löchriges Felgenband

Blick in Felgenbett

Geplatztes(?) – auf jeden Fall beschädigtes Felgenband

Erhebung auf Gummiband mit Loch

Ausbeulung – ausgedehnte Elastizität – ist das dann Plastizität?

Felgenbett mit eingeklebten Gewebeklebband

Gewebeklebeband als Ersatz

Und ich dachte, mir wäre schon alles einmal kaputt gegangen und ich hätte schon alles gesehen und alles geflickt.

Mitnichten. Ich hatte das Rolektro fertig gemacht und es bis zum Übergabezeitpunkt abgestellt, bis ich darauf hingewiesen wurde, dass, wenn ich es verschenken wollte, ich es noch flicken müsse, das Hinterrad sei platt.

Na toll. Also wieder ausgebaut und nach dem Loch gesucht. War es wieder das Ventil? Auf den ersten Blick schien es mir so, da es beim Ventil sich so anhörte. Aber es war nicht das Ventil und auch nichts Spitzes durch die Lauffläche – es war ein geplatzes Felgenband und das Loch auf der Innenseite des Schlauches direkt neben dem Ventil.

An Fahrrädern läßt sich in der Produktion scheinbar überall noch etwas sparen – oder sind etwa 4bar Innendruck für ein Laufrad zu viel?!

Da ich grade kein heiles 26″-Felgenband zur Hand hatte, habe ich das Felgenbett mit Klebeband, das faserverstärkt ist, beklebt. Dabei war ich richtig stolz auf mich, dass ich bei der Längsteilung des Bandes die richtige Länge (etwa 1,5m) auf Anhieb gerissen hatte.

Solch kleine Glückmomente gibt es beim Fahrradschrauben 😉

#letour2017 im Nachbarstädtchen

Grüne Fahrräder an Stützmauer

Grüne Fahrräder an Stützmauer

Grünes Fahrrad in der Fußgängerzone Mettmann

Grünes Fahrrad in der Fußgängerzone Mettmann

Grünes Fahrrad mit Anhängerkupplung

Grünes Fahrrad mit Anhängerkupplung

Was hängt denn da für ein grünes Fahrrad?? Ein bisschen tat es ja schon weh, die grün eingejauchten Räder da zu sehen. Da sie sich bei näherer Betrachtung als Baumarktschrott zu erkennen gaben, war es nicht mehr ganz so schlimm – aber warum sind die grünen Fahrräder in Mettmann?

Voller Erfolg der Kampagne, würde ich für mich feststellen: denn die Räder weisen seit März auf die im Juli stattfindende Tour de France hin – die diese Jahr – auf der 2. Etappe durch Mettmann führt.

Diese Detailangaben habe ich zwar in der Apotheke, in der ich gefragt hatte, nicht erfahren, aber wohl, dass es irgendwas mit der Tour de France zu tun hätte.

Als ich dann an der Ringstraße mit meinem Rad vom Schwimmbad kommend und das grüne Rad fotografierend stand, wurde ich drauf angesprochen, was denn eigentlich diese Räder sollten – auf meine Aussage, dass an dieser Stelle in weniger als einem Monat das Peloton der Tour de France vorbeiführe, erntet ich zunächst Unglauben.

Hey – die TOUR DE FRANCE ! Das einzige Radsportgroßereignis, das ich mit Namen kenne.
Und über dessen Reglement ich weiß, dass ihr das Überleben des klassischen Diamantrahmens zu verdanken ist – kaum vorzustellen, was passiert wäre, wären vor 100 Jahren Liegeräder zugelassen worden –

Und Napoleon kam immerhin auch bis Düsseldorf.

Interview Frederic (36)

Frederic hat (unter anderem) eine Doktorarbeit zum Thema „Klimafreundliche Mobilität durch Förderung von Pedelecs: lokale Langfristszenarien über die Wirkung von Instrumenten und Maßnahmen am Beispiel der Stadt Wuppertal“ geschrieben. Das hat mich doch sehr gereizt, ihn im mangi mangi ein paar Fragen zu stellen…

Hast Du, oder fährst Du Pedelec?

Nein, ich fahre Fahrrad. Ich bin ein Kind des ÖPNVs. Ich pendle drei bis fünf Mal die Woche zwischen Dortmund und Wuppertal. Die Strecke ist zu lang für ein Pedelec, und in Dortmund brauche ich es nicht. Mobilitätsbedürfnisse sind individuell.

Wie bist Du dann auf das Pedelec als Thema für deine Doktorarbeit gekommen?

Eigentlich geht es ja um ein größeres Thema, um potenzielle Instrumente: wie kann ich die Mobilitätswende gestalten. Weg von der Automobilität, hin zu einer klima-, sozial- und umweltfreundlichen Mobilität.
Nun ist mit Pedelec ja ein neues Verkehrsmittel auf dem Markt und kann das Mobilitäts-Portfolio eines Menschen ergänzen. Jeder überlegt sich ja, wie er es nutzen könnte. Es gilt die Rahmenbedingungen so einzustellen, dass das Pedelec möglichst viele Autofahrten ersetzt.
Und ein Pedelec ist ein cooles Verkehrsmittel – sich bewegen in Kombination mit hoher Geschwindigkeit – das ist schon klasse. Aber ich bin kein Pedelec-Jünger.

Verleihsysteme – sowohl in Deiner Doktorarbeit, als auch in der Low Carbon City Wuppertal ist davon die Rede

Das halte ich für wirtschaftlich kaum tragfähig. Für die meisten Menschen lohnt sich eine Anschaffung, wenn sie Interesse am Pedelec haben.
Pedelec-Verleihsysteme unterstützen autofreie Mobilität, sind aber eher was für Menschen, die ohnehin multimodal unterwegs sind.
Wichtig ist eher dabei das Thema sichtbar zu machen – aber eigentlich hat es keinen Zweck. das ist doch eine Rieseninvestion – ich kann mir nicht vorstellen, dass es sich im großen Stil durchsetzt.

Die primäre Aufgabe eines Verleihs ist also die niederschwellige Bekanntmachung dieser Mobilitätsform, wenn viele deswegen ein eigenes Pedelec erwerben ist es doch super! Dann fällt auch die Infrastruktur nicht mehr so ins Gewicht…

Ich finde eigene Infrastruktur für das Pedelec und Fahrrad nicht so wichtig, da bin ich ganz bei Dir, die Fahrbahn ist für alle da. Für viele Pedelecs, für viele Fahrräder.

 

Ladegerät sagt gar nichts mehr

Position der Sicherung in aufgeschraubten Gehäuse

Hübsches Mützchen aufgesetzt

Label auf dem Ladegerätgehäuse

Label auf dem Ladegerätgehäuse, das weltweit eingesetzt werden kann – nur ein Mickey-Mouse-Stecker wird benötigt

Ein nicht ladenes Ladegerät kann mehrere Ursachen haben. Eine Sicherung im Akku kann kaputt sein, oder das Kabel ist fritte.

Diesmal war nach dem Einsteckern des Ladegerätes gar nichts mehr am Gehäuse zu sehen, dass es eingesteckert wäre. Also habe ich mich über „Do not remove cover (or back). No user serviceable parts inside.“ hinwegegesetzt und das Gehäuse aufgeschraubt und eine Sicherung gesucht.

Na bitte: aufrecht in einem kleinen Becher stehend mit einem lustigen Mützchen auf – von der Innenseite mit einem Klecks weißer Paste bedacht, dass es auch bloss nicht rauswackelt.
Die Kappe obenauf habe ich noch mit einer Zange lösen können, aber bei dem Auslösen des Sicherungseinsatzes aus der unteren Halterung hatte ich doch arge Bedenken ob der Haltbarkeit, woraufhin ich das Becherchen ausgelötet habe um zerstörungsfrei die Teile trennen zu können.

Benötigte Sicherung: 5x20mm 3,15A

Wuppertal, Hunde und der Auslauf

Hund in Korb auf Gepäckträger

Ob im Korb auf dem Gepäckträger …

Hund schaut aus Hundeanhänger heraus

… oder im Extra-Hundeanhänger …

Auto mit Hundeeinstiegshilfe am offenen Kofferraum

… alles besser als seine Töle in der Familienkutsche zum Ausführort zu bringen

Mit einem Auto wäre ich schneller auf der Arbeit. Das ist ein Fakt. 20 – 25 Minuten pro Fahrt. Viele Menschen fahren mit dem Auto zur Arbeit – nur, was machen Sie mit dieser eingesparten Zeit? Sie kaufen sich einen Hund. Stopp – nicht so schnell… Es werden Hunde von Menschen gehalten, die in der Stadt wohnen, wo kein adäquater Auslauf vorhanden ist. (Eine Lebensphase, sich einen Hund anzuschaffen scheint – in meiner räumlichen Umgebung – zu sein, nach dem die Kinder nicht mehr im Kindergarten sind und die Person, die den Haushalt führt, nicht mehr ausgelastet ist mit Babybrei, Windeln und ständig laufenden Nasen. Also wird ein Fellkind angeschafft. Na gut, steht ja allen frei. Gibt ja auch canideninduzierte soziale Interaktionen mit anderen Altwelt-Nacktnasenaffen.) Nun ist bis zum Auslauf auch ein Weg zurückzulegen  – und bizarrer Weise wird der wieder mit dem Auto zurückgelegt.

These: mit der Zeit, die spare, wenn ich ein Auto benutze, kaufe ich einen Hund um den wieder im Auto herumzukutschieren.

Es gibt es auch andere Möglichkeiten, den Hund in eine Auslaufsumgebung zu bringen: mit dem Fahrrad. Manche Hunde sind so klein, dass sie in Körbe auf Gepäckträgern passen. Wobei – das scheint so ein Frauending zu sein, ich habe noch nie einen Mann in Wuppertal gesehen, der seinen Hund auf dem Gepäckträger befördert – dafür mehrere Frauen. Zumal der vormittagliche Gassi-Gang ohnehin Frauen vorbehalten zu seinen scheint. Die Menge ausgeführter Hunde auf meinem Weg zur Arbeit übersteigt immer noch zahlenmäßig die Anzahl der aktiven Radfahrenden.
Hat eigentlich jemand mal einen Modalsplit mit der Hundehaltung in der jeweiligen Stadt korreliert? Je mehr MIV, desto mehr Hund – wäre jetzt mal meine Arbeitshypothese.

In meinem Haushalt gibt es Im Übrigen auch einen Hund und sogar ein Auto. Und weder führe ich den Hund aus, noch nutze ich das Auto im großen Stil und der Hund zum Glück auch nicht.