Mal wieder wen am Fahrradständer angequatscht

Ich habe relativ wenig Hemmungen, wildfremde Leute anzuquatschen – vor allem, wenn Sie ein Fahrrad bewegen.

Hallo, wie ich sehe, fahren Sie ja auch jeden Tag mit dem Pedelec.

Ist ein E-Bike.

Oh, ohne die 25 km/h-Grenze?

Dann wäre es ja ein Pedelec.

Ne, andersrum – egal – aus welcher Motivation heraus haben Sie das Rad angeschafft?



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Rahmenakku – der 3.

Aufgebocktes Fahrrad

Ein Rahmenakku! Kindersitz weg!

Rahmenakku in Miris Mighty Mint

Erster Versuch zu folieren – mit QR Code, damit „westrad“ gegooglet wird

Folierter Akku

Classy – HelveticaSchriftschnitt

Ich mag ja Interoperationalität. Standards. Austauschbare Teile. Bisher hatte ich das bei meinen Akkus über den Stromanschluss realisiert. So konnte ich durch die Verwendung eines Steckersystems unterschiedliche Stromquellen für mein Pedelec erschließen – ich würde auch einfach eine elektrische Heckenschere an meine vorhandenen Akkus hängen.
Nun hänge ich aber durch meine erstmalige Entscheidung für ein bestimmtes Akku-Modell an einem deutschen Händler. Gut, die Zellauffrischung, die bei dem Zuerstgekauften demnächst ansteht, lasse ich wieder bei jemand anderem machen. Aber jetzt kann ich jetzt die Akkus mit meinen Kindern durchtauschen.
Weil die Händler-Aufkleber so gar nicht meinen Gefallen finden und ich auf #MakePinkMaleAgain stehe, außerdem noch einen Folienplotter bedienen kann, habe ich einfach mal nicht die Nagelschere, sondern Vektoren bemüht „westrad“ als Schriftzug aus der Folie zu schneiden.

Rosa allerdings in einem roten Fahrradrahmen – davon waren doch erhebliche Teile meiner Familie nicht angetan.

Nun will mein Sohn auch so einen coolen Schriftzug haben. Was der auch immer haben will

Bei dem Aufräumen in meinem Rahmen habe ich direkt mal den Kindersitzhalter demontiert und den Controller von 2008 an einer anderen Stelle in Gaffa-Tape gewickelt. Manches bleibt.

CITYPANTA® – SingleSpeed-Pedelec

Oh, ich Altphilologe. Πάντα ῥεῖ war meine erste Assoziation, als ich Panta versuchte zu dechiffrieren. Nein, auch kein Panda, sondern die Großkatzenfamilie Panthera stand bei diesem Namen Pate. Einfallen lassen hat den sich ein Wuppertaler Student: Can Öcal.

Das besondere an diesem Rad ist, dass es auf den ersten Blick nicht nach einem Pedelec aussieht. Auf dem zweiten auch noch nicht – zu sehr wird der Akku gesucht. Der Akku steckt fest im Unterrohr und ist nicht besonders groß: nur 7Ah-Samsung-Zellen speisen den 36V-Hinterradnabenmotor mit Freilauf.
Dafür fällt dann bei einem weiteren Blick auf, dass auch alles andere nicht dran ist. Kein Schutzblech, kein Kettenschutz, keine Reflektoren und keine Schaltung. Diese Tatsache hat mich doch direkt zu einer Probefahrt bewegt, um zu testen, ob ich umsonst immer einen wahnsinnigen Aufwand für wuppertaltaugliche Schaltungen mache, oder ob es nicht 38-14 und 250 Watt im Hinterrad auch getan hätten.

Auf der Probefahrt versuchte mein Daumen häufiger Gänge runterzuschalten, um beim Anfahren nicht den Akku zu strapazieren. So ist seit Jahren mein eigener Controller konfiguriert: erst nach einer Sekunde setzt die Unterstützung in meinem Alltagsrad ein – das schont den Akku, da die große Lastspitze im Anfahrtsmoment nicht entsteht. Aber ohne Schaltung – Anfahren am Berg?  Es geht im Wiegetritt – und dank des phänomenal geringen Gewicht von nur 14 kg. Die 25 km/h-Grenze bemerkte ich daher auch kaum, das Rad lässt sich auch ununterstützt in der Ebene mit über 30 km/h fahren.

Das Rahmenkonzept und das Gewicht erinnerte mich an das Rad von Nico, der Preis hingegen eher an das, was ich für meines bezahlt habe. Ja, es gibt schönere Schweißnähte, es gibt leisere Bremsen und Motoren, aber dieses spontane Haben-Wollen in den Augen meines Sohnes hat mich doch etwas beunruhigt… ist die Optik doch kaufentscheidend?

T-Shirts mit Fahrradmotiven

Büste einer 42jährigen Nichtraucherin

T-Shirt mit rundem Ausschnitt und Fahrradmotiv im Siebdruckverfahren vor Zuschnitt

Baumwoll-T-Shirt

Spreadshirt Digitaldirektdruck nach 2 Jahren Waschmaschine

 

Auf Männer mit einem Spruch auf dem T-Shirt stehe ich ja überhaupt nicht, sagte sie und schenkte mir das T-Shirt mit dem zerlegten Rennrad zu Weihnachten. Fahrradmotive gibt es ja zahlreich – ob Lastenrad, Fahrradzubehör oder Werkzeug – auch für Kinder (das T-Shirt wurde natürlich schon weitervererbt). Ich trage trotz der Empfehlung Funktionswäsche zu tragen, Baumwoll-T-Shirts unter der Funktionsjacke. Da ich kaum schwitze, wenn mein Akku nicht ausnahmsweise mal versagt, lasse ich das T-Shirt dann auch auf der Arbeit an. Als MAMIL müsste ich mich ja ständig umziehen und weit mehr als einen Trockenraum auf der Arbeit fordern. Duschen – Umkleideräume … ach, gibt es schon. Na dann gibt es ja scheinbar überhaupt keinen Grund, nicht mit dem Fahrrad zum Campus Grifflenberg zu fahren. Wie? Doch? Ergo: Duschen sind irrelevant.

Upcycling – Weihnachten steht vor der Tür

Gürtel mit Gürtelschnalle aus upcycling parts

Was wird einem Radfahrer geschenkt? Irgendwas mit Fahrrad.

Handtuchhalter aus Holz mit Fahrradventilen

Gästeklo mit Handtuchhaltern aus Fahrradventilen

Bald ist wieder Weihnachten und alle fragen sich, was sie Radfahrenden schenken könnten. Irgendwas mit Fahrrad. Irgendwas ökiges, so mit Message – am besten upgecycled und schon ist die Welt wieder ein Stück besser.

Gehört das in dieses Radfahrenden-Biotop? Werden diese Accessories zur sozialen Distiktion gebraucht? Na gut, ich bin mal mit dem Rad zu einem Date gefahren – sie sah mein Rad – da hätte ich auch direkt wieder fahren können. Es wurde trotzdem ein netter Abend – aber geschenkt hat sie mir nichts. Dafür eine andere – einen Gürtel aus einer Reifendecke upgecycled – dabei wollte ich gar nichts von ihr.

Dann war ich doch froh, als ich auf dem Gästeklo einer Kölnerin diesen doch recht originellen Handtuchhalter sah. Gut, auch Lehrerin – die schenken sonst so Fahrrad-Cartoon-Bücher – oder T-shirts. T-Shirts gibt es dann nächste Woche hier zu sehen.

Mainz wie es stinkt und kracht

Lastenrad von GLS mit Kofferaufbau

Der Fortschritt … sieht für mich aus wie eine Schnecke … mit Häuschen

Ölflecken auf Verbundpflaster

Aus 4 PKW-Stellplätzen werden 24 Fahrradstellplätze – die Ölflecken bleiben.

Fahrräder liegen um Hinweistafel

Abstellsituation am Mainzer Hbf

Sorry, aber wo mit „mainzigartig“ Fahrradverleihsysteme beworben werden, wird das Kalauer-Niveau meiner Überschrift auch ausgehalten werden können.

Eigentlich stinkt ja jede Stadt nach Auto – und ist voll des Motorenlärms. Aber Mainz hat ein Plus von 8,4% beim Radverkehr von 2008 auf 2016 zu verzeichnen – auf 17% im Modalsplit. In der Kurzversion des Berichtes heißt es dann:

Das Fahrradvermietsystem MVGmeinRad ist offenbar ein fester Bestandteil im Verkehrsverhalten der Mainzerinnen und Mainzer geworden.

Da kann ich als Wuppertaler nur staunen. Dass der WSW es schaffen könnte auch nur einen Parkplatz für eine Fahrradausleihstation opfern lassen zu können – erscheint mir illusorisch.

Ein wenig tröstet mich ja doch die katastrophale Abstellsituation am Hauptbahnhof – aber auch das täuschte mich, denn es gibt in Wirklichkeit viel mehr Plätze. Die paar sichtbaren Räder erinnern eher an Wuppertal, als an Münster. Und auch die Möglichkeit einen Fahrradpavillion aufzustellen … traumhaft!

Ich hoffe, dass Mainz nicht einzigartig bleibt – und zum Glück ist „Keiner wie wir“ – wäre ja auch schade für den Rest.