Steuerlagersatz getauscht

Ahead-Vorbau mit oberem Steuersatzkugellager

Alle Kugeln sind noch da, alle Kugeln alle – aber der Käfig ist nur noch ein Ring …

Fragmentarischer Kugellagerkäfig

Das war einmal ein Käfig –  da ich ihn aber weder gefettet habe noch mein Rad immer unter Dach abstelle –

Gabelkonus des Steuersatzes

Die Lauffläche des unteren Kugellagers –  entweder 140 € für ein Spezialwerkzeug ausgeben oder –

Ich stand mit angezogener Vorderradbremse an der Ampel und schaukelte. Vor und zurück – vor und – Moment mal! Was wackelt denn da schon wieder? Deutlich fühl- und sichtbar bewegte sich die Gabel im Rahmen.

Na gut, ist mal das Steuerlager fällig. Bisher war das eines der Teile, die ich selbst noch nicht gewechselt hatte. Zum einen, weil dafür recht viel Spezialwerkzeug gebraucht werden kann, sowohl zum Ausschlagen (1, 2)  wie zum Einpressen (1, 2, 3), als auch das es recht selten fällig ist – sogar bei meiner Nutzung erst nach vier Jahren Dauerbetrieb oder nach über 30.000 km.

Die Gabel flutscht bei einem Ahead-Vorbau ja nur so aus dem Rahmen – was nicht flutscht ist der Gabelkonus – also die Auflage des Kugellagers am Gabelschaftanfang oder das Dingen ganz unten – englisch die „crown race“.

Zum Glück gibt es das Internet und Videoportale auf dem Menschen mit viel Enthusiasmus selbsterstellte Filme einstellen, die eben diesen Vorgang – das Lösen des Gabelkonuses zeigen. Dieser hier zum Beispiel, bei dem ein kleines Küchenmesser mit einem Hammer zwischen Gabel und Ring getrieben wird – genau mein Niveau.

Mit einem Hammer eine Weile im Kreis herumhämmern kann ich ja schon.

Fahrradbox am Bahnhof Mettmann Stadtwald gemietet

Stück Papier mit Zeichen drauf

Die Konditionen des Mietvertrags einer Fahrradbox in Mettmann Stadtwald – „Brennkraftfahrzeug“ ist Eisenbahner-Slang

Geöffnete Fahrradbox

Groß genug für zwei Fahrräder

Wenn zwei Räder – dann auch für beide Kinder – nur: Wer das Pedelec fährt, muss das Gepäck mitnehmen.

3 Jahre habe ich auf diesen Anruf gewartet – aber dann landete er auf meiner Liste „entgangene Anrufe“. Als ich mich darauf meldete, war die Box schon wieder vergeben. Vor 3½  Jahren hatte ich nach dem Mieten einer roten Fahrradbox am Bahnhof „Mettmann Stadtwald“ erkundigt und auf eine Liste setzen lassen. Ich bekam Platz 11 auf der Warteliste zugeteilt. Es gibt 16 Boxen am Bahnhof, die für jährlich 40 € gemietet werden können. Ein paar Monate später hat es dann doch geklappt! Ich konnte eine Box mieten.

Was will ich am Mettmanner Stadtwald? Die weiterführende Schule der ältesten Kinder ist über diesen Knotenpunkt zu erreichen – also möchte ich wenigstens die Option vorhalten, dass sie auch mit dem Rad die ersten 3 km zurücklegen – wenn sie nicht die ganzen 11 km mit dem Rad fahren wollen.

Nun ergab es sich, dass auch ich meine Erfahrung mit der Box machen konnte, da die Kinder schulfrei hatten und ich auf eine eintägige Dienstreise nach Darmstadt fuhr. Bei der Reiseplanung hatte ich die nächstgelegene Bushaltestelle als Start- und Endpunkt genommen. Ja, in 800 m Entfernung fährt relativ regelmäßig ein Bus. Mit dem Zylinderschlossschlüssel  für die Box fuhr ich los – und – am Stau vorbei! In dem Stau stand dann auch der Bus, der kurz vor Abfahrt der S-Bahn dann auch am Bahnhof eintraf.

Auf der Rückreise verspätete sich aber die S-Bahn, die mich und hunderte andere Werktätige in den Speckgürtel Düsseldorfs chauffieren sollte, um ein paar Minuten – empfindlich, wenn der Bus um die Uhrzeit (ab 19:00 h) nur noch stündlich fährt. Gut, dass ich mein eigenes Rad in der Box hatte.

Ich bräuchte keine Box, wenn der übrige Fahrradabstellbereich überdacht wäre, der Bustakt höher und länger am Abend – und wenn die S-Bahn pünktlich gewesen wäre. Privat aufzubringende 40 € im Jahr … ein solches Verfahren für das Nutzen einer Box setzt voraus, dass über einen längeren Zeitraum der Bedarf bei einem selbst besteht.

Und beworben wird die Vermietung der Boxen nicht – hier kannst auch Du Dich auf die Warteliste setzen lassen (telefonisch).

IKEA Wuppertal

Plakat "Danke für die flachen Pakete."

Dieses Plakat hängt in Lebensgröße im Abholbereich

Lastenpedelecs bei IKEA Wuppertal

Zwei davon stehen im Abholbereich- vorher standen sie bei radfinesse

Werbung und Wirklichkeit: Ein schöner Mann strampelt auf seinem Lastenrad einhändig hinter flachen Paketen. Das kann richtig viel Gewicht sein, je nach Inhalt der Pakete – bekleidet mit einer Pudelmütze an einem verschneiten Hafenbecken auf Kopfsteinpflaster stellt das jedoch kein Problem für ihn dar.

Die Wirklichkeit in Wuppertal sieht – wie könnte es anders sein – anders aus! Die auf den im Möbelhaus ausleihbaren Rädern montierte Blechkiste gibt es dort nicht mal  zu kaufen und könnte allzu ambitionierte Zeitgenossen davon abhalten es dem Mann auf dem Plakat gleichzutun. Durch die Kiste wird schon mal die Transportleistung limitiert. Immerhin – als Referenz an Wuppertal – ist das Lastenrad ein Pedelec. Sicherlich, die Nordbahntrasse ist nicht weit, wer jedoch nicht im Genuss einer Wohnung in unmittelbarer Nähe ist, darf trotzdem mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein paar dichtgestaffelte Höhenmeter auf seiner Fahrt nach Hause überwinden.
Das Lasten-Pedelec selbst hat eine zusammenschiebbare Ladefläche und könnte für Leerfahrten oder zum Abstellen verkürzt werden. Leerfahrten? Ja, eine Fahrt wird mindestens eine Leerfahrt sein, denn das Fahrzeug steht ja bei IKEA. Also mit dem Auto hin, oder mit dem Bus, oder mit dem eigenen Fahrrad, dort das Transportmittel gewechselt – und dann muss das ja wieder zurück. Verrückt.

Nette Idee… IKEA liefert auch.

Solide paranoide

Jedes Jahr bringe ich mal einen Artikel über das technische Rahmenwerk, in dem dieser Blog existiert. Da hat sich im letzten Jahr einiges verändert.

Willkommen auf dem 693. Beitrag dieses Blogs

32 Kartenpfade, 693 Beiträge, 1.703 Bilder und 3.523 gesetzte Text-Links
das ist es von meiner Seite aus. Und dann gibt es ja noch die andere Seite – Deine.

Und wo ich grade die Domain für mein PIWIK umgestellt habe, kann ich auch gleich die Tracking-Ergebnisse veröffentlichen:
Bitte schön:
hier der anonyme Zugang zu den anonym erhobenen Daten.

Aber nun der Blick auf die erweiterten Einstellungen der Seite: Weiterlesen

Mobile Fahrradgaragen

Dieser Hänger ist mein Aufhänger für diesen Artikel – steht der doch an meinem derzeitig bevorzugten Weg zur Arbeit rum, und lässt meine Gedanken schweifen.

Auch hier beim Velotaxi das gleiche Phänomen – Fahrräder als Produktionsmittel von Francisenehmern – zu sperrig um irgendwo günstig gelagert zu werden, zu immobil, um schnell am Point-of-Sale zu sein. Lösung: Zwischenlagerung in abschließbaren Kofferanhängern für PKW.

bueffee

Das ist auch ein Kofferanhänger, der schon im Grenzgebiet von Nordstadt und Ölberg steht. Könnte ja mal ausgeliehen werden und direkt auf dem Ölberg abgestellt werden – als Fahrradgarage auf Probe.

Das Bürgerbudget Wuppertal hat auch noch eine weitere Initiative mit Fahrradbezug ans Licht gebracht:

Fahrradgaragen für den Ölberg.

Und ich dachte mir: Garagen gibt es da doch wohl ausreichend ….

Autofahrenden die Parkplätze wegnehmen – nehmt denen lieber den Plunder aus den Garagen und seht zu, dass die ihre Blechbüchse da auch reinstellen! Oh – die passen gar nicht mehr. Die Autos sind zu fett geworden, um mit ihrem Lenkradius in die Durchfahrt (Löf) zu passen und in die Garagen so reinzufahren, dass noch jemand aussteigen könnte … Bleiben die halt draußen auf der Fahrbahn.

Ich habe ja gut reden, meine Lösung hält schon über ein Jahr und hat nur 100 € gekostet. Winkelset beim Baumarkt, eine Handvoll Dachlatten und das Teuerste waren die Well-Plexiglas-Platten die nun schmuddelig aussehen, aber ich könnte ja mal putzen .. vandalensicher ist anders, aber wenn mal der Gas-, Abwasser– oder Heu-Wagen kommt, kann das Dingen schnell weggetragen werden.

Ansonsten habe ich jetzt morgens ein taufreies Fahrrad. Das heißt nicht, dass es nicht beschissen würde. Aber das ist ein anderer Beitrag ;-)

Schleichwege zur Bergischen Universität Wuppertal – Campus Grifflenberg

Der Hauptcampus der Bergischen Universität Wuppertal liegt mitten am Hang – an der südlichen Talflanke des Wuppertals. Es war 1970 die letzte unbebaute innerstädtische Fläche, als die Bildungsinitative NRWs – von SPD und FDP getragen – für die geplanten Gesamthochschule Standorte suchte.
Schreiners Wiese war nicht ohne Grund eine unbebaute Fläche. Nordhang, bescheidener Baugrund (Lehmiger Schluff) und übersäht mit Bombenkratern, die für die Schlittenfahrten noch die richtigen Sprungschanzen bildeten. Außerdem war teilweise das Gelände mit dem Trümmerschutt der Südstadt, der bei den Bombardierungen Wuppertals entstand, angeschüttet. Wer es nicht glaubt, dass die Gebäude rutschen, darf im Kern zwischen den Gebäudeteilen O und P mal nach neuen Fliesen schauen. Das Parkhaus A bremst die Talfahrt nun wie ein Prellbock.
Apropos Parkhaus, die Parksituation war kurz nach der Eröffnung wohl schon unbefriedigend.

Und weil ich die Möglichkeit mit dem eigenen Auto zum Campus Grifflenberg zu kommen für die schlechteste halte, beschäftige ich mich mit der aus meiner Sicht günstigsten Variante für Mitarbeitende: der Anfahrt mit einem eigenen Pedelec.

Klick auf die Titel um die Overlays auf der Karte sichtbar zu machen

⤴ vom Robert-Daum-Platz direkt hoch zur Grifflenburg
⤵ von der Grifflenburg nach Barmen
⤵ während der Sperrung des Döppersberg zur östlichen Seite des Döppersberg
⤵ während der Sperrung des Döppersberg zur westlichen Seite des Döppersberg
⤴ vom Ölberg zum Campus Grifflenberg
⤴ Variante vom Ölberg zum Campus Grifflenberg
⤴ vom Arrenberg zum Campus Grifflenberg
⤴ Vom Sonnborner Ufer zum Campus Grifflenberg
⤴ BONUS-TRACK: kurz & knackig von Osten kommend
Generiere den Link zur Karte mit ausgewählten Overlays und angezeigtem Ausschnitt

In dieser Karte werden die Wege, die ich zur Bergischen Universität mit dem Fahrrad benutze, zusammengestellt. Da ich schon über einen gewissen Zeitraum mich mit der Thematik auseinandersetze, sind ein paar Routenvorschläge schon etwas veraltet, aber für Weg-Variationen habe ich immer etwas übrig. Zumal die besten Routen für das Hoch- und Hinabfahren sich deutlich unterscheiden können. Auch welches Gebäude auf welcher Ebene angefahren werden soll – ME02, P05, B06, N08, M10, I13 hat Auswirkung auf die Routenwahl.

Die genannten Zugänge sind fast alle „ebenerdig“ allerdings – es sind bis zu 11 Stockwerke Unterschied zwischen den Zugängen auf dem einen Campus! – ein bisschen kann faul getrickst werden, wenn im Parkhaus A oder B das Rad mit in den Lift und auf Ebene 5 oder 8 gehoben wird – aber Multimodalität brauche ich auf meinem täglichen Weg nicht. Weder will ich darauf angewiesen sein, mein Rad im Bus mitzunehmen, oder sogar, dass ich absteigen und es schieben müsste. Ja, ich komme mit einem normalen Fahrrad die Berge hier hoch, aber danach kann ich mich auswringen, wenn ich die gleiche Zeit wie mit dem Pedelec versuche zu erreichen. Und ich will nicht 10 Minuten länger brauchen müssen, weil 120 Höhenmeter von der Talsohle bis I13 steinhart zu überwinden sind.

Den Hauch einer Chance für eine Fahrradstadt hätte es tatsächlich mit den Studierenden als Motor gegeben, wenn es in den 1990er Jahren etwas Weitsicht und Mittel gegeben hätte. So hätte man auf dem in der Zeit stillgelegten Steinbecker Rangierbahnhof nicht die „Steinbecker Meile“ anlegen können und anstatt  € 400.000.000 für die sukesszive Sanierung des Gebäudekomplex am Grifflenberg dort – nahe der Talsohle (147 m über NHN) – einen kompletten Neubau hinstellen sollen.
Stattdessen wurde auf der südlichen Hochebene (330 m über NHN) eine Kaserne zu einem weiteren Campus umgewidmet, mit großem Parkplatz und einzelnen Radabstellanlagen für 2-4 Rädern die selten genutzt sind.