Gänsebrücke am Abend

Die Gänsebrücke ist die schnellste Verbindung aus dem tiefen Westen in den durchgehend bebauten Teil von Wuppertal. Immerhin, es passt ein Kinderanhänger drauf. Drauf – mit drüber … wie eine Passage ohne Gegenverkehr und von einem Liegerad aus aussieht, habe ich mal mit meinem Mobiltelefon aufgenommen.

Der Grünschnitt auf den Zufahrten und die behelfsmäßige Schotterung auf dem Weg wurde von den Anwohnenden gemacht. Kümmert sich ja sonst keiner drum (ein Grund, weshalb auch ich über eine Kettensäge verfüge).

Neues aus der Fahrradstadt

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Vorgezogener Bettelpunkt

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Auf die Fläche eines PKW passen: 6 Räder

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Lokalkolorit „Zone 30“

Das was ich beim deutschen Film gelernt habe ist, dass man sich über alles freuen soll was wächst.

Ein Schild. Ein Stückchen Asphalt. Ein vorgezogener Bettelpunkt. Eine Fahrradabstellanlage an einer Schwebebahnstation.

Ist ja nicht, dass sich nichts ändern würde, aber die Geschwindigkeit ist atemberaubend.

Seit ich in Wuppertal bewusst mit einer Kamera rumlaufe, hat sich ja schon auf meinem Weg zur Arbeit einiges geändert: DöppersbergsperrungFahrradwegentfernung …  das eine betraf mich wegen eines Stellenwechsels nicht mehr und wenn so ein Weg nicht mehr existiert, schau ich nach einem anderen. Ich bin da flexibel.

Nicht so flexibel mit Verkehr sind Anwohner von viel (und zu schnell)  befahrenen Straßen.

Manchmal gibt es dann Aktionen von Anwohnern, die nicht dauerhaft sind, aber die auch gerne mal etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätten.

Zur Zeit hilft der Verkehrsberuhigung in dieser Straße allerdings eine Baustelle mit Lichtzeichenanlage mehr.

Inzwischen gut abgerockter Kinderanhänger


Das ist mein inzwischen gut abgerockter Kinder-Fahrradanhänger.Tagsüber steht er draußen vorm Kindergarten, nachts darf er unter ein Vordach. Er war jetzt die längste Zeit im Einsatz, denn nach den Sommerferien habe ich ein weiteres Schulkind und die beiden Kleinen dürfen auf die Kombination „Kindersitz und Trailerbike“. Nur bei Regen werde ich dann wieder den Chariot nehmen, ist doch angenehmer für die beiden Passagiere ein Dach über dem Kopf zu haben. Den Hänger lasse ich am Kindergarten stehen um unbeschwert und schnell weiter zur Arbeit zu fahren. Ich kombiniere ja meine Wege so gut wie möglich. Eigentlich hatte ich mal gedacht, dass die dazugehörige Mutter auch den Hänger auch für den Rücktransport der Kinder nutzt, aber das hat sich nicht so ergeben – aber es wäre immerhin möglich gewesen, dass das Transportgefäß für die Kinder geteilt wird. Was aber immernoch geht, ist bei Ausflügen, wo andere mit dem Auto anreisen und den Kinderwagen aus dem Kofferraum (heutzutage ist der Stolz, dass der Kinderwagen im Kofferraum nicht mehr zusammengelegt werden muss) holen, lässt sich der Anhänger selbst in einen Kinderwagen umstecken.

Zu den einzelnen Bildern von links nach rechts:
Verdeck verblichen, Schürfungen oben von jemanden, der das erste Mal damit gefahren ist und den Hänger sofort auf die Seite gelegt hat, leider mit seinen beiden Töchtern drinnen – bis auf die Schrammen am Verdeck ist aber nichts passiert.

Die innere Beschichtung des Verdecks selbst ist durch permanten Schmutzbewurf und Wasserexposition zerbröselt. Gegen Wind und Wetter schützt es die Insassen aber noch.

Der Schlüsselring hält die Steckachsen der Räder jetzt fest. Die Steckachsen sind inzwischen kugellos, da ich die Messingbolzen mir an dem Geländer der Gänsebrücke durch Berührung verbogen habe und sie anschließend rausgefallen sind. Zu den Rädern noch: ich habe mir das letzte Mal bei meinem Händler direkt 10 Speichen mitgenommen, denn durch die Querkräfte im Rad reißen die ganz schnell.  Dreirädigere Fahrräder ohne Radaufhängungen mit Kurvenneigung haben das gleiche Problem – die Kraft darf nur vertikal durch das gespeichte Rad laufen.

Inzwischen habe ich immerhin Ruhe mit dem Reifenverschleiß – möglicher Weise liegt es tatsächlich an den weiter zurückstehenden Bremsarmen – aber dafür habe ich jetzt im hinteren Laderaum ein Loch im Boden, da da kein Flicken zusätzlich aufgenäht ist.

Loch im Boden habe ich auch im Fahrgastraum, da ich immer die Kette, mit der ich das Gerät sichere, einfach in den Hänger geworfen habe und mit dem Ankuppeln an die Bergziege (die hinten 4 Zoll tiefer als ein 28″ Rad ist) ich eher Bodenberührungen habe. Jetzt lege ich die Kette in eine der vorderen Seitentaschen, traue dieser Lösung aber auch nicht endgültige Reißsicherheit zu.

Nach drei Jahren, vier Kindern, dürfen die Gurte, die auch maschinenwaschbar sind, ruhig so aussehen. Sollte ich den Anhänger verkaufen wollen, werde ich vorher neue Gurte kaufen. Bei dem Neupreis wird es wohl auch einen Gebrauchtmarkt geben …

 

Keine Ahnung – aber voll durchtreten

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Interessanter Weise sieht der Schaden „dramatischer“ aus, wenn das Bild gespiegelt ist – dann stimmt die Leserichtung. Eine fehlende (ganz rechts) und ansonsten sehr verbogene Speichen unter einer demontiertem Ritzel-Cassette

Mittwochs Abends kommen zwei Jungs aus dem Dorf hier vorbei, freuen sich, wenn ich schon von der Arbeit wieder da bin, weil sie dann auch noch mein Rad ausleihen können, um mit meinem Sohn als Dritten im Bunde zu den Pfadfindern weiter zu fahren.

Die Jungs sind 12, wollen ganz dringend auch so tolle Räder haben, und haben natürlich noch nicht so richtig viel Erfahrungen sammeln können, ab wann sich ein Schaltvorgang ungesund anhört oder nicht.

Duhuh … da ist mir eine Speiche kaputt gegangen … ich hab sie aber dann verbogen und hochgesteckt, dann konnte ich wieder weiterfahren …


Ich habe ja auch schon mit fehlenden Speichen experimentiert. Es ist natürlich auch mein Fehler, die Jungs auf nicht topp-gewartete Räder zu setzen. Mir war auch schon aufgefallen, dass in einer Position der Schaltarm etwas zu weit nach Innen ragt – aber ich habe es nicht sofort justiert.

Hätte ich mal besser tun sollen, wenn ich das Rad an andere verleihe, die nicht – so wie ich nach 1.000en Kilometern – schon ein gewisses Gefühl für Kettenschaltungen ausgebildet haben.

Verleih doch besser nur mit Nabenschaltungen?

Also: Ausbauen, Kassette ab, Mantel, Schlauch Felgenband runter und zu meiner Werkstatt gebracht. Drei Tage später wieder abgeholt, €16 für 9 neue Speichen.

 

20cm länger für US$ 4.200

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Bildbeschreibung in der fairkehr 7/2016: Auf zum Gipfel. Mit diesem Longtail-Lastenrad mit elektrischer Unterstützung sind steile Berge und der Transport schwerer Dinge gut zu schaffen.

Die Berge in Californien hoch mit einem Konzept, das mir vertraut vor kommt: 26″ vorne, 20″ hinten. Gut, das große Kind würde ich mittrampeln lassen auf meinem Trailer-Bike, denn bei aller Liebe, entspannt den Berg hoch sieht anders aus – zumal die Fahrerin schon im kleinsten Gang ist. Was die alle am Mittelmotor finden – da muss die ganze Kraft noch einmal durch den Kettenstrang und zerrt am Ritzel.

Ich habe mir mal die technischen Spezifikationen angeschaut und festgestellt, dass die Strecke Tretlager – Hinterradnabe bei dem Yuba 22,5 cm länger ist als bei meiner Bergziege. Damit verliere ich sowohl den Vorteil, einen Aufzug benutzen zu können, als auch die Wendigkeit. Das Prana von velo-nom hatte beide Räder 26″ bei gleichlanger Ladefläche.

Aber vielleicht kommt es auch gar nicht auf die Ladefläche, sondern auf den Motor an, für den dann die Möglichkeit Lasten zu transportieren vorgeschobener Grund ist, elektrisch unterstützt zu fahren. Und natürlich soll sichtbar sein, dass ein Lastenrad gefahren wird – ist ja grade hip in Basel, Berlin, Köln, Münster und Hannover. – Äh, die Städte fallen jetzt nicht grade durch hohe Relief-Energie auf, oder?

Ein Nachmittag Wuppertal

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Kartenansicht bei Google

Einmal rund im Elberfeld, war mal eine Idee von mir gewesen, als Alternative zu den üblicher Weise mit einer critical mass gefahrenen Strecke. Weil ich kein Gefühl mehr dafür habe, was untrainierte Menschen so schaffen, habe ich Marc, einen ehemaligen Nachbarsjungen des Oberbürgermeisters Mucke, gebeten diese Strecke mal mit der Bergziege abzufahren.

Er war mit seinem Hund einen ganzen Nachmittag unterwegs und hatte so ziemlich jede Witterung. Der 413Wh-Akku hat bei ihm nur bis zum Königshöher Weg gehalten. Nach den Fotos, die er mitgebracht hat zu urteilen, lohnt sich die Strecke architektonisch auf jeden Fall. „Turm-Tour“ oder so.
Für die, die es interessiert: die Fotos haben das Entstehungsdatum mit Uhrzeit als Dateinamen.