Fienchen – find ich gut

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Diese Pins möchte ich nicht im Schienbein haben

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2140 km seit 11/2015

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Dieser Ständer hat 2 Beine – das Rad rollt „aufgebockt“ trotzdem weiter – ist halt uneben und am Hang hier …

Wenn das Ausleihen von „Fienchen“ dazu führt, dass eine Woche später der Ausleihende für ein Pedelec über € 3.000 auf den Tisch legt, dann finde ich die Möglichkeit gut, in Wuppertal kostenfrei ein Pedelec ausleihen zu können. Das grün-weiße Pedelec tarnt sich als Lastenrad, hat eine verschließbare Kiste, in die offiziell 70kg eingeladen werden dürfen, und wird durch einen Shimano STePS-System angetrieben – d.h. die Naben-Schaltung des Rades wird ebenfalls durch die Motorsteuerung geregelt. Beide Laufräder werden durch Scheibenbremsen verzögert.

Der Wert des Rades wird mit € 6.000 kommuniziert, etwas, was mich beim letzten Mal in den Tisch hat beißen lassen.

Ich habe mich getäuscht! Ich habe ganz stumpf die Preisbereitschaft von Menschen unterschätzt, die in Wuppertal auch mal nicht nur im Tal radeln wollen.

Und vielleicht täusche ich mich auch bei der Kostenloskultur, dieser nichtkapitalistischen Nische, aber ich denke, dass dieses Konzept immer noch eine Zukunft hat, und die Zeit reif ist für einen größer aufgezogenen Pedelec-Verleih. Einer, der die Enge des Wuppertals als Katalysator für die eigene Entwicklung nimmt und nicht nur Konzepte und Inhalte von außerhalb kopiert.
Oder ist der Motor in einem freien Lastenrad schon ein Zugeständnis an das Wuppertal? Müsste ich sogar nicht mehr auf einschlägigen Facebook-Seiten lesen, dass es lächerlich ist, wenn ein 34jähriger sich ein Pedelec kauft? Vielleicht haben sich auch andere getäuscht.

Innenlager mit Lötlampe entfernt

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Vierkant-Innenlager nach Wärmebehandlung

Ich tausche recht häufig Innenlager aus – weil sie verschlissen sind, oder weil sie zu kurz sind, als das noch eine Magnetscheibe neben eine der Kurbeln passt.

Wenn die Zähne des doch nicht so zähen Plastiks ausbrechen und ich zwar die Drehrichtung beachtet habe, aber das Material dann doch nicht mehr wollte, dann – ja dann – hatte ich das das letzte Mal mit Ausbohren probiert. Der Erfolg war, dass ich das Gewinde nachschneiden lassen musste. Also habe ich diesmal etwas anderes gemacht: ich habe eine Lötlampe benutzt um den Rahmen zu erwärmen und das Lager zur Kettenseite hin rausgeschlagen. Es ist eher so, dass der Rahmen durch die Erwärmung weiter wird, als dass das Lager „rausschmölze“.

Zu warm sollte es aber auch nicht werden, da sonst der Lack in Mitleidenschaft gezogen wird. Wie das aussieht, konnte im vergangenen Jahr häufig an abgebrannten Autos betrachtet werden.

Allerdings wurden diese lustigen bunten Blechdinger an den Fahrbahnseiten in Wuppertal schon lange nicht mehr angezündet. Scheinbar hat die Suche mit Phantombildern zu einer Ende der Serie an Brandstiftungen geführt. Ich finde zumindestens nicht mehr die Bilder der Phantome im Polizei-Nachrichten-Archiv.

Rolektro City – ein Freilauf kommt entgegen

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Öffnung zur Diagnose: aus dem Freilauf schaut ein Draht

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Nach der Entfernung: Ein Stück abgebrochenes Metall und einige Kugeln wollten noch da bleiben.

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Minderwertige Qualität. Vermackelte Gewinde von Fabrik an. Pfui. Zwei Bohrungen weniger als im Online-Shop abgebildet. Immerhin – es gibt Ersatz.

Jemand, der bei mir Pedelecfahren schätzen und lieben gelernt hat, hat sich ein eigenes gekauft. Für 400€. Bisher kannte ich in dem Preissegment nur Nabenmotoren und fand die gut. Nun, diesmal ein Rolektro City. Ist das grob. Die beiden Schrauben, die den Motorblock im Rahmen halten, sind bar jeder ästhetischen Qualität.

Aber nicht nur die Qualität des Aussehens, sondern auch die der verarbeiten Teile ist minder. Und erst die Ersatzteile. Ja, es gibt welche hier, aber das hat bei mir dem Fass den Boden ausgeschlagen. Ja, ich habe auch mal eine Fasson-Dreherei von Innen gesehen … aber die arbeiten nicht mit Ackerfräsen. Naja, die Tüte, in der das Teil in seiner Versandverpackung verschickt wurde, stammt von einem Computershop, der mit der gleichen Preisgestaltung LED-Leuchtbäume verkauft.

Nach der Öffnung für die Diagnose habe ich den Sprengring nicht richtig wieder in die Nut befördert, oder er hat sich selbst den walkenden Kräften ergeben und wurde mitsamt der Kugeln des Freilaufs nach außen geschoben. Folglich hatte ich bei einem teilzerlegten Freilauf auch keine Probleme, ihn von seinem Sitz zu ziehen. Lange M3-Schrauben hätte ich dafür benutzen können.

Ursache für die Fehlfunktion des Freilaufs ist ein Umkippen des Rades auf die Kettenseite gewesen. Mal sehen, wie lange der „Neue“ hält.

Antrag auf Dienstpedelecs: Teil 5: Ungünstige Ausgangslage

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Dauerregen

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Billigerer Sprit als 2015, 2014 … 2006

Sackgasse Elberfeld

Offener Döppersberg schon 2017

Nach den letzten Gesprächen mit jemandem, der vom Wuppertaler- und deutschen Umweltdiskurs frei war, habe ich mich entschlossen, noch einmal tief Luft zu holen, um den Anlauf auf das dicke Brett noch einmal neu zu starten.

Wer entscheidet denn final? Der hierarchisch höchste, für die zu verausgabenden Mittel Verantwortliche – in dessen Interesse wird aber nicht sein, dass er selbst aktiv werden muss, sondern nur Entscheidungen trifft.
Also werde ich wohl erst noch einmal die mittlere Ebene abgrasen und fragen, welche Art von Anträgen denn schon mal Erfolg hatten. Das Dingen in Einzelkämpfermanier durchzuziehen erscheint mir zwar als zielführend, aber mit wenig Aussicht auf Erfolg.

Was mir aber wichtig bleibt, ist dass dieser Impuls aus dem Inneren dieser Institution kommt und nicht von Außen und/oder von Oben.

Insellösung oder voll integrierte Strategie? Wobei ich ja für Insellösungen bin, um damit erst einmal anzufangen und dann weiterzusehen, ohne ein großes Investment zu riskieren. Credo: agile Entwicklung: habe ein Ziel vor Augen, unternehme Trippelschritte bis dahin. Sei flexibel auf andere vorher unbedachte Ereignisse. Mit einer Wachstumsgeschwindigkeit, auf das sich die Stakeholder einstellen können ohne überrumpelt zu werden. Wie der Frosch im Topf, der die steigende Temperatur nicht merkt. Langer Atem.

Ein bisschen hat mich die baldige Aufhebung der Döppersbergsperrung schon geärgert. Aber noch mehr, dass der Preis des Erdöls in klimafeindliche Regionen – politisch gewollt – gerutscht ist und ein globales Argument zur umsichtigen Ressourcennutzung (finanzielles Einsparpotential) Wert verloren hat. Oder zeigt die Preissenkung, dass auch eine Preissteigerung in der gleichen Geschwindigkeit möglich wäre? Ab 2018 rechnet man immerhin in Aberdeen wieder mit einer Erholung des Preises. Oder ist das nur schottisches Wunschdenken?

Gut: lokales Argument tot, Geldspar-Argument tot – bliebe das Gesundheitsargument: da hätte ich im Portfolio: Krankenkassen, Hochschulsport.

Will ich wirklich den hedonistischen Mainstream supporten?

Parallel dazu entwickelt sich jetzt BBM3 es werden Stellen für Elektromobilität ausgeschrieben, die was forschen – aber bitte auf welcher Grundlage? Veränderung, zukunftsfähige Mobilität braucht Menschen, die Wasser predigen und Wasser trinken können. Wein gibt es genug.

Es geht ja nicht darum, eine Seilbahn in die Welt zu stellen, sondern um „minimal invasive“ Aktion, die ihr Potential langsam entwickelt. Vielleicht ist die Anschaffung von < 10 Pedelecs unter dem Radar … aber es geht auch anders: siehe Siegen.

Diebstahlschutz mit dem Pinsel

diebstahlschutz_am_fahrrad_mit_rostfarbe

Versuch einer Diebes-Täuschung

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Fahrrad-to-go – klaut eh keiner, weil jeder den Radfahrer kennt und lieber keinen Ärger mit ihm riskiert …

Huh, jetzt habe ich das erste Fahrrad gesehen, dass einen dieser Tipps beherzigt hatte.

Gut, so viel verstehe ich inzwischen auch von Fahrrädern, dass ich das als ungenügendes Täuschmanöver bewerten konnte. Oder genügt es doch, weil es auch nach einem Jahr noch nicht geklaut wurde, wie mir der Besitzer, der mich während meiner Inspektion scharf im Blick hatte, versicherte?

Egal, so viel Aufwand wird auch nur andernorts betrieben. Hier in Wuppertal werden chice Laufräder mit nur wenigen Speichen einfach so neben die Tür gestellt, weil es keine Ständer gibt.

Wenn schon ein Faltschloss, dann bitte an einen festen Gegenstand befestigen. Räder wegtragen kann ich auch.

Es fehlt hier an rudimentärsten Dingen: Fahrradständern in Laufweite beispielsweise.