Debugging am Vorderlicht

Vordere Lampe an einem Fahrrad

Nicht leuchtende Lampe mit Halogenleuchtmittel – vermutlich späte 90er Jahre

beschädigte Kabelisolierung

beschädigte Kabelisolierung und korridierte Ader

Nabendynamo

Dann doch defekter Nabendynamo

Die Lampe leuchtet nicht mehr! Ein neuer Fall von SUPER-PAPS RETTET DIE WELT™

Ja, hat sich was. Fest stand: Lampe am Kinderrad leuchtet bei keinem Schalterzustand auf, wenn das Rad mit dem Nabendynamo sich dreht. Busch und Müller bau(t)en ja auch Lampen, die je nach Umgebungslichtbedingungen schalteten. Nein, diesmal war es nicht die Schalterstellung. Ok, was gibt es noch … in erster Linie das Leuchtmittel. Der Ausbau war jetzt relativ einfach, das Testen, ob die Birne noch taugt, nicht. Multimeter mit Wackelkontakt im Stecker – ich mag dich nicht. Birnchen kaputt, aber kein ebensolches Halogen-Leuchtmittel am Start – also: Lampe tauschen. Gebrauchte LED-Lampe funktioniert? LED-Lampe funktioniert. Lampe getauscht. In das Gehäuse der „neuen“ Lampe führt ein zweiadriges Kabel, 5 cm vor dem Gehäuse war es abgekniffen. Gut: Kabel abisoliert, Kabelquetschverbindungen aufgeklemmt. Leuchtet es? Nein, es leuchtet nicht. Nächster Schritt – ist der Stecker in Ordnung? Kabel im Stecker etwas oxidiert, abgekniffen und abisoliert, Stecker neu gesteckt, Rad gedreht – Dunkelheit.

Ok … Kabel kontrolliert, Kabel durchgerieben, Kabel getauscht. Rad gedreht – Dunkelheit. AAHHHHH.

Mit dem Multimeter stand ich eh schon auf Kriegsfuss – also her mit einem baugleichen Nabendynamo um einen kaputten Nabendynamo ausschließen zu können: Nein, der Nabendynamo ist tatsächlich kaputt.

 

Würzburg

Fahrradstellplatz vor dem Hauptbahnhof in Würzburg

So viel Platz steht auf der ganzen Wuppertaler Talsohle nicht für Fahrradständer zur Verfügung wie vor dem Hauptbahnhof in Würzburg –

Fahrradparken in überdachten Ständern

und in Würzburg wird noch einen Schritt weitergegangen und die Räder sogar entfernt vom Bahnhof gestapelt

Lieferwagen auf Radweg

Das ist so drin … geparkt wird auf dem Radweg

Meine Fahrt von Wien führte mich in eine Stadt, die sich die Eltern eines Schwagers für die Jahre ihres Lebensabends ausgesucht hatten. Sie sind nach Würzburg gezogen – das ist noch nicht so krass wie ab dem Moment des Renteneintritts direkt ohne familiären Bezug nach Ungarn zu verziehen, wie es die Eltern einer Klassenkameradin taten, aber – ich denke, sie taten das wohlüberlegt.

Nun ist Würzburg ja jetzt nicht nur für Rentner*innen da, sondern auch für Student*innen, die einen traumhaft ebenen Campus … auf dem Hochplateau nebenan vorfinden. Dass da für das Fahrrad ein Weg hin aus dem Maintal hinauf gebahnt worden ist, kann ich bestätigen, nur die Auslastung war nicht so hoch, dass nicht Handwerker auf die Idee kommen konnten, dort ihr Fahrzeug klassisch abzustellen. Ich bin lieber durch die Weinberge hoch wie runter gefahren, aber ich bin ja auch Gefälle gewohnt – allerdings sollten die omnipräsenten Weinberge nicht als Down-Hill-Strecken angesehen werden – sagte mir ein Eingeborener…

Die Eingeborenen versuchen auch die Verkehrswende zu stemmen und die Stadtverwaltung spricht von der Steigerung des Radverkehrs von 9 % auf 15 % am Modal Split bis 2020 – und das 2012. In der Veröffentlichung findet sich auch die Formulierung „Anteil des Umweltverbundes am inner- städtischen Modal-Split bis 2030 auf 80% zu erhöhen“. Von einem Umweltverbund war in Veröffentlichungen der Stadt Wuppertal 2012 noch nichts zu lesen. Mal sehen, welchen Anteil die Würzburger Radfahrer*innen in diesem Jahr im Modal Split erreichen werden. Bis zur „Fahrradstadt Wuppertal“ sind ja noch 5 Jahre Zeit.

Blue Jeans: Levi’s 501 & 502

Schlossfalle an einem Mini-El

Diese Schlossfalle für die Plexiglas-Haube des Mini-El-City läd ein sie zu übersehen …

Loch in Jeans

… als ich mich auf das Heck des Mini-Els setzte

Gerissener Jeans-Stoff

… und in der Disco macht es einfach >krch<

Inzwischen lese ich auf Twitter häufiger „Oh, meine Hose verschleißt beim Radfahren.“ Und ich denke mir so: „Das hätte ich dir auch vorher sagen können.“ Verlinke aber nicht diesen Artikel aus  Mai 2014, da es mir so vorkommt, als ob heutige Hosen diesen Zustand gar nicht mehr erreichen könnten. Gut, die klassische Nonkonformisten-Uniform ist eine 501, die früher von den Freundinnen immer mit Ausweitung vorne im Schritt getragen wurde, um zu zeigen, dass sie dem (eigenen) Freund abgezogen wurde – ja, das geht nun nicht mehr, dafür ist zuviel Elastan im Stoff. So viel Elastan, dass ich ein in die Tasche gestecktes Handy nicht mehr spüre, kein Mädel mehr diese Referenz ihrem Freund erweisen kann und mir vermutlich in 10 Kilogramm auch noch die Größe 33/34 passen wird. Würde – wenn die Hose denn so lange hielte.
Ich habe mir zeitgleich Anfang letzten Jahres im lokalen Einzelhandel sowohl ein Levis 501 wie auch eine 502 gekauft. In der Hoffnung, oder weil ich davon ausging, damit recht hohe Qualität einzukaufen. Quark! Die 501 habe ich dadurch geschädigt, dass ich mich auf das Heck des Mini-Els gesetzt habe – unachtsamer Weise auf die Schlossfalle der Haube – und der Stoff sofort nachgegeben hat und ich das Dingen im Hintern stecken hatte. Etwas mehr Vorwarnzeit hätte ich jetzt schon erwartet. Der Knaller war allerdings als ich in einer Disco tanzte und die 502 bei einer Bewegung im Schritt komplett nachgegeben hat. Hey! Baumwolle soll eine höhere Nassreißfestigkeit als Trockenreißfestigkeit haben – da hätte jetzt mein Schweiß schon zu einem festeren Faserverbund führen sollen. WAS SOLL DIE SCHEIẞE? Ist das design-to-cost? Das ist doch nicht nachhaltig! Ich kauf diese Marke einfach nicht mehr.

Wird langfaserige Baumwolle noch irgendwo zu Kleidung verarbeitet? Muss ich auf Komplett-Lycra für das Radfahren umsteigen? Auch Paul reibt sich im Schritt auf.

 

Gescheitertes Mobilitätskonzept 7: Mini-El City – 36 Volt

War das jetzt überraschend? Es gibt nicht so viele davon – manche habe ich dennoch in Wuppertal schon gesehen, auch hatte Gerald welche vertrieben, aber so richtig der Knaller schienen die Dinger ja nicht gewesen zu sein. Ich habe mich gefragt: warum? – und am Besten: ich probiere es selber aus – ich liebe das Lernen aus Schmerz … oder so.

Aufgeklapptes City-El

„So mein Sohn: in einem halben Jahr darfst du das fahren!“ „Na, ganz toll, Papa – ganz toll“

Mini-El City

Das dreirädrige Leichtfahrzeug mit Elektroantrieb ist ein Kind der 1980er Jahre. Ein Mensch (mit 1,80 m Körperhöhe sitze ich bequem darin) wird mit ein bisschen Gepäck (Ablagefläche im Kofferraum darf 38 kg tragen) trocken von A nach B gebracht. Vorrausgesetzt: es ist flach da draußen – dazu später mehr. Weiterlesen

Adventskalender 2019 – Großes Finale


Liebling, ich hab Dir da mal was mitgebracht. Ein Dingi für das Dickschiff mit den Zurrösen im Boden

Ich liebe Dich! Aber musst Du wirklich JEDES gescheiterte Mobilitätskonzept der letzten 30 Jahre hier anschleppen?


Meine Frau

Ja nun. Die Testergebnisse des Mini-El City kommen in der nächsten Woche.

Erfahrung mit dem Schwalbe Marathon 365 GT

Reifenspuren im Neuschnee

Winterreifen

Dreckiges Schutzblech

Schutzbleche müssen in Breite und Entfernung angepasst werden

Nur wer Lotto spielt, kann im Lotto gewinnen. Also habe ich auf die Aufforderung im November 2018 Newsletter von TWC mal an den personalisierten Vertrieb eines großen Fahrradreifenherstellers geschrieben, dass ich total geeignet wäre, einen solchen Reifen mal zu testen. Ok, ich entspreche nicht dem Ideal eines Bloggers, dafür schreibe ich nicht gefällig genug und pfeife auf suchmaschinenoptimierte Begrifflichkeiten – aber was solls, meine Motivation ist ja eh selbstreferenziell.

Ok: hier nun die Wertungen der Testfahrer nach einem Jahr Nutzung:

Das Profil reißt mehr Dreck hoch.

Kind 1 auf Zwergziege

Die sind schmaler oder?
Ganz ok.

Kind 2 auf Mighty Mint

Was soll ich da noch zufügen?