Mein Streifraum

Mit dem Fahrrad zur Arbeit ist der Tenor dieses Blogs. Und in den letzten 6 Jahren bin ich immer häufiger mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Angefangen hat es 2010, als ich noch in der Hofaue in einer Agentur gearbeitet habe – und für mich wichtiger und für diesen Blog essentiell: mit einem Pedelec. Weiterlesen

Framing

„Sag mir irgendwas, aber nicht die Hauptstadt von Frankreich!“
„London!“
Das ist Framing. Hätte ja auch „Reißzwecke“ sagen können.

Wenn ich sagte: „Fahr mit dem Fahrrad zur Arbeit, nicht mit dem Auto!“, wo würdest Du mit dem Fahrrad herfahren?

Eben. Es gibt so viele tolle unerschlossene Nebenstrecken in Wuppertal, die auch Deinen Weg zur Arbeit bereichern können. Das „Hang-Barometer“ hast du nach ein paar Fahrten auch. Unbekannte Strecken werden dann nach erreichten Höhenmetern bewertet, an Dir fremden Kreuzungen und Abzweigungen entscheidest Du nach dem Gefälle der in etwa in Deine Zielrichtung führenden Straße. Umwege erhöhen die Ortskenntnis. Nicht nur, aber grade in Wuppertal ist das viel entspannter, wenn Dein Fahrrad einen Motor hat.

Es ist Deine Lebenszeit, die Du mit dem Pendeln zur Arbeit verbringst. Und manche Nebenstraße, manches Viertel hat tatsächlich noch kleine, besondere Lädchen zum Entdecken oder wenigstens die ein oder andere abgefahrene architektonische Besonderheit. Es ist schade, wenn Du die verpasst.

Welche Varianten ich auf dem Weg zur Arbeit habe, um zum Beispiel über das Sonnborner Kreuz zu kommen, habe ich vor 4 Jahren schon zusammengestellt, jetzt kann ich sie auf einer Karte präsentieren:

Klick auf die Titel um die Overlays auf der Karte sichtbar zu machen

Sonnborner Ufer
Fußgängerbrücke beim S-Bahn-Haltepunkt Sonnborn
Brücke Am Thurn Südseite
Brücke Am Thurn Nordseite
Entlang der Wupper
Alles nördlich der A46
Generiere den Link zur Karte mit ausgewählten Overlays und angezeigtem Ausschnitt

Die Schaltzug-Außenhülle hatte es hinter sich

Außenzug - Innenzug

Edelstahl-Innenzug in geborstener Außenhülle

Es fiel mir auf, dass ich nicht mehr auf mein größtes Kettenblatt die Kette umwerfen konnte – dann hatte ich mich schon daran gewöhnt. Die Kadenz, die ich trat, war sehr hoch – was ja eher gut für die Knie sein soll – aber bergab konnte ich nicht noch schneller werden. Schade. Mit ständigen Fahrten unter Last habe ich mein größtes Kettenblatt auch nicht vermisst – nur abends beim nach Hause fahren hätte es etwas flotter gehen können. Das sieht dann in etwa so aus: Link zum Übersetzungsrechner

Trotzdem wollte ich mal die Sache in Ordnung bringen. Ist der Umwerfer am Sattelrohr runtergerutscht? Hat sich der Innenzug gelockert? Ist der Hebel am Lenker kaputt?

Nein, es war die Außenhülle, die mit einem Klebeband am Oberrohr fixiert, die ständigen Lenkbewegungen nicht mehr mitgemacht hat.

Wo die großen Ströme fließen

Buchse

Thermisch veränderte Buchse durch Benutzung mit < 10 Ampere bei 36 – 42 Volt

Starkstromsicherungskasten im Motorraum

Auch im Automobilbereich gebt es unterdimensionierte Verbindungen – 110A + 100A = 210A-Sicherung

Selbstgebaut wie meine Räder nun mal sind, sind auch die Stromkabel eine eigene Konfiguration. Für die Stromzuführung vom Akku verwende ich eine Verbindung, die ich in der Mitte trennen kann – an der schon Stecker und Buchse angegossen sind, so dass der Schutzwert IP68 erreicht wird.

Akkuhalterungen mit eingebauten Steckverbindungen haben sich bei meinen ungefederten Rädern nicht bewährt. Zuletzt hatte ich sogar den Akku der Bergziege wegen losgerappelten Innenlebens wieder zum Händler zurückgeschickt, der ihn dann auf Kulanzbasis wieder zur gewohnten Zuverlässigkeit verhalf.

An der Verwendung von thermoplastischen Kunststoffen als Isolator und gleichzeitig konstruktivem Element sind aber nicht nur Pedelec-Schrauber wie ich gescheitert, sondern, wie ich durch den Blick auf den Sicherungskasten im Motorraum meines Autos ersehen konnte, auch andere.

Fahrräder ins Parkhaus!

Fahrräder hinter Gittern

Blick in das Parkhaus von Bayer Wuppertal

Lösung vor Mehrparteienhaus in Darmstadt um Fahrräder wohnungsnah abzustellen

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und ein neuer Lehrstuhl noch keine Wende im Betrieblichen Mobilitätsmanagement einer Universität.

Eine Firma im Wuppertal, die anzunehmender Weise über ein Betriebliches Mobilitätsmanagement und sogar über einen Fuhrpark verfügt, der auch aus einer hohen Anzahl Fahrrädern besteht, ist: Bayer.
Gut, auf den 20 Hektar ehemaliger Flußaue, auf dem das Werk seit über 150 Jahren steht, bietet sich das Radeln ja auch an. Zum Forschungszentrum hoch wird es sicher niemanden geben, der mit den hübschen roten und durchnummerierten (Lasten-)Rädern fährt – aber in der Ebene: wunderbar.
Rund um das Bayerwerk gibt es nicht nur gammeligen Wohnraum, sondern auch jede Menge exklusiven Parkraum für die PKW der Angestellten – Parkplätze mit und ohne Schranke davor, ein Parkhaus – und dann noch den öffentlichen Straßenraum bis hoch zur Tiergartenstraße.
Und in diesem Parkhaus ist auch ein Teil der den Angestellten zur Verfügung stehenden Fahrräder untergebracht.

Nur falls jemand mit dem Verbot für das Abstellen von Rädern in Garagen um die Ecke kommt – es geht, und es geht im großen Stil.

Was in Wuppertal nicht geht, ist das Abstellen von Fahrrädern in Wohnraumnähe für viele Einwohner. Das deutsche Mietrecht kennt keinen Anspruch auf Fahrradabstellmöglichkeiten, und bei neugeschaffenen Abstellorten vor Wohnblöcken (wie in Erlangen: Modell Gitterkäfig) wird die Nase gerümpft. Chicer ist sicherlich das Modell in Darmstadt mit der Holzlattenwand. Allerdings, die Wuppertaler Begeisterung für die Düsseldorfer Fahrradhäuschen hält sich in Grenzen. Es ist auch einfach kein Platz mehr dafür da – und für andere Sonderlocken auch nicht.

Ich fordere Straßen, auf denen alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt miteinander auskommen können. Die Trennung der Verkehrsarten ist die teuerste aller Möglichkeiten. Wir werden sie uns aus finanziellen und aus Platzgründen bald gar nicht mehr leisten können.

Eckhard Kutter (1987)

Rolltreppennutzung

Ein Bild, mit dem mein Blog häufig gefunden wird, ist dieses kleine Kugelschreiberscribble.

Unterschied zwischen Pedelec und Fahrrad

Auf einer Reise habe ich zur Verdeutlichung der These mal die Nutzung dieser Infrastruktur für zu Fuß Gehende fotografisch festgehalten.

Unterschiedliche Rolltreppen- und Treppennutzung

(Roll-) treppennutzung im Berufsverkehr in Düsseldorf

Wenn die bequemere Infrastruktur da ist, wird sie auch bevorzugt genutzt werden.

Rollbänder zwischen Frankfurt-Fernbahnhof und Frankfurt-Flughafen über die Autobahn A3

Nur das die „Infrastruktur“ in Bezug auf Pedelecs eine individuelle ist.

Kauf‘ Dir ein Pedelec und Du wirst mehr und weiter mit dem Rad fahren –
und selbstverständlicher Dein Auto stehen lassen.