Ständer-Stories

Vielleicht eine neue Reihe? Da ich jetzt im 4. Jahr mein Fahrrad an den immergleichen Ständer stelle, verändert sich nicht der Ständer, oder mein Rad, sondern vielmehr die Räder, die sonst noch an diesen Ständer abgestellt werden. Technische Besonderheiten fallen mir da natürlich sofort auf. Für einen eigenen Beitrag ist die Grundlage zu dürftig, also stelle ich sie mal so zusammen:

Klappradtuning

Angeschraubte Cantilever-Sockel mit verbauter V-Brake mit Brake-Booster

EIn Klapprad mit aufwändiger Verzögerungsmechanik. Ich glaube, dass ein Rücktritt im Hinterrad hier ein baujahrgerechte Ausstattung gewesen gewesen wäre. Stattdessen ist hier eine 5-Gang-Schaltung ohne Rollenbremse montiert. Dafür wurden an den Rahmen Sockel für modernere Seilzugbremsen geschraubt – und  gekrönt von einem gefrästem und rot eloxierten Aluminiumblock, der dafür sorgt, dass beim Bremsen nicht allzu sehr die Sattelstreben auseinanderstreben.

Schmutzige weiße Reifen

Der Grund weisse Bremsklötze zu benutzen – oder schwarze Reifen

Böse Falle. Fahrrad wegen den chicen weiße Reifen gekauft – und dann den Fehler gemacht und bei Regen das Rad gefahren. Da helfen auch keine Schutzbleche. Der Abrieb der Bremsklötze ist sichtbar und versaut die Optik. Es gibt auch rosa eingefärbte Bremsklötze.

Mofa in Fahrradständer

Ich bin ein Fahrrad. IN WUPPERTAL GELTE ICH ALS FAHRRAD!  – Menno!

Leute gibt’s …
 

SchutzBLECH – 2. Teil

Kaputtes Fahrradteil

Kaputt – hat das Dingen eigentlich einen Namen?

Löcher in Schutzblech von unten

Löcher freihändig bohren – eine Kneifzange mit rechteckigem Abdruck wäre hübscher

Schutzblech mit Kabelbindern fixiert

Kabelbinder – fertig!

Der zweite Teil zur Reihe: SchutzBLECH, weil mein Schutzblech in zwei Teilen war. Einer hing noch an der Querverbindung zwischen den beiden Sattelstreben, das andere noch in sich zusammen. Immerhin.

Die Kräfte waren anscheinend zu groß für das Dingen ohne Namen, das von oben auf Schutzbleche geklemmt wird und die Möglichkeit bietet, mit einer Schraube (in die mir auch unbekannt zu benennende Strebe) fixiert zu werden. Wäre die „Bohrung“ oder die Gewindehülse 90° Grad (deg)  gekippt nach unten zeigend in den Rahmen gesetzt worden, hätte ich nicht das Problem, sondern ein anderes: WIE BEFESTIGE ICH EIN BELIEBIGES SCHUTZBLECH AN EINEM BELIEBIGEN RAHMEN?

Spoiler: trivial ist es nicht, und es zu tun kann Nerven und Zeit kosten. Schutzbleche sind obligatorisch an einem Fahrrad im Ganzjahresbetrieb mit dem Anspruch die Kleidung nach der Fahrt nicht wechseln zu wollen.

Die gewählte Lösung ist weder optisch noch von der Haltbarkeit her der Weisheit letzter Schluss, aber wie ich rechteckige Löcher mit gefalzten Rändern in ein Schutzblech bekomme, ohne es auszubauen, ist mir auch schleierhaft.

Immerhin ist durch diese Lösung die Geräuschkulisse des scheppernden Bleches deutlich reduziert worden. Aber das war ja eigentlich das Schöne …

Was so ein Schaltwerk alles aushält

Abgefallene Rolle an einem Schaltwerk

7. Dezember – eine Rolle steigt aus -und liegt auf der Straße

Verbogenes Schaltwerk

26. Januar – Schaltwerk wird einmal um das Ritzelpaket gezogen –  früh genug bemerkt und wieder gerichtet

Ausgebautes, verbogenes Schaltwerk

29. Januar – der Sohn tritt durch

Einen hab ich noch. Passend zur Jahreszeit – ein Schaden an meinem Ganzjahres – und somit auch Winterfahrrad. Aus dem preisgünstigen „Acera“-Schaltwerk verabschiedete sich das obere Spannrad. Alles easy, der Händler war in Laufweite und konnte mir einen 3mm-Innensechskant nach kurzer Diskussion (ja, ich brauchte wirklich 3mm…) das passende Werkzeug geben. Irgendwas war also doof mit dem Schaltwerk – nur was, war mir egal, dann pass ich halt auf, wenn ich auf das größte Ritzel die Kette auflege.

Naja, ich schon, mein Sohn, dem ich das Rad für Besorgungen auslieh, weil es das einzige mit Spikes auf beiden Reifen ist … kam ungefähr 500m weit durch den Schnee damit. Bis zum ersten Mal nach unten schalten halt.

Das nachgekaufte Schaltauge brach nicht, sondern verformte sich  – und eine Halteschraube am Rahmen gleich mit. Das Material des Schaltauges könnte etwas zu zäh sein – für meinen Geschmack. Der Rest des Schaltwerkes wickelte sich zwischen Speichen und Ritzelpaket und konnte nur destruktiv entfernt werden.

Ey, ich bau mir ein Winterrad … dann ist Winter … und jetzt steht es rum. Ob ich noch mal etwas zum Ausleihen bereitstelle?

BLOGPAUSE auf westrad.de

Seit meinem 500-Beitrag-Blog-Jubiläum sind jetzt über 1.000 Tage und 250 Beiträge vergangen. Dabei habe ich mir den Beweis erbracht durchaus bei einem Meta-Thema „Fahrrad“ bleiben zu können und dass – mit einer von anderen uneingeforderten Regelmäßigkeit – montags Morgens um 7:00 ein neuer Beitrag abrufbar ist. Ein Beitrag braucht dabei in der initialen Erstellung etwa 3 Stunden. Dann zieht er tagelang und wird bis zu 10 Feinschliffen unterzogen. Im Vorlauf sind dabei immer so etwa drei bis vier Beiträge. Daher sind die Bilder manchmal schon mehrere Wochen alt.

Aber ich habe mir noch ein paar andere Hobbies im Leben eingefangen ;-)

Jetzt werde ich mich in der „Sauren-Gurken-Zeit für Fahrräder“ um ein 850.000-€-Projekt kümmern:

https://dorfkirche-schoeller.de

Oder um das low-budget-Projekt:

https://radup-wuppertal.de

Oder das unbezifferbare Projekt mit einer Antwort auf die Frage:
Wie meinst Du lassen sich Menschen für das Pedelecfahren ködern?

https://bikerbase-bergischland.de  (unregistriert)

– das Bewertungsportal für Zweiradfahrer im Bergischen Land. Wer zwei Räder unter sich hat, darf sich mit ihren/seinen Vorlieben präsentieren. Mit viel Raum für Selbstdarstellung  – Zweiradfahrerende sollen zeigen, was sie haben!* Gleichzeitig mit einem Feedback-Kanal aus der Community – allerdings noch unklar, ob als Facebook-App, als gutes altes Forum oder etwas ganz Neuem – ein paar Screens habe ich allerdings schon im Kopf um die Hedonisten und nicht die Ökos einzusammeln.

*Dank an Natascha**, die zwar ein Interview nicht freigegeben hat, aber gute Ideen müssen in die freie Wildbahn!
** Name geändert

27 Sekunden

Metallsaege, Kombizange

Aus der Werkzeugkiste des Kindergartens gegriffen

Screenshot der Stoppuhr von iOS

Hätte ich von Anfang an die Metallsäge benutzt, wäre es noch schneller gegangen

Langbeiniges Kind in Kinderanhänger

Unten links hängt der Rest vom Schloss – und im Hänger in den Gurten ein schlafendes, trockenes Kind

Wechselwäsche auf der Arbeit zu haben hat Vorteile bei Regenwetter. Wenn nicht gleichzeitig andere Prinzipien vernachlässigt würden – aber es gibt für den Fall der Fälle ja immer noch die Werkzeugkiste oben im Schrank im Kindergarten.

Aber langsam: Es regnete, Ersatzhose eingepackt – da es absehbar war, auch mit Regenhose nass zu werden – mit Anhänger statt mit Trailerbike gefahren, Anhängsel am Kindergarten abgeschlossen, zur Arbeitsstelle gefahren, dort die Hose gewechselt und die nasse über die Heizung gehängt und hängen gelassen. Fehler. In der Hosentasche war der Schlüssel für das billige Baumarktschloss, das sich mit gut-zu-Reden nicht öffnen ließ. Das Zahlenschloss hatte ich nicht auf die Schnelle gefunden. Also, die pädagogischen Fachkräfte (diese werden seit letztem Jahr gesiezt und mit Nachnamen angesprochen) um Mittel zur Öffnung gebeten und tatsächlich gab es Kombizangen und eine Metallsäge.

27 Sekunden später hat das Schloss aufgegeben.

Aber die Diskussion über das Abschließen von Eigentum im öffentlichen Raum ist ja schon was älter:

Ein Mann kommt zu Mohammed und fragte ihn: „Soll ich mein Kamel überhaupt anbinden, wenn ich doch auf Gott vertraue?“
Er antwortete: „Binde dein Kamel an und vertraue dann auf Gott.“
Quelle

Ich entlaste Städte – auch Wuppertal

Jüngling hinter Lastenrad mit Pappkarton in der Hand

Könnte so schön sein. Pressefoto. Bildquelle „DLR“

Zettel am Whiteboard

In der ersten Euphorie unterschriebene Einwilligungserklärungen in die Datenerfassung und Verarbeitung der poteniellen Fahrer

Offene Tür zu einem ansonsten verschlossenen Raum

Dieser Raum an der Bergischen Universität ist frei, weil er keine Nummer hat und damit auch nicht zuordnenbar ist – somit also quasi nicht existent ist.

Hurra, das DLR sucht Testpiloten für Lastenräder. Also habe ich einen Antrag gestellt (kenn ich mich mit aus) und direkt mal 2 Lastenräder für meine zentrale Einrichtung bestellt. Gut, war jetzt etwas proaktiv, musste mal hier und da ein bisschen Wogen glätten und Gemüter beruhigen, aber im Anschluss daran hatte ich die Finanzierung hausintern stehen und wartete auf einen Anruf. Der kam 2 Wochen später und ich habe mich wie Bolle gefreut.
Bestellt hatte ich ein „Lieferbike“ das eventuell sogar in die Aufzüge gepasst hätte, und ein „Long John“ um mal eben zum Haspel oder Freudenberg mit größeren elektronischen Equipment keinen Parkplatz suchen zu müssen.
Intern habe ich schon mal die Einverständniserklärungen der potentiell Fahrenden für die Datenverarbeitung eingesammelt – und beim betreffenden Telefonat das „Lieferbike“ mit seiner 7-Gang-Schaltung als nicht wuppertaltauglich disqualifiziert.

Qualifiziert für die Ausleihe hätte mein Vorhaben: eine Abstellmöglichkeit an der Arbeitsstelle, die ausreichend geschützt für die Sicherungsdefinition der Versicherung gewesen wäre.
Das hat dem Vorhaben dann das Genick gebrochen.

Denn einen solchen Raum gibt es derzeit nicht an der Bergischen Universität Campus Grifflenberg. Ich bin mit einem wohlgesonnenen Kollegen aus dem Baudezernat über den Campus gezogen und wir haben wirklich okkulte Räumlichkeiten in Augenschein genommen – aber außer den Streusalzlagern der Hausmeister gibt es keine ebenerdigen Räume, die ausgebaut genug sind, um ein Rad direkt bei Licht anzuketten und den Akku nachfüllen zu können.
Schade. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
Vielleicht auch mal die versprochene Downloadmöglichkeit beim Drittmittelgeber der Auswertung der Mobilitätsumfrage von vor 2 Jahren – sonst muss ich hier noch auf meine mir inoffiziell zugespielten Dateien zurückgreifen…