Finale Betrachtung des Chariot Corsaire XL

So. 6 Jahre dokumentierte Nutzung. Das Blöde an meiner Art des Testberichtes ist, er ist immer retrospektiv. Manchmal so retrospektiv, dass der Hersteller nicht mehr existiert, oder das Produkt aus dem Sortiment genommen worden ist, bevor seine Lebenszeit bei mir geendet hat. Nun auch diesmal, der Kinderanhängerhersteller wurde von einem Automobilzubehörhersteller aufgekauft(?) und jetzt wird für ein Exemplar der Baureihe bis zu € 1.500 aufgerufen. Bleibt mir die Beratung für den Gebrauchtmarkt für Anhänger die 10 oder 15 Jahre alt sind …

Womit fing der Niedergang an? Eigentlich war ich sehr glücklich mit dem Gerät, bis ein Hinterrad eine solche Acht hatte, dass weder ich noch Hans-Arnold damit glücklich wurden. Also beauftrage ich Hans-Arnold mir eine neue Felge für die Kinderanhänger-Stecknabe einzuspeichen. Dann hat er nachgezählt und ist auf 24 Speichen gekommen. 28-Loch-20″-Felgen könne er wohl besorgen, aber 24-„Leichtbau“-Alufelgen für Anhänger würde ich wohl nur beim Anhänger-Hersteller selbst bekommen.

Also gut, habe ich mich dazu entschlossen, ein neues Hinterrad mit Steckachse für den Chariot zu kaufen. € 125 – wo eine Felge sonst eingespeicht unter € 20 zu bekommen wäre. Gut, es gäbe auch die Möglichkeit ein Rad mit einer anderen Nabe für € 90 zu kaufen und umzuspeichen, wenn es nicht ohnehin passte. Aber zu diesem Versuch kam es nicht mehr. Eine Kollegin meiner Frau sah den ranzigen Anhänger und erzählte, dass sie den gleichen im Keller stehen hätte, der ihr immer im Weg rumstünde und sie ja ohnehin kein Fahrrad mehr führe. Sie wolle ihn mir schenken. Da ich alles kann, nur nicht „Nein“ bei Fahrraddingen sagen, hatte ich vier Tage später das Vorgängermodell auf dem Hof stehen.

Der Alte war wog 3 kg weniger und die Deichsel konnte einfach getauscht werden – sonst hätte ich wohlmöglich noch eine neue Weber-Kupplung für 4-Kant-Deichseln gebraucht. €50.

Der alte Anhänger ist im direkten Vergleich: ungefedert, ohne Feststellbremse, ohne kombiniertes Regen- Insekten-Verdeck – hat klarere „Scheiben“ und ein schlechteres Gurtsystem, das vom Kind selber nicht mehr geöffnet werden kann. Naja, es ist wohl Ansichtsache, ob das jetzt gut oder schlecht ist –

Der Sturz der Räder ist deutlich negativ und da die Räder aus Plastik sind reagiert der in die Fahrbahn eingelassene Anforderungskontakt einer Ampel, an der ich täglich vorbeikomme nicht mehr – immerhin Speichen werden wohl auch nicht mehr kaputt gehen. Hauptsache, das Kind bleibt vollständig trocken auf dem Transport zur Kindertagesstätte. Sonst fahren wir zusammen mit dem Trailerbike.

Fahrräder für 13jährige Mädchen

Kurzliegerad mit Lenkung über den Knien

Freakfaktor 100: Kurzliegerad mit Lenkung über den Knien

Jugendliche auf Uralt-Pedelec

Och Papa, echt jetzt? Das Dingen ist Schrott!

Pedelec auf Rasenfläche

Fahrrad, das einer gleichaltrigen Freundlin zur Verfügung steht

Wenn ich hier schon auf das Gender Rücksicht nehme, meinem damals 10jährigen Sohn ein Fahrrad gesucht habe, schaue ich mal auf die Räder, die andere Väter ihren Töchtern zur Verfügung stellen. Meine Tochter muss ja mit einem selbstgebauten Pedelec durch die Gegend fahren, andere bekommen für ihre pubertäre Mobilität ein Liegerad zur Verfügung. Wieder andere Eltern fahren ihre Kinder in SUVs zu den physikalisch sozialen Kontakten … das können die mal schön selber machen – aber das denke nicht nur ich, sondern auch die Leute, die möchten, dass benzingetriebene Fahrzeuge schon gefahren werden dürfen, weit bevor gewählt werden darf … so mit 15, oder 16/17.

Sehr gefreut hat es mich, als bei einer gleichaltrigen Freundin das Gebrachtwerden damit endete, dass das Mädchen einfach das Pedelec vom Opa zur Verfügung gestellt bekam, um hier im Wuppertaler Westen individuell mobil zu sein.

Es mag dem Terrain hier geschuldet sein, aber besser als mit dem Auto rumzufahren ist immernoch mit einem elektrischen Hilfsantrieb unterwegs zu sein, auch wenn das nicht die reine Fahrradlehre ist, aber den Bewegungsradius erhöht und die Zeiten verkürzt – auch für die Eltern: Pfadfinder* ist heute, du hast noch 12 Minuten, sieh zu, dass du vom Platz kommst!

Ein anderer mir bekannter Vater kaufte seiner etwas älteren Tochter direkt ein Cabrio zum begleitenen Fahren mit 17 – dann doch lieber Pedelec mit 13. Oder 9 ;-)

*Entfernung zum Treffpunkt: 4,2 km

QR-Codes auf Produktverpackungen

Flasche mit Bremsflüssigkeit und QR-Code

Trotz der Rundung der Flasche ist der QR-Code aufrufbar – dumm nur, wenn man den Youtube-Channel inzwischen dicht gemacht hat

QR-Code-Reader-App und aufgerufene Website

Bei der Packung Möhren hab ich mich fast nicht getraut, den Link aufzurufen – die URL ist erstmal nicht dem Hersteller zuzuordnen

Und schon wieder…

Oar – kinders … diese 14tägige Veröffentlichung bekomme ich nicht mehr auf die Kette. Der Artikel ist mal wieder nur mit den Bildern live gegangen, ohne dass ich einen Text dazu geschrieben habe. Aber ich kann ja nachträglich was dazu schreiben ;-)

Ok, der Text:
Super, dass Hersteller inzwischen mehr Informationen zu ihren Produkten veröffentlichen. Im Falle von der Magura-Bremsflüssigkeitsflasche sogar direkt mit einem Video, in dem die Befüllung mit der Flüssigkeit gezeigt wurde.

404 ist allerdings ein gewohnter Anblick nach dem Aufruf einer QR-Code-URL …

Ein heißer Tipp für Menschen, die gerne QR-Codes, die sich einmal gedruckt nicht mehr ändern lassen, auf ihren Produkten sehen möchten und dennoch langfristig diese oder eine ähnliche URL aufrufbar haben möchten: Nehmt einen URL-Verkürzer als Proxy dazwischen!

Setzt den auf einem Server auf, der auf eine kürzere URL lauscht, als eure Hauptseite – z.B. lasst die Vokale in der URL weg: statt „https://www.magura.com“ nur „http://mgura.com“ oder so. Der Kunde sieht noch – ok, wird was mit dem Laden zu tun haben, aber die QR-Codes können kleiner werden und die URLs können auf der Proxy-Instanz nachträglich angepasst werden.

Fahrradjacke – nach etwa 2.000 Schließvorgängen ist der Reißverschluss kaputt

FUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUUCK!

Aufhänge-Ösen einer Gor-Tex-Jacke

Der Aufhänger ist nach Innen gewandert

Kleben statt nähen .. das Gummi ist etwas zu sehr gerafft

200 € hat sie gekostet. Sie war der Nachfolger von dieser und ich finde den Schnitt gut. Enganliegend (für mehr Geschwindigkeit bergab), tragbar sogar mit Baumwoll-T-Shirts darunter. Sie hat keine Kapuze – ich trage Helm – und kann mir nicht vorstellen, was günstiger bei Regen sein soll – Kapuze ist es definitiv nicht, nass werden ist es nicht, und bei meinen Geschwindkeiten soll mein Kopfhautschutz schon am Platz bleiben. Der Halsausschnitt ist nicht für Pullover/ Jacken mit Stehkragen geeignet, normale Hemden mit Kragen passen. Hoodies gehen auch nicht.
Mein Hals braucht Hemdgröße 42 und die Jacke passt mir bei Größe 52. Sonst trage ich M. (Also als Information an alle, die mir T-Shirts schenken möchten <3).
Die einzige Tasche, auf der rechten Seite und nach hinten weisend, reicht für Handy oder Taschentücher und eine Packung Spuckies. Meine Packung „Du parkst hier echt scheiße“ habe ich auch nach einem Jahr noch nicht aufgebraucht. Das liegt entweder daran, dass es in Wuppertal keine exklusive Infrastruktur gibt, die zugeparkt werden könnte, es ausreichend Parkplätze gibt, oder es mir inzwischen egal ist, wie blöd die Blechbüchsen im Weg stehen.

Auf jeden Fall zeigte mir die Zeit zwischen „alte Jacke kaputt“ und „neue Jacke bestellt, aber noch nicht da“ deutlich ihre Vorteile auf: Sie ist winddicht, schnell trocknend, nervt nicht mit der Länge, hält aber die Nieren warm und schließt am Ärmelende dicht. Und sie wird wasserdicht sein, bis ich in die nächste Brombeerranke reinfahre, die hier über den Wegen hängen.

WTF: 9 Leute in einem Golf2?

Ja, ich unterstütze das Vorhaben Seilbahn in Wuppertal – und das mit einem Testimonial, das eine kognitive Dissonanz erzeugen soll. Vielen Dank, wenn Du deswegen Google angeworfen hast – und herzlich Willkommen in dieser Ecke des Internets.

Tatsächlich musste ich die Strecke, auf der die Seilbahn jetzt projektiert ist, in den Jahren 1993 bis 1996 mehrmals in der Woche in der Schulzeit als Schüler pendeln. Die Schule, an der ich angemeldet war, das WDG, kooperierte mit dem CFG am Schulzentrum Süd (vulgo: das Süd). Es wurden für die Klassenstufen 11 – 13 Leistungskurse in Kooperation angeboten. Das hieß, dass Schüler vom WDG zum CFG und andere vom CFG zum WDG pendeln durften.
Ich habe keine Ahnung unter welchen politischen Vorzeichen diese Kurse eingeführt wurden, sie ermöglichten der relativ kleinen Jahrgangsstufe (am WDG ~65 Personen) eine etwas größere Kursauswahl … zum Preis des Pendelns mit dem ÖPNV.

Der damalig nutzbare ÖPNV bestand aus den Linien 615, 645 und 603 (so weit ich mich erinnere) und brauchte für die Fahrt von der Haltestelle Stadthalle bis zum Schulzentrum Süd etwa solange, wie eine große Pause zwischen den Schulstunden lang war.
Für die Stundenplaner war es nicht möglich gewesen, alle Leistungskurse auf Randtermine zu legen, so dass es Tage gab, in denen beide große Pausen im Bus verbracht wurden.
Damals gab es noch die bescheuerte Einbahnstraßenregelung rund um das Kleeblatt, und die Busse wurden natürlich auch von den Studierenden an der Bergischen Universität genutzt.

Fazit: Wir waren immer alle zu spät.

Damals, als es noch die Jahrgangstufe 11 gab, G8 eine bekloppte Idee, und in Wuppertal zum 18. Geburtstag Autos von den Eltern an die Kinder verschenkt wurden, ja damals waren wir auch während der Oberstufenzeit in der Lage selber Auto fahren zu dürfen.

Dass die Lehrer am Süd anders drauf waren, merkten wir durch so launige Benotungen wie „mangelhaft (solide)“ am Süd. – und speziell ich an der Tatsache, dass eine Abi-Vorklausur von mir am WDG im anderen Leistungskurs geschrieben, es in die Abizeitung geschafft hatte – und eine im gleichen Schreibstil keinen Anklang am Süd fand. Meine mögliche Abi-Nachprüfung habe ich dann mir und dem Lehrer gespart. Wer wollte 1996 schon lesen, dass die Möglichkeit der vollständigen Deindustrialisierung im Ruhrgebiet besteht und Opel als letzter großer Arbeitgeber auch wegfallen kann.

Wie auch immer, wenn möglich, wurden zu der Fahrerlaubniszeit das eigene Auto oder der Zweitwagen der Mutter mitgebracht und die Mitschüler im PKW zwischen den beiden Schulen befördert. Manchmal dann eben alle in einem Auto

Und deswegen bin ich jetzt für eine Seilbahn zwischen der Talsohle und den Südhöhen – und für eine Verlängerung bis Sudberg im Süden – und zum Westfalenweg im Norden (oder von Hattingen nach Solingen – warum nicht?).

Öffentlicher Personennahverkehr muss dicht getaktet sein, muss verlässlich sein, es muss Spaß machen ihn zu nutzen. Eine Seilbahnfahrt ist ein Privileg – großartig ein solches einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen!

… ich war im Übrigen der Fahrer des Golfs … mit 45 PS, im 2. Gang die Cronenberger hoch – wobei es bergab spannender war.

Wenn der ÖPNV negativ bewertet wird, wird auf den PKW ausgewichen. Egal wie. Und schon vor 25 Jahren hat das Angebot nicht ausgereicht.

 

Longboard meets Fahrrad

Spielende Kinder auf der Fahrbahn

Ein Cousin fährt liegend auf einem Longboard mit Unterflurbeleuchtung

Geburtstagsgeschenk

Zu Beginn des Teenager-Zeitalters vom Vater geschenkt: ein Stück Stahl und ein Gummiband mit Haken

Longboard an Fahrrad appliziert

Im Einsatz – unterwegs dorthin, wo der Fahrbahnbelag schlaglochfrei ist.

Meine Tochter hat auch Geburtstag. Was schenke ich ihr denn zum Beginn des Teenager-Zeitalters? Sie war bei ihren großen Cousinen jetzt sehr angetan davon, dass sie in einer fernen, flachen Stadt Longboard fuhren. Cool.

Wuppertal, speziell da, wo wir wohnen, ist -äh- ungeeignet für Longboards. Also habe ich mich um die Möglichkeit gekümmert, wie sie an ihr Fahrrad eine Befestigung bekommen kann, um das Board wenigstens dahin zu bekommen, wo die Strecke eben und der Belag laufrollenkompatibel ist.
Natürlich führte mein Weg zu Hans-Arnold, der den richtigen Stahl heraussuchte und zurechtbog, sodass diese Halterung an den Gepäckträger eingehakt werden kann und das Board bei der unteren Öffnung für die Achsen eingehakt wird. Das Board selbst wird am Gepäckträger selbst noch einmal mit eine Gummi-Strapse fixiert – fertig. Ich bin gespannt, wie sich die Lösung bewährt.

Immerhin kam sie so auch mal in den Genuss, dass ihr hinterhergepfiffen wurde. Passiert hier im Westen auch eher nicht, vermutlich weil die Menschen, die ihr hier begegnen könnten, in kleinen hermetisch abgeriegelten Blechkapseln hocken und so in ihrer Interaktion mit der Außenwelt eingeschränkt sind.