Handschuhe, Jacke) eine Rolle?

Ist Roller etwa cooler als Pedelec?

Aber das waren meine Überlegungen und deshalb wollte ich wissen, was denn die tatsächliche Motivation zum Kauf dieses Gefährtes war – also: frag ich ihn doch einfach. Das geführte Interview fand im Cafe Moritz statt und ist in Auszügen hier nachzulesen.