Das wahre Glück auf Erden ist Erbe von Immobilien zu werden

Bahnhofsgebäude Varresbeck 2021

Ein weiterer Bahnhof mit Sanierungsbedarf

Varresbecker Straße 37

Frisch sanierter Altbau in der Varresbeck

Schon eine ganze Weile habe ich vor, die von mir vor Jahren fotografierten Orte abzuklappern und noch einmal zu fotografieren. In den Jahren, in denen dieser Blog existiert, habe ja nicht nur ich mich, sondern auch meine Umgebung sich geändert.

Manche Entwicklungen waren absehbarwer Kirschlorbeer pflanzt, will nichts mehr mit der Außenwelt zu tun haben – auch wenn es mal anders beabsichtigt war. Das Internet vergisst halt nichts.

Seit Jahren zieht der Immobilienmarkt in Wuppertal an – und da lohnt es sich anscheinend auch, ein Haus, das dem Verfall preisgegeben war, wieder zu sanieren. Hat jetzt ein bisschen gedauert, aber fast noch interessanter, als dass das Haus jetzt wieder im frischen Glanz erstrahlt, ist, dass das Nachbarhaus im Erdgeschoss keine Reinigung mehr beherbergt, sondern jetzt als Garage genutzt wird. Ladenlokale zu Parkplätzen – ich muss grade einen bisschen meinen Kopf schütteln.

Den Kopf geschüttelt habe ich auch bei einem Artikel, der auch hier nicht verlinkt wurde. Die Frage ist nur, welche Sau wird als nächstes durchs Dorf getrieben? Der Talradler, weil auch hier eine Nähe zur Stadtspitze vorliegt? Das besetzte Osterholz, das autonome Zentrum? Welches linksalternative Projekt darf’s denn sein? Bürgerticket? Bürgerhaushalt in Bürgerhand? Freibad Mirke?

Denn es ist doch Immobilienbesitz, der wahrhaft unabhängig macht – wer besitzt, braucht keine Freunde mehr – und kann/ braucht sich nicht vorstellen, dass es eine Welt geben kann, in der solidarisch gehandelt wird. Bin ich grade wirklich für die Enteignung privaten Immobilienbesitzes? Es muss wohl der Einfluss dieses Wahl-O-Mat gewesen sein, der mir SGP, DKP und MLDP als erste drei Parteien vorgeschlagen hat.

Egal, Helge bekommt meine Erststimme, und für die Zweitstimme habe ich den DeinWal mal konsultiert. Ach ja, ich muss meinem Sexismus doch noch freien Lauf lassen, habe ich mich wohl doch nicht wirklich viel verändert. Hatte ich schon 2015 sexistische Kackscheiße abgeliefert, und verstoße ich in diesem Beitrag ein zweites Mal gegen den Grundsatz „stop making stupid people famous“:  ich habe mich lange gefragt, ob diesmal wieder „Herr Sicher Spiecker“ aufgestellt würde – nein, es ist https://www.caroline-luenenschloss.de/ und ich kann mir nicht helfen, wenn da kein Hintern ist, kann auch nicht versucht werden, einen als Eyecatcher zu fotografieren. Schon ein bisschen Radfahren würde sich da positiv bemerkbar machen.

 

Ruderrad

In den Garagen der Menschen, mit denen ich Freundschaften pflege, stehen immer lustige Dinge

ich auf einem Ruderrad

Es sollte top asphaltiert, möglichst eben und kein anderer Verkehr da sein

„Ja, du muss noch eingewiesen werden und für den Notfall wissen, wie das Treibseil wieder auf die Schnecke aufgelegt wird…“ – „Lass mal, ich fahr einfach los!“

Aus der Kategorie: Fahrzeuge, die für die Zeit nach der Verkehrswende nutzbar sind: das Ruderrad.

Liegefahrräder seien ja Verhütungsmittel – Stand von vor 10 Jahren. Dieses Liegerad bringt allerdings noch einen anderen Effekt für den Fahrer mit sich. Während bei Upright-Rädern, also den „normalen“ Rädern die Plautze frei schwingen kann und durch die elastischen Radlerhosen nicht nach vorne gebremst wird, wird durch die Schwerkraft das körpereigene Fett dem Ruderer sehr präsent. Und zwar mehr, als bei dem letzten Sofa-Liegerad, das ich gefahren bin. Der Befehl zur sofortigen Magersucht tritt nicht nur durch die nicht vorhandene Federung ein, sondern dadurch, das Muskelpartien für den Vortrieb genutzt werden können, die sonst nicht in Mitleidenschaft gezogen werden – und wenn ich Mitleidenschaft schreibe, dann meine ich den Muskelkater in der Quermuskulatur des Brustkorbes – ich wusste gar nicht, dass ich da welche hatte. Sämtliche Corona-bedingten Fettpölsterchen wurden entweder in Schwingung versetzt oder die Muskulatur darunter durfte mal richtig ran.

Dieses Ruderfahrrad ist ein Fitnessgerät. Ich kann mir vorstellen, dass es für ruhige Runden, gerne schnell, das ideale Fahrzeug ist. Die Geschwindigkeit habe ich jetzt nicht gemessen, aber anhand der Tatsache, dass es kaum Luftwiderstand hat und sehr viele Muskel beansprucht werden können, dürfte die Durchschnittsgeschwindigkeit auf langen Strecken deutlich über dem eines Upright-Fahrrades liegen.

Der Antrieb ist etwas gewöhnungbedürftig – es braucht Schuhe mit Cleats, um die Pedale auch zurückziehen zu können – und die klitzekleine Erklärung, dass der Hebel, der so aussieht, wie ein Schalthebel, kein Schalthebel, sondern eine Kupplung ist. „Geschaltet“ wird bei gedrückter Kupplung durch das Zurückziehen, oder das Hinausschieben des Pedalbereiches – je nach dem ob hoch oder runter geschaltet werden soll. Das Rückzug-Gummiband und das Treibseil werden damit in der Position um die Schnecke variert. Verstanden? Ne, ich auch nicht. Dafür gibt es 18 Videos vom Hersteller um das zu erklären. Leider kann nur in der Bewegung und nicht im Stand geschaltet werden, Ampelanfahrten und bergauf brauchen den Hub im Vorhinein. Der Wendekreis und die Trennscheiben-dünnen Räder erfordern Platz und ebenen Asphalt. Und die anderen Verkehrsteilnehmenden freie Sicht auf die Fahrbahn ohne parkende Fahrzeuge am Rand und keine Windschutzscheibe, die in 1,2 m Höhe beginnt.

Die Fahrt auf dem Rad ist auf jeden Fall deutlich cooler, als zu Hause auf dem Walnuss-Rudergerät für etwa den gleichen Preis Wasser zu verwirbeln.

Christiania Bike – no way

Christiania Bike

Ein echtes Christiania Bike verirrte sich zu mir

Jahrelang in München Licht gespendet – jetzt ins Bergische umgezogen

Hält die Kiste vorne einen Uklelenspieler aus? Was sagt ein Brevet-erfahrerner Jugendlicher zur Handhabung? Was macht das Pony auf dem Bild?

Auf drei 24″-Rädern schlingerte das Gefährt zu mir – eine nicht-mehr-ganz-so-junge Mutter mit einem doch recht jungen Einzelkind präsentierte mir stolz ihr Mitbringsel aus München. In München sind die Mieten unbezahlbar geworden, und wenn der Arbeitgeber auch eine Zweigstelle in der ursprünglichen Heimat hat – warum nicht direkt das Home Office ins eigene Kinderzimmer bauen? Stolz – das spürte ich – war sie und musste dennoch einräumen, dass sie doch mal über einen Pendix nachgedacht hat. Ich bin ein bisschen mit der Kiste rumgekurvt und habe festgestellt, dass dieses Fahrzeug weder für Kurven, noch für sportliches Fahren, noch für Anstiege, Schlaglöcher und Abfahrten geeignet ist.

Mobilitätslösungen entstehen ja bedingt durch eine Topografie, eine Infrastruktur und Bedarfe – also den Bedarf, zwei Sack Hühnerfutter durch die Gegend zu ziehen, den habe ich. Topografie habe ich auch – und keine Infrastruktur – die Wege in Kopenhagen werden wohl besser in Schuss sein, als hier auf dem Land oder in jeder Straße in Wuppertal, die aus Sparmaßnahmen lange keine schöne Asphaltschicht bekommen hat – und auf absehbare Zeit keine bekommen wird. Ja, wenn Fahrradinfrastruktur gebaut wird, dann bitte mit glattem Asphalt – und ohne Autos wären die vorhandenen Fahrbahnen schonmal ausreichend breit.

Bremshebel abgebrochen

gebrochner Bremsgiffhebel

Aluminium-Bremsgriff – gebrochen


Handbremse Fahrrad links

Etwas kürzerer (2-Finger-) Griff im alten Sockel – fällt kaum auf, oder?


Es ist wie ein Sammelbildchen-Album – da ich mir vorgenommen habe, mich nicht auf diesem Blog zu wiederholen – vorallem nicht bei dem allen, was kaputt gehen kann – passierte zwar ganz viel, aber nichts Dokumentierenwertes. Wie so Sammelbildchen, die schon längst im Album verklebt sind – und wer möchte mit mir schon Pannen-Dokumentationen und Belege unzureichender Hardware tauschen?

Diesmal meldete sich mein Kind damit, dass die Bremse an seinem Rad nicht mehr wirke. Na gut, Bremse gezogen, Cantilever-Geometrie überprüft – Schlag im Rad? Ah, der Griff bewegte sich etwas mehr, als er sollte. Tausche ich dafür denn den ganzen Griff – und habe ich noch einen linken Griff im Lager? Um nicht einen neue Endhülse für den Bowdenzug zu opfern, habe ich mich entschlossen, einfach den Hebel zu tauschen – dann muss ich auch nicht den Handgriff mühsam runterschieben. Nachdem ich den Hebel getauscht hatte, stellt ich fest, das vorher ein Griff für 4 Finger – und jetzt nur noch einer für 2-Finger am Rad war. Und irgendwie erinnerte mich das daran, dass ich jahrelang mit einem abgebrochenen Kupplungshebel Motorrad gefahren bin – das einzige, das gelitten hat, war das Leder vom linken Motorradhandschuh.

Blumensamenstreuer am Fahrrad

Blumensamen in Streudose

Japanische Blumenmischung – sind das nicht Xenophyten? Gehören die in Gegend gestreut?

Tagpfauenauge auf Löwenzahn

Es braucht nichts Exotisches um die heimische Fauna zu unterhalten

Blumensaat in bereitetem Saatbeet

Blumenwiesen anlegen wie gedacht – wenn die Spatzen nicht schon alles rausgepiickt haben

Kaum hatte ich meinen letzten Beitrag veröffentlicht, kam ein befreundeter Unternehmer auf mich zu und fragte, was ich von der Idee hielte, ein Gerät zu bauen, dass Blumensamen während des Radfahrens verstreut und alle nachher die versprochenden blühenden Landschaften vorfänden.
Meine erste Assoziation war der Wurstblinker, den tatsächlich jemand auf sein Mopped geschraubt hat.
Gutes tun beim Gutes tun. – Quasi ein doppeltes win-win. Radfahrende sind immer so schwierig zu beschenken, also wäre das doch ein super zu vermarktendes Gadget. Es kommt ja nicht darauf an, was sinnvoll ist, sondern was als sinnvoll erachtet wird und somit gekauft wird.
Eine Möglichkeit wäre die Samen noch als Seedbombs zu verpacken, die ließen sich leichter verschießen und es gäbe direkt einen bisschen Nährstoff für die Zeit nach der Keimung dazu. Und die Saat gibt es ja nicht nur in der 50 g Packung, die im 10 kg-Gebinde würden es ja auch tun. Ob jetzt der eigene Balkon oder mit der großen Kanone das gesamte Areal um einen herum zum Blühen gebracht werden soll – alles ist besser als dieser Trend bei Vorgärten.
Es ist leider so, dass die Blumensamen am Besten ein bereitetes Beet zum Wachsen haben möchten. Wenn also die Samen auf Asphalt fallen, sind sie verloren. Aber nun – selbst die Zucht von Saatgut ist ja schon bienenfreundlich – und die „Produktreste“ in der Natur 100% biologisch abbaubar.

 

Oder es könnten diese unsäglichen NERF-Waffen benutzt werden, und Projektile aus Maisstärke und im Kopf Erde mit Samen. Da die Projektile Handarbeit sein werden und mir noch nicht klar ist, wie die Form der Schaumstoffschäfte mit Maisstärke erzeugbar sind, wird der Preis pro zu verschießdender „Pflanzen-Munition“ vermutlich nicht marktkonform sein.

Wäre aber ein schönes (Plastik-)Schwerter zu Pflugscharen-Gadget.

Mehr ist nur mehr in den Taschen anderer

Ich finde es immer noch unsinnig mich zu bewegen, wenn kein Ziel dadurch zu erreichen ist. Also baue ich mir Ziele wie „Altglas entsorgen“, „einkaufen gehen“ oder „Bienenweide in Schattenbereichen anlegen“.

Nur Fahrrad fahre ich seltener – aber häufiger werde ich gefragt, welches Pedelec denn so gekauft werden solle – z.B. mit einem Link und der Frage: das hier?

Ich schau mir das an und fasse mir nur an den Kopf. Was eine riesengroße Arschlochnummer der Fahrradfabrikanten. 12 Gänge! Alleine wenn ich mir die Ersatzteilpreise schaue, wird mir schlecht. Über 100 € für eine Kette! Bin ich beim Juwelier, oder was? Ich hatte ja schon über 11-Gänge geranted, aber 12 Gänge sind meiner Meinung nach schlicht Beutelschneiderei.

Dass Kettenschaltungen schneller als Nabenschaltungen verschleißen, sollte jeder radfahrenden Person bewusst sein – aber die Zielgruppe, die abgefischt werden soll – nämlich Auto-Sozialisierte – wissen das noch nicht und werden sich noch wundern, wenn das erste Mal die Kette durchrutscht und sie das Rad beim – sich die Hände reibenden – Fachhändler zur Reparatur abgeben. Da hätte sich eine Nabenschaltung wie die Roloff Speedhub nicht in 8.000 km / Jahr amortisiert, sondern schon viel früher. Mal sehen, wie hoch die durchschnittliche Laufleistung von einem solchen Pedelec ist. Das ist keine nachhaltige Produktstrategie, sondern kurzsichtige Gewinnmaximierung.

 

Bei der empfundenden Notwendigkeit einen Kredit für zu hochpreisige Waren aufzunehmen, wenigstens die angebotenen Zinssätze vergleichen …

Dank meiner „Beratung“ wurde es dann doch ein 30-Gang-Rad ohne elektrische Unterstützung. Den Berg käme auch ohne Motor hoch, meinte er, aber hat auch im vierzigsten Lebenjahr noch keine Fahrerlaubnis für MIV und somit hätte sich auch in diesem konkreten Fall keine Verlagerung vom Auto zum Fahrrad ergeben.