Cabriofahren

Norisring-BaseCap

Wenn Cabrio, dann auch mit der entsprechenden Kopfbedeckung

Häßlicher, Infomüll präsentierender Bildschirm, der so gar nicht in ein Auto passt, sondern wie ein Fremdkörper wirkt.

Ich bin so alt. WDR 4. Ich bekenne mich zu meinem Musikgeschmack und sage: das ist am ehesten meine derzeit im Radio verfügbare Musikrichtung

Komma, Komma, Strich - fertig ist das Mondgesicht

Smilie im Staub auf der Heckklappe

Einmal im Jahr brauche ich eine Auszeit von dem ganzen Radgefahre. Dieses Mal zu „Karneval“ habe ich in die Vollen gegriffen und mir ein Auto gemietet – eins ohne Dach. Damit bin ich dann zwei Tage lang einfach sinnfrei durch die Gegend gefahren – beziehungsweise wurde gefahren.

Fahrtechnisch braucht so ein modernes Auto ja mal gar keine Fertigkeiten mehr. Gas – Bremse – Lenkrad. Da sind so viele Assistenzsysteme drin, die in den Fahrverlauf eingreifen, dass ich mich als komplett degenerierter Zellhaufen darin immer noch fortbewegen könnte. Respekt vor dem Licht – das ist wirklich in etwa so ein Sprung wie zwischen 2,4 Watt und LED mit 40 Lux. Gut gucken können muss ich als Fahrer also auch nicht mehr – die Verkehrsschilder strahlen ungewohnt hell in der Nacht. Schwieriger ist wahrscheinlich der Umstieg zurück auf eine Fortbewegungsart, bei der mehr mentale und körperliche Vorraussetzungen erfüllt werden müssen. Hoffentlich sind nicht schon alle Autofahrende dermaßen verhausschweint, dass das Fahrradfahren für sie außer Frage steht. Denn, auch wenn ich begeistert bin von Autofahren, heißt das noch lange nicht, dass ich mich nicht bewußt dagegen entscheiden könnte. Wenn mich der Hafer sticht, kann ich mir ja immer noch eines ausliehen. Ich fahre weiter so viel wie möglich mit dem Rad.

 

Summa summarum hat mich das ganze 60 ct/km gekostet. Dazu die Allgemeinheit ca. weitere 13 ct.

Sauerland 2018

Geteerter Weg durch den Wald

Single track roads gibt es nicht nur in Schottland, sondern auch im Sauerland – hier sogar mit üppigerer Vegetation

Steiniger Boden der Oestertalsperre

Nach 40 Kilometern querfeldein ist auch ein Sprung in eine Talsperre drin

Knotenpunktausschilderung-Schild

Das ist neu: Die Knotenpunktausschilderung im Sauerland

Fahrradfahrer auf Fahrbahn

Kinder auf Pedelecs und die Fahrradtouren sind kein Horror mehr

Vor 4 Jahren bin ich ja schon mal im Sauerland unterwegs gewesen und habe darüber geschrieben. Nun habe ich meine beiden Großen dabei gehabt, auf ihren jeweiligen Pedelecs. Weil ich durch meine Frau weiß, dass überlastende Fahrradtouren für die Altersklasse die absoluten Freude-am-Fahrradfahren-Killer sind, habe ich mich entschieden, die Pedelecs zu nehmen, und nicht die auch zur Verfügung stehenden RennRäder. Die Streckenführung konnte ich aber nun völlig anders gestalten. War ich als Ohne-Motor-Radler im Sauerland bisher dazu verdonnert, die Täler höhenmeteroptimal zu nutzen, konnte ich jetzt die Tour querfeldein planen. Heißa! Ist meine Tochter die Berge hochgeflogen! Und ich mit einem ganz schön ausgelutschten Akku musste zusehen, dass ich die Kapazität des Akkus für den Schlußanstieg bei Kilometer 50 aufbewahre … Also letzter VRR-Ausstieg Rummenohl und dann nicht wie sonst das Volmetal hoch, sondern direkt ab auf die Höhe – und das nicht auf der ausgebauten Straße, sondern auf kleinen, auf dieser App grade noch erkennbaren Wegen. Meine Navigationsfehler wurden mit Höhenmeternverlusten bestraft – die mich härter trafen als die wohlgelaunten Kinder. Ich meine, Radtouren werden im Sauerland erst durch Pedelecs möglich. Schön ist auch, dass jetzt Durchreisenden oder Touristen diese Schilder zur Orientierung hingestellt wurden. Trotzdem habe ich mich lieber an meiner App orientiert – aber wenn ich dachte hui, dass ist eine schöne Abkürzung, hoffentlich treffe ich diesmal den Einstieg, stand da schon ein Schildchen mit einem Fahrrad und einem Pfeil. Das Nebenstraßennetz ist wirklich famos. Es muss nicht immer die Landstraße sein, es lassen sich auch so kilometerlange einspurige Abfahrten durch Fichten- und Mischwälder finden. Und wenn mal eine mir unbekannte Talsperre auf dem Weg liegt, die paar Höhenmeter auf Serpentinen sind schnell erklommen.

Stichprobe basierend auf 100 km Sauerland: 14 Radfahrende, davon 11 auf Pedelecs. Lüdenscheid hat freigegebene Busspuren (Wuppertal in der Diskussion), der ganze Märkische Kreis einen Nahverkehrsplan (Wuppertal seit 1997 keinen neuen mehr) und was sonst noch da bis 2014 passierte, lässt sich auf dem recht unprätentiösen Lüdenscheider Fahrradblog nachlesen.

 

Vollgummireifen blau, 20″

13:35

Hurra, das Paket ist angekommen und darin befindet sich EIN Reifen – zum Preis von 49 €
Bei dem Preis wollte ich nicht direkt zwei kaufen, es geht schließlich um eine Lösung für ein Hinterrad.

17:59

Ok, ein bisschen Zeit gelassen und die Bedienungsanleitung studiert, in der steht, dass der Rekord beim Aufziehen eines Reifens bei 4 Minuten liegt. Ich habe erst einmal probiert, wie ein Clip in dem Felgenbett sitzen muss. Die Clips sollen 3mm länger sein als das Felgenbett breit.

18:02

Frohgemut ans Werk und reihum die Clips in den Reifen gedrückt. Das mitgelieferte Spezialwerkzeug tat hier gute Dienste.

18:08

Der Reifen – gespickt mit den Clips – wird auf die Felge gehoben

18:32

Nach 20 Minuten Gewürge  ist der erste Clip versenkt! Mit Zurhilfenahme von Vaseline, damit es besser flutscht. Dann fiel mir auf, dass das Fetten von Flächen, auf denen gebremst werden soll, irgendwie kontraproduktiv ist …

18:33

Der zweite Clip ist versenkt.

19:30

Von 28 Clips sind 16 versenkt. Es fehlen nur noch 12.

20:07

Das lustige Spiel – ich schieb dich auf der einen Seite rein, du kommst auf der anderen Seite wieder raus – geht in Verlängerung. Gerne auch der grade zuvor Reingesteckte …

22:20

Fertig montiert. Lecko fanni. Zum Glück habe ich nur einen gekauft. Einen zweiten hätte ich unmöglich an dem gleichen Tag noch montieren können.

SchutzBLECH

Fahrradhinterrad mit Schutzblech

Farblich zum Rahmen passendes Blech

Kontermutter an Klemmschraube

Kontermutter an Klemmschraube

Gerissenes Schutzblech

Oh, das Schutzblech am Vorderrad ist auch schon gewaltig angezählt ….

Das letzte Mal, dass ich Schutzbleche hatte, muss so zwischen 1985 und 1990 gewesen sein, bei meinem 24″-Kinderrad. Allerdings mit dem gleichen Dekor, wie das 28″-Hinterradschutzblech, das ich bei Hans-Arnold rumhängen sah. Ich musste es ihm schon alleine deswegen abkaufen.

Um mir einen Vorteil des long-board zu erhalten, habe ich einfach den Gummilappen von dem vorhandenen Blech abgemacht und mit neuer Bohrung an das 80iger-Jahre-Blech befestigt.

1980 waren Alurahmen mit Gewindegängen in den Bohrungen der Ausfallenden der Rahmen nicht Stand der Technik. Die Ausfallenden der Stahlrahmen hatten angelötete Ösen, durch die Klemmschrauben gesteckt wurden. Mit einer Mutter von der Rahmeninnenseite konnte dann die Aluminium-Schutzblechstrebe geklemmt werden.

Nun habe ich die Schraube mit dem gelochten Kopf mit einer Mutter zum Kontern in den Rahmen gedreht. Die Kontermutter konnte ich allerdings nicht mit einem 8mm-Maulschlüssel festdrehen, sondern musste mir mit einer Spitzzange behelfen. Richtig glücklich bin ich damit aber nicht.

Glücklich macht mich: Der Sound ist wie früher ;-) hochgerissene Steinchen klickern im Blech und die Vibrationen und das somit leise Scheppern des Blechs geben mir das Fahrradfeeling meiner Kindheit zurück.

Schutzblechabriss

Hinterrad mit Schutzblech umwickelt

Weiterfahrt nicht möglich – also erstmal hingelegt, um zu schauen, was los ist

Fahrradritzel mit Schutzblechstrebe umwickelt

Die Streben haben sich einmal um das Ritzel gedreht

Edelstahlschraube an Rahmen

Frischer Riss – das was an der Strebe zwischen den Kettenstreben noch hängen blieb …

Ein Beitrag, der wieder mit einem *KLONK* beginnt – oder mit der sofortigen Bewegungsunfähigkeit meines Untersatzes. Klar, die Wegstrecken sind schlecht hier in Wuppertal und mit Materialversagen muss ich immer rechnen. Wobei mir mein Sohn beim Materialtesten auch nur wenig nachsteht. Diesmal war es das Schutzblech, bei dem der Befestigungspunkt unter dem Gepäckträger schon lange lose war. Das „Blech“ riss jetzt beim Tretlager und wurde vom rotierenden Rad einmal um die Achse rumgerissen – mitsamt Strebe, die ich dann mühsam aus dem Ritzel wieder herauspopeln durfte. Besser gesagt: durch Materialermüdung herausbiegen und brechen.
Immerhin war nur eine Seite betroffen, die linken Streben waren aus den Halterungen am Schutzblech herausgeglitten – oder gerissen worden. Das Schutzblech hielt noch an einer Strebe und der hinteren Befestigung am Schutzblech. Besonders viel Skrupel auch diese Stelle nicht zerstörungsfrei zu trennen hatte ich nicht.

Nach Ausbau des Hinterrades konnte ich die letzten Reste des zweiten Satzes des Long-Boards ausbauen.

Nächste Woche kommt dann der Beitrag zu meinem neuen Blech ;-)

Spike-Reifen jetzt im Sommer bestellen

Kaputter Reifen mit SPikes

In der 6. Saison arbeiteten sich die Spikes ins Innere des Mantels was dann auch Platten zur Folge hatte…

einzelne Spikes in unterschiedlichen Abnutzungsgraden

…und auch die Abnutzung durch Reibung ist an den den einzelnen zu sehen – links nach 1 Jahr, rechts nach 6 Jahren Nutzung

Unterschiedlicher Abnutzungsgrad von WInterreifen für's Fahrrad

… wenn sie so lange im Mantel verbleiben – rechts nach einer Saison, links nach 6 Jahren.

Der nächste Winter kommt bestimmt, und vielleicht wird er so wie der letzte, oder der vorletzte, oder der vorvorletze – auf jeden Fall einer, der mit Temperaturen in Wuppertal mit unter Null aufwartet.
Wasser auf Fahrbahnen hat dann die unangenehme Eigenschaft eine Schicht zu bilden, die hart und glatt ist. Wenn es sogar zu gefrorenem Niederschlag (Schnee) kommt, nicht einmal sichtbar.
Um nicht wieder (wie 2010) vor ausverkauften Regalen zu stehen, bestelle ich meine Spike-Reifen antizyklisch. Momentan werden die noch mit Rabatt angeboten und sind lieferbar (innerhalb von überschaubarer Zeit und nicht in KW 14). Dann können die Reifen auch noch in Ruhe aushärten, sonst fliegen die Spikes sofort bei der ersten Benutzung raus. Und wer die nicht einmal einlagern kann, sollte sich das mit dem Radfahren und dem Winter noch einmal überlegen. Trocknungskapazität für die Regenkleidung ist auch einzuplanen, wenn im Winter gefahren werden soll.

Winter ist salzig. Winter ist nass. Winter ist leer.

Und Spikes lohnen sich.

Aber der Sommer hat auch schöne Seiten.

(Hier hätte ich jetzt gerne auf Bilder hübscher Menschen verlinkt, die auf „CycleChic“-Seiten gesammelt werden. Aber ich musste feststellen, dass die meisten dieser Seiten nicht mehr gepflegt werden. Muss also jede/r selber sehen, wie schön Körper durch Bewegung werden.)