Neue Buchse und Briede

Zerbrochenes Fahrradteil

Eine auf Zug gebrochene „Briede“ (Lenkerhalterung)

Messingbuches mit Verschleiss im Gepäckträger

Das ist die obere der beiden Messingbuchsen (je € 21,90) an dem 105-€-teuren Gepäckträger mit sichtbarem Nutzungsspuren

Das hinten angehängte Kind konnte auf einmal etwas wackeln. Nichts gegen das hier, aber wackeln.

Nach fest kommt eben ab. Bei der letzten Lenkerverstellung habe ich wohl die Schrauben zu fest angezogen – oder das Material hat sich einfach so von seiner Festigkeit verabschiedet… Somit habe ich dann beim Hersteller das Teil nachbestellt. Und wo ich grade dabei war, auch die Buchsen, die als Verschleiß konzipiert sind. Die Preise sind auf Nachfrage erhältlich und heftig.

Als ich dann für meine Vorkassen-Überweisung die IBAN aus der angehängten PDF-Datei kopieren wollte, stellte ich fest, dass die Rechung nach Ausdruck händisch eingescannt und keinem OCR-Programm zum Fraß vorgeworfen wurde – ich dementsprechend nicht via Copy-and-Paste an die Zahlenkolonne drankam – das lässt sich bestimmt noch optimieren – am Produkt selbst wenig.
Und doch fährt so das schlechte Gewissen mit, eigentlich nur ein Eltern-Taxi in Grün zu sein. Aber bei 5km Anfahrt zum nächsten Kindergarten vielleicht noch verzeihlich. Immerhin ist das vorletzte so transportierte Kind zum Radfahren im Allgemeinen und Pedelec im Speziellen bisher recht positiv eingestellt. Was ich von manchen motorisiert unterwegs Seienden nicht sagen kann, die mich entrüstet auf die Tatsache aufmerksam zu meinen machen zu müssen: Sie können doch nicht mit einem Kind durch diesen Verkehr in der Stadt fahren! Doch. Ich kann und tu es auch.

Pedelec-Verleih in Wuppertal


iFrame-Quelle: https://www.yumpu.com/s/V75lSWXykJwsKMU6

Als sigo.green mir im Sommer letzten Jahres ihr Verleih-Vorhaben nach einer Transformations-Tandem-Veranstaltung in der CityKirche präsentierten, baten sie mich, dass ich über ihr Vorhaben erstmal nichts veröffentliche. Nun, an diese Bitte fühle ich mich seit dem obigen Artikel in der Ausgabe 03/2017 von „der Bergische Unternehmer“ nicht mehr gebunden.
Schon damals hatte ich Radup! dein Campus-E-Bike im Hinterkopf und habe diese Form des Wanderrades ihnen wiederum präsentiert. Ob das denn nicht konkurrieren würde?!
Meine Antwort damals wie heute: Nein.
Radup! bereitet den Boden für einen möglicher Weise sogar kommerziell erfolgreichen Pedelec-Verleih. Weil Radup! das Potential zum Eisbrecher hat – weil es dem Konzept nach neue Nutzergruppe mit persönlicher Ansprache erschließt. Und: Radup! muss sich nicht um feste (Auflade-)Stationen kümmern. Im engen Wuppertal ebene Stellflächen zu finden, ohne bestehende Auto-Parkplätze zu vernichten, halte ich für wirklich schwierig – oder teuer – oder beides.
Radup! hat aber nur einen geschlossenen Nutzerkreis, eine geringe Anzahl von Rädern und keinen sofortigen Verfügbarkeitsanspruch – (hier nochmal die Zusammenfassung und Stand 03/2016 oder da, oder da.).
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Linz

Modal-Split ausgewählter österreichischer Städte

Modal-Split ausgewählter österreichischer Städte (Quelle) in Anlehnung an diese Grafik deutscher Städte

In Donau-Nähe Radwege und Haltgriffe an Ampelmasten

Noch nicht fest verankert, aber schon genutzt…

Tu felix Austria. In Österreich ist es legal, 600 Watt elektrisch in ein Fahrrad zu stecken – und es bleibt juristisch ein Fahrrad. In Österreich gibt es wohl mehr Berge und damit verbunden auch Steigungen. Da kann manch ein Lastenradler hierzulande nur leise wimmern – oder manipulieren. 250 Watt sind nicht ausreichend, hier in Wuppertal ernsthaft Lasten die Hänge hoch bewegen zu wollen. Aber bevor ich mich wiederhole, könnte daraus ja eine Initiative erwachsen, mehr Watt legal auf die Kette zu kriegen.

Linz selbst hat, trotz ebensolcher Donautal-Lage, nicht die gleiche Fahrradkultur wie Regensburg. Im Modalsplit werden nur 7% der Wege auf dem Rad bewältigt. Das ist immerhin fast 5-mal mehr als bei der letzten offiziellen Zählung in Wuppertal 2011.

Das könnte natürlich nicht nur an den naturräumlichen Gegebenheiten liegen, sondern auch mit der Industrialisierung mit Schwerpunkt auf Zulieferer der Automobilindustrie – etwas was in Regensburg fehlt. Von der Lederhose zum Laptop geht es halt deutlich einfacher, wenn keine Struktur zum Wandeln da ist. Und in Beton und in (Beton-)Köpfe gegossene (Verkehrsinfra-)Strukturen gibt es in Wuppertal reichlich.
Aber auch in Linz ist die Fixierung auf das Auto ähnlich:

Alles, was länger ist wie das Auto, wird gefahren.

Patrick G. (28) aus Linz

Interview Gerald (61)

Über Geralds Fahrrad stolperte ich beim Einkauf in der Wuppertaler City. Erstens gibt es da kaum andere Fahrräder, zum anderen: so ein selbstkonfiguriertes Pedelec (so wie mein eigenes) ist doch recht auffällig. Bei näherer Inspektion musste ich laut auflachen, da auf einem kleinen Schildchen eine Telefonnummer stand und ein Name, den ich beim letzten Interview schon gehört hatte: Gerald.
Also habe ich ihn angerufen, einen Termin ausgemacht und wir haben über Pedelecs und speziell Pedelecs in Wuppertal bei ihm zu Hause auf dem Küllenhahn gefachsimpelt.

Die Sambatrasse ist ja ganz schön langweilig. Wald – Kurve – Wald …

Die Sambatrasse ist nicht langweilig, wenn ich da mit einem schnellen E-Bike mit 25 km/h hochfahre.

Sag mal, ist das eigentlich ein 500-Watt Motor in deinem Vorderrad?

Ja, zu meinem 50. habe ich mir bei Hans-Arnold einen Mountain-Bike-Rahmen gekauft. In den haben wir dann einen 500-Watt Motor eingebaut.
Mit einem Fahrrad ist die Talsohle im Sommer ja kein Thema. Aber beim Runterfahren will ich ja nicht totfrieren und oder bergauf nicht im Regenzeug schwitzen.  Weiterlesen

Warum Edelstahlschrauben?

Abgescherte Schraube im Gewindegang eines Fahrradrahmens

Abgescherte Schraube im Gewindegang eines Fahrradrahmens

Ausfallende mit ausgebohrter Schraube

Schraube mit einem 3, 3,5, und 4mm-Bohrer ausgebohrt

Von der anderen Seite eingedrehte Schraube

Von der anderen Seite eingedrehte Schraube

Mein Aluminium-Rahmen hat einen Gepäckträger montiert, der letzthin schief aussah. So schief, dass ich das nicht nur auf die Tatsache schieben konnte, das ich Linksträger sei, also die Tasche mit meinen Habseligkeiten immer links befestige. Nein, hier musste ein größerer Schaden vorliegen.

Ja. War dann auch eine echt ärgerliche Sache: die Schraube, die das linke Bein des Gepäckträgers am Rahmen fixiert, war abgeschert. Und eine harte Stahlschraube in einem weichen Aluminiumrahmen in situ auszubohren ist nichts für schwache Nerven. Aber zum Glück war die Schraube eine Edelstahlschraube. Die sind etwas weicher vom Material und vor allem gehen sie mit dem Aluminiumrahmen nicht eine
endfeste Kaltverschweißung ein.

So konnte ich dann die ersten Bohrungen mit einem 3 und 3,5 mm Stahlbohrer per Dremel freihändig durch den Schraubenstumpf niederbringen. Die letzte Bohrung – weitgehend ohne den Gewindegang im Rahmen zu verletzen, mit einem 4mm Bohrer, den ich dann im Akkuschrauber eingespannt hatte, weil das Bohrfutter des Dremels dafür schon zu zierlich ist.

Zum Glück war die Schraube zu kurz gewesen, so dass sie nicht vollständig im Gewindegang des Ausfallendes war, sondern ich von der Radseite eine weitere Schraube eindrehen konnte, um die Reste der Schraube aus dem Innengewinde herauszuschieben.