Gute Kinderstube

Verkehrswachplakette von 2016

Kinderfahrzeug mit elektrischen Antrieb

Gehen? Wozu?

Lichtbogen einfach erklärt

Welche Freude! Eine Reitbeteiligung kommt aus dem nächsten Dorf alleine mit dem eigenen Fahrrad. Das finde ich sehr gut – dass das Mädchen alleine kommt und mit einem Fahrrad. Auf dem Rad war auch eine Plakette, die in meiner Sammlung .. dann doch nicht fehlte.
Das Mädchen war ausreiten, ich habe irgendwas draußen gebastelt – da höre ich einen Akkuschrauber – oder eine Drohne? Oh nein, was ist das denn? Am Steuer der orangfarbenen Gehhilfe sitzt ein etwa 2-3jähriger Junge und wird von seinem Vater begleitet, der nachschauen wollte, ob die Tochter seiner Frau die Strecke auch unverletzt geschafft hätte. Die Reichweite, das Steigungsvermögen und das eingebaute MP3-Autoradio der Plastikschüssel haben mich doch schon beeindruckt.

Ungefähr so beeindruckt, wie es meine Kinder beeindruckte, dass die H0-Eisenbahn beim Fahren elektrische Funken sprüht. Die Bahn hatte meine Frau aus dem Schuppen gezogen und ich stellte fest, dass es mit WD40, Heißklebestoff und Wärmebildkamera es viel einfacher geworden ist, Kurzschlüsse zu finden, Schienen zu fixieren und verharzte Getriebe wieder gängig zu bekommen.

Bei dem Aufbau einer Eisenbahnanlage habe ich mit meinem Nachwuchs über Paket-Vermittlung, Verkehrsbauwerke und Städtebau sowie elektrischen Schaltungen und Widerstände und gefachsimpelt. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass das alles beim Spielen mit Konsolen oder Tablets wegfällt – auch das korrekte Netzteil ist dank USB-C-Stecker nun leicht gefunden, und es müssen keine Volt- oder Ampere-Werte von der Rückseite der Geräte ausgelesen werden. Auch das ist ein Fortschritt –

Sohnrad

Tacho eine Pedelecs mit 'Strecke gesamt-Anzeige' bei 11251 km

Stolzer Tachostand – übernommen bei 4.500 km Laufleistung

Neumodischer Kram – wie wird das Vorderrad bloss ausgebaut?

Umwerfer und Ausfallende

Ausfallende mit Schaltauge – 25 Nm Anzugsdrehmoment

Gesamtaufsicht – putzen lohnt sich einfach nicht

Seitdem 19.11.2019  fährt mein ältester Sohn mit einem eigenen Pedelec rum. Also – das, was wir als “eigen” verstehen – mein, dein, das sind ja bürgerliche Kategorien. Es ist eine Dauerleihgabe, oder hier ein common good. Ich habe es sehr günstig erstehen dürfen und die Reparatur und Verschleißteile laufen über mein Konto – nicht über sein Taschengeld. Verschlissen ist allerdings einiges in der Zeit – ein Kettenschutz am Primärritzel wäre echt sein Geld wert gewesen. Die Muße, einen auszuwählen, zu bestellen und anzubauen, hatte ich allerdings noch nicht. Das hätte mir aber die ein oder andere Kette, Haifischzähne, Ritzelkassetten und Umwerfer gespart. Das Schaltauge und den Umwerfer hätten vielleicht noch länger leben können, aber die Kette ist entkoppelter vom Pedaldruck, als ich das mit meinen Vorderrad-Antrieb-Pedelecs gewohnt bin. Beabsichtige ich ohne Druck zu schalten, muss ich den Motor miteinberechnen, der etwas stärker an der Kette zieht, als ich es tun würde – das klingt dann häßlich.

Die Sattelstütze ist inzwischen auch getauscht und ebenso Bremsbeläge, Bremsbeläge, Bremsbeläge. Deren Preisentwicklung über die letzten Jahre war auch gewöhnungsbedürftig – 100% drauf.

Nun, was geschieht, wenn ein 15jähriger ein solches Rad zur Verfügung gestellt bekommt? Er fährt nicht nur zum Bahnhof damit, sondern weiter, zu seiner 15 km entfernten Schule – bei jedem Wetter – komplett schmerzbefreit. Einen Autoführerschein meint er nicht zu benötigen, wozu auch, ohne Fleisch in der Nahrung geht es ja für ihn auch.

Und eigentlich hatte ich ihm, als er 6 war, versprochen, dass, wenn er 18 ist, wir zusammen mit dem Rad nach Indien fahren. Ein Traum, der in den letzten 12 Jahren immer ferner wurde.

 

Lenkergriff kürzen

Drehgriffschalter mit “Fein-Zahn-Einrastung” am Kinderlenker

durchgeschnittenes Lenkergriff-Gummi

Schönes Schnittbild

Amboss-Schere zum Ablängen von Plastik-Wasserrohren bis 32 mm Durchmesser

Amboss-Schere zum Ablängen von Plastik-Wasserrohren bis 32 mm Durchmesser

Der falsche Eindruck, dass das Rad schrottig sei, lag auch an dem abgebrochenen Schalthebel der 3-Gang-Nabenschaltung. Der Schalthebel aus den 90er hat unter UV-Licht und mechanischer Belastung nicht gehalten. Ein Metall-Sachs-Torpedo-3-Gang-Schalthebel hätte sicherlich noch Raststufen vorhalten können, aber ich habe keinen Online-Shop gefunden, in dem ich dieses nicht grade zeitgenössische Teil noch hätte kaufen können. Jetzt mit den richtigen Suchbegriff finde ich auch noch welche als “Retro Vintage Schalthebel”. Aber in den Shops, bei denen ich meinen sonstigen Bestellungen (10-fach Kette, 10-fach Cassette, LED-Dynamo-Frontlicht) mache, waren die nicht im Angebot – nun – die nicht, aber billige Drehgriffschalter.  Zu Drehgriffschaltern gehören auch neue Lenkergriffe, mit unterschiedlichen Längen. Nun war auch die “kurze” Länge zu lang, um den Kinderbremsgriff erreichbar zu haben. Ich musste also den Griff kürzen. Dieses Griffkürzen habe ich früher schon mit einer Metallsäge oder einem Messer, oder einer Schere, oder was auch immer mir zur Verfügung stand, versucht. Das Schnittbild war im Anschluss nicht schön.

Inzwischen habe ich allerdings ein Hauswasserwerk mit PE-Rohren angeschlossen. Da ich dafür einige Anschlüsse und Abzweigungen einplanen musste, habe ich mir eine PE-Rohrschere zugelegt. Diese schneidet sehr grade und sehr sauber durch weiche Materialen – auch durch Lenkergriffe.

Carobike

Beklebtes Kinderrad

Aus dem märklin-Rad wurde das Carobike

Hand auf beklebtem Fahrradrahmen

Den Rohrumfang bestimmen und dann ausschneiden und aufkleben

Beklebtes Kinderrad

Auch hier war die Zuneigung zur Aneignung nicht so gegeben – dank der Klebefolie nun doch

Eine schwierige Frage ist ja immer: Was schenke ich einem Radfahrer?
Hier hatte meine Mutter zu Weihnachten das Problem mit zwei Dosen Radkleid gelöst. Die bedruckten Folien standen dann schön in meinem Regal, weil ich mein Fahrrad damit nicht bekleben wollte. Das fand ich bei meiner Auf-Rahmen-Verkabelung zu kompliziert zu applizieren.
Nun war aber das jüngste Kind dran, ein 20″-Rad zur Verfügung gestellt zu bekommen. Der Versuch es mit der gleichen Lampe wie am Rad der Freundin zu locken, schlug fehl. Das Rad sei “eine alte Schrottmöhre”. Nene, ist es nicht. Ein schöner Stahlrahmen, 3-Gang, funktionstüchtig – ok, fehlt zur Inbesitznahme noch der individuelle Touch. Also habe ich das Rad teilzerlegt und mit ihr und anderen Freundinnen die Teile geputzt und beklebt. Zack – angenommen und stolz auf das Rad. Ich auch, aber aus einem anderen Grund: der Erstbesitzer ist letztes Jahr 30 geworden und mindestens 4 weitere Kinder in der Familie haben es gefahren.

Nun mäkelte das nächste Kind rum, dass das ihm zur Verfügung gestellte Rad ja lila und häßlich sei. Kein Problem, die Streifen, die ich auf den Kettenschutz aufgeklebt hatte, waren ja noch nicht verbraucht. Nur das Bekleben der Schutzbleche habe ich mir diesmal gespart. Dafür ist die Verkehrswachtplakette von 1997 überklebt.

 

Nistenkasten-Revue

Im November habe ich mal sämtliche Behausungen durchgeschaut, die ich in Zeiten von Corona den wildlebenden Tieren hier angeboten haben. Rate auch Du mit, ob und welche Behausungen angenommen wurden.

Kubota BULLTRA B1-14

Trecker von vorne

Wenn fossile Energie verbrunzen, dann auch richtig

Lichtmaschine in Bewegung

Das erste Teil das kaputt ging (8. Arbeitsstunde): die Lichtmaschine

Blick in einen offenen Kühler

Selbst mein Trabant hatte so einen Schnick-Schnack wie Kühlwasser nicht – der Trecker nach 16 Arbeitsstunden auch nicht mehr

Fehlende Schraube im Gangwahlhebel - Kubota Getriebedeckel von unten

und als dann der Rückwärtsgang ausfiel (17. Arbeitsstunde) – musste ich das Gerät etwas zerrupfen

Alles verrückt  – ab 2022 bekomme ich für den Besitz eines Elektroautos Geld – wenn das 30 Jahre lang in der Höhe ausgezahlt wird, hab ich die Anschaffungskosten für meinen Trecker wieder rein. Ist das schon ein vorweggenommener Rebound-Effekt? Und warum bekomme ich das Geld aus dem Verkauf von CO2-Verschmutzungszertifikaten nicht für meine Pedelecs? Fehlt da die behördliche Registrierung – mit dem an das Rad zu schraubende Kennzeichen?

Wie dem auch sei: (Nebenerwerbs-)Landwirtschaft ist sehr zeitintensiv – und da ich mal verkündet habe, dass ich mich um alles kümmere, was keine Beine, sondern Räder hat, wurde entschieden, einen Traktor zur Unterstützung in der Landwirtschaft anzuschaffen.

Gut, dass keine € 30.000 für ein aktuelles Einsteigermodell – so wie die in den USA im Marktsegment “Family-Tractor” verfügbaren – in der Portokasse war, dürfte klar sein. Also bin ich bei der Suche nach einer preiswerteren Alternative auf die in Vietnam instandgesetzten Kleintraktoren gekommen. Diese werden scheinbar schiffsladungsweise importiert und kosten “an der Küste” weniger als im Binnenland. Bei eBay-Kleinanzeigen bin ich dann auf einen Vertriebler im Oberbergischen aufmerksam geworden – also, warum nicht?

Die Aufbereitung der Traktoren soll angeblich mit vollständiger Neulagerung und Abdichtungen einhergehen, für mich sieht es inzwischen nach einer reinen Lackierung aus. Die Geräte sind 30 – 40 Jahre alt, haben aber noch eine gewissen Ersatzteilversorgung, die online geordert werden kann. Wobei sich dabei der Blick auf den griechischen oder niederländischen Markt lohnt.

Beim ersten Anwerfen dachte ich – bah, von Abgasreinigung hatten die auch noch nie was gehört, das stinkt ja wie ein alter Diesel. Nachdem ich ihn nachgetankt habe, sage ich nicht mehr, dass der wie ein alter Diesel riecht, sondern dass der nach altem Diesel roch. Die Spritqualität ist in Deutschland wohl höher als in Vietnam. Gruselig der Gedanke, was alles noch im Sprit stecken kann – und früher wohl auch hier drin war und mitverbrannte.

Der Trecker tat auch zuerst seinen Dienst – Maulwurfshügel plätten, Brennnessel- und Distelpolster roden, Mist fahren.  Bis er nach verbranntem Gummi roch und der – nicht den Spezifkationen entsprechende – Keilriemen seinen Geist aufgab, weil die Lager in der Lichtmaschine festgegangen sind. Oder ist bei den Dingern nur ein Lager drin? Kosten auf jeden Fall nicht viel. Die Elektrik ist sowieso rätselhaft – und ein Kupferwurm ist drin, aber was interessiert mich, ob das Licht richtig leuchtet? Straßenzulassungsfähig ist der eh nicht.

Nach Neuauflegen des spezifischen Keilriemens hab ich ihn mal richtig 2 Stunden lang rangenommen. Dabei bemerkte ich, dass die sonst nichts anzeigende Temperaturanzeige sich mal etwas bewegt hatte – der rote Bereich war zwar noch nicht erreicht, aber … naja, Wasserdampf von vorne ist doch eher ungewöhnlich. Diesmal hatte ein verhärterter Kühlerschlauch seinen Dienst quittiert. Kostet auch nicht viel – aber wieder mal eine Runde Stillstand.

Die Technik ist halt schon was älter und in der Bedienungsanleitung (ja, gibt es auch noch käuflich zu erwerben im Netz) stand, dass er nur im Stehen geschaltet werden darf. Den 3. Gang hatte ich schon eine Weile nicht mehr reinbekommen – das klang ganz häßlich aus Richtung Getriebe – aber rückwärts sollte er schon noch fahren können. Wäre jetzt so eine basale Anforderung von mir an einen Trecker, der Wegebaumaterial mit einer Heckschaufel aufnehmen können soll.

Also – was tun? Selber schrauben! Und da ich den Unterschied zwischen “Nach dem Lackieren bewegten Schrauben” und “überlackierten Schrauben” sehen konnte, bin ich einfach dieser Spur durch den hinteren Traktor-Bereich gefolgt. Gelandet bin ich beim Getriebedeckel, in den seitlich der Gangwahlhebel geführt wird. Anfangs habe ich mich noch beim Vertrieb beschwert, dass der dortige Simmerring auch mal hätte ausgetauscht werden können, weil der Hebel etwas ölfeucht war. Mit der Einschätzung, die ich jetzt von dem Vertriebler habe, hätte ich mir den Hinweis auch sparen können. Vermutlich ist das der Unterschied zwischen Menschen, die aus Freude am Schrauben schrauben und denen, die es notgedrungen tun, um Geld zu generieren. Auch den völlig steifen Dieselschlauch habe ich sofort mit ausgetauscht – das kostet doch nichts, wenn bis dahin das Teil schon völlig zerlegt ist … aber die Schraube, die die innere Schaltkulisse mit dem Gangwahlhebel verbinden sollte, ist so definitiv falsch am Platz gewesen ..

verwichste M8-Standardschraube

Schrauben werden nicht besser, wenn sie gegen eine zu kleine Bohrung in einem Gussteil geschraubt werden, lieber Händler auf Ebay-Kleinanzeigen. Wenn das Gewinde versaut ist, dauert es nicht lange, bis sich die Schraube löst und ins Getriebe fällt – da helfen auch keine 2 Sprengringe mehr sondern nur noch sehr viel Loctite

Meine Lösung für den Kraftschluss zwischen Gangwahlhebelwelle und Schaltfinger:

  • DIN 915 Gewindestift Innensechskant, blank, M 8 x 35 mit Zapfen
  • DIN 980 Sicherungsmutter Klasse 8, blank, M 8 mit Metallklemmteil

Fazit: Diese Trecker sind nichts für Leute, die nicht selber schrauben