Spike-Reifen jetzt im Sommer bestellen

Kaputter Reifen mit SPikes

In der 6. Saison arbeiteten sich die Spikes ins Innere des Mantels was dann auch Platten zur Folge hatte…

einzelne Spikes in unterschiedlichen Abnutzungsgraden

…und auch die Abnutzung durch Reibung ist an den den einzelnen zu sehen – links nach 1 Jahr, rechts nach 6 Jahren Nutzung

Unterschiedlicher Abnutzungsgrad von WInterreifen für's Fahrrad

… wenn sie so lange im Mantel verbleiben – rechts nach einer Saison, links nach 6 Jahren.

Der nächste Winter kommt bestimmt, und vielleicht wird er so wie der letzte, oder der vorletzte, oder der vorvorletze – auf jeden Fall einer, der mit Temperaturen in Wuppertal mit unter Null aufwartet.
Wasser auf Fahrbahnen hat dann die unangenehme Eigenschaft eine Schicht zu bilden, die hart und glatt ist. Wenn es sogar zu gefrorenem Niederschlag (Schnee) kommt, nicht einmal sichtbar.
Um nicht wieder (wie 2010) vor ausverkauften Regalen zu stehen, bestelle ich meine Spike-Reifen antizyklisch. Momentan werden die noch mit Rabatt angeboten und sind lieferbar (innerhalb von überschaubarer Zeit und nicht in KW 14). Dann können die Reifen auch noch in Ruhe aushärten, sonst fliegen die Spikes sofort bei der ersten Benutzung raus. Und wer die nicht einmal einlagern kann, sollte sich das mit dem Radfahren und dem Winter noch einmal überlegen. Trocknungskapazität für die Regenkleidung ist auch einzuplanen, wenn im Winter gefahren werden soll.

Winter ist salzig. Winter ist nass. Winter ist leer.

Und Spikes lohnen sich.

Aber der Sommer hat auch schöne Seiten.

(Hier hätte ich jetzt gerne auf Bilder hübscher Menschen verlinkt, die auf „CycleChic“-Seiten gesammelt werden. Aber ich musste feststellen, dass die meisten dieser Seiten nicht mehr gepflegt werden. Muss also jede/r selber sehen, wie schön Körper durch Bewegung werden.)

 

Bafang endlich mit Kreuzschlitz

Oh was habe ich mich gefreut, als endlich ein Grund für den Betrieb dieses Blogs weggefallen ist. Nach wie vor ist die Frage, wie eigentlich so ein Nabenmotor aufgeschraubt werden kann, ganz oben in der Nachfrage. Nun – es wird kein spezieller Schlüssel mehr für einen SWXK5 gebraucht, sondern nur ein trivialer PH2. Seit dem SWXB von 2010 ist ja auch schon einiges passiert.

Mein flappsig daher gesagtes: „Wenn bestimmte Leute auf einem Pedelec Werbung für Pedelecfahren machen, höre ich sofort auf! Mission accomplished!“ könnte natürlich auch dieses Blog beenden.

Naja, sigo macht jetzt im Hessischen was los, nix mehr mit im Bergischen – und die Frucht des CycleHacks 2015 RadUp liegt brach. Immerhin habe ich jetzt in der Printversion der WZ ein Foto eines Pedelec bei Hagel in einem Tunneleingang auf der Nordbahntrasse gesehen – irgendwo hatte ich das schon mal gesehen – könnte mich aber irren.

Und über meinen letzten Antrag auf Dienstpedelecs schreibe ich wieder, wenn andere einen verfeinerten losgelassen haben. Ich sag nur „Ich entlaste Städte“ – aber leider nicht einmal testweise an der Uni.

Eingespeichter Nabenmotor

Vielleicht doch nicht die erste Kreuzung der 3-fach Kreuzung unter den anderen Speichen durchziehen

Mini-Speedbike-Rahmen mit Bafang-Hinterradmotor

Fahrrad mit 20" Bereifung

Statt mighty mint nun die Zwergziege

Drehmomentabstützung an einem Fahrradrahmen

Drehmomentabstützung am Rahmen

Aluminum-Flickenträgerfolie auf Erdboden

Snake bites galore – im Eingebauten Zustand versucht zu flicken

Es gibt einmal wieder etwas Neues aus der Kategorie: Besser nicht tun
Der Hauptgrund etwas nicht zu tun ist, dass es nicht passt. Aber das ist ja nicht unbedingt ein Grund, etwas nicht zu tun. Also habe ich den Hinterbau des Mini-Speedbikerahmens so aufgeweitet, dass ich das Rad aus dem Liegerad da noch reinquetschen konnte. Es reicht aber nicht so ganz, dass ich nur mit großen Mühen in ein Ausfallende mit 130 mm Breite einen Nabenmotor mit 137 mm Breite einhämmern konnte. Das schüttelt vermutlich alle Profis mit Grauen … damit das Rad nicht sofort wieder rausspringt, habe ich noch 2 Vorderrad-Drehmomentstützen je eine rechts  und links verbaut.
Weil der Aufwand so gehörig war, habe ich mich sehr geärgert, als mein Sohn mit einem platten Hinterrad ankam. Das Rad einzubauen war schon Mist, jetzt raus und noch einmal rein – nein. Also habe ich das Rad im eingebauten Zustand geflickt. Es versucht. Bei Loch 15 waren mir meine Flicken dann doch allmählich zu schade. Die daraufhin gefundene Lösung bekommt noch einen eigenen Artikel ;-)

Nur so viel noch: Mein Sohn fährt jetzt regelmäßig auf diesem Rad und mit dem Nachbarsjungen zur Schule – der hat allerdings kein Pedelec, sondern ein 29″-MTB und lässt sich von meinem Sohn dann die bergaufführenden Strecken mit hochziehen, indem er sich an dessen Schulter hängt. 250 W reicht für beide.

Wuppertal

Tja, ein Beitrag in der Kategorie „Städtereisen“ und dann ist das meine Heimatstadt Wuppertal – da fehlt mir ja so ein bisschen die Distanz. Auf die Idee eines Artikels mit Außensicht bin ich gekommen, als ich mit einem Team-Mitglied des KLAK-Fahrradkinos in Wuppertal unterwegs war. Während ein anderer Teil des durchreisenden Teams vor der Kamera saß, hab ich meinen verwandtschaftlichen Grad genutzt, um eine Freiburger Studentin zu überzeugen sich auf die Mighty-Mint zu setzen und eine Runde ums Wuppertal zu drehen.

Die Vorbehalte gegenüber Pedelecs kenne ich ja schon:

Zu Hause bin ich mal das Pedelec von meinem Papa gefahren – ich brauche so etwas nicht.



Die Runde beginnt bei der Ladebühne im Westen und verlief entgegen des Uhrzeigersinns – nach kurzer Fahrt war stießen wir auf die Brücke am Thurn. Die Verwunderung fand Ausdruck in den Worten:

Wo kommt denn auf einmal diese Brücke her?

Die verbindet einen durch diese Autobahn-Schneise zerteilten Stadtteil: Sonnborn.


Die Schwebebahn hängt aber tief, ich hab mir das viel höher vorgestellt. Aber klar, sind ja unten keine Räder dran…



Nachdem wir das Zoo-Viertel durchquert hatten, gelangten wir zum Schwarzen Weg, der ein besonderes Talpanorama bietet:

Boah, ist das grün!

Ja, das liegt daran, dass so viele Flächen so steil sind, dass kein Haus darauf gebaut werden konnte und sich jetzt an den steilen Hängen die Vegetation breit macht.



Nach der Fahrt durch die Weidenstraße

Die Straßen sind schlecht.

Jo, Wuppertal ist pleite. Die haben nicht mal Geld für Fahrbahnbeläge.



Auf der Pfalzgrafenstraße sah ich, dass ihr Gesicht etwas stärker durchblutet wurde …

Du kannst die Unterstützung ruhig höher stellen, du brichst dir hier wirklich keinen Zacken dafür aus der Krone.



 

So eine Tour wüsste ich nicht in Freiburg zusammenzubekommen, das geht hier ja nur durch Wohngebiete und gar nicht längs irgendwelcher Hauptverkehrsadern!



Am Toelleturm haben wir dann bei Creme Eis gegessen. Und während ich mich umschaute, dachte ich mir, Mensch, was für ein Unterschied im Publikum – einmal Creme Eis am Otto-Böhne-Platz, einmal hier oben bei den gebügelten Hemden. Prompt sprach mich ein alter Klassenkamerad an, der mich zwar noch erkannte, ich aber mit der Namensfindung echte Probleme hatte – ja nun, ich bin höchst selten in diesem Viertel und verkehre auch nicht in den Kreisen. Und die in Wuppertal parallel existierenden Kreise, Blasen oder Welten haben kaum Schnittmengen – sie scheinen für mich berührungsfrei nebeneinander zu existieren. Die soziale Disparität, mit der mal am WDG gelebt wurde, ist so erheblich, dass er nicht mal wusste, was aus Helge geworden war, interessiert ja auch nicht, wenn man in Ingolstadt Motoren mitentwickelt und der Ex-Vorgesetzte in U-Haft sitzt. Richtig so.

Später – nach einer wundervollen Abfahrt und einen klitzekleinen Anstieg – waren wir auf der Nordbahntrasse – und die ist dann auch spektakulär:

Fahrradwege mit Tunnel!



Am Mirker Bahnhof habe ich dann Blicke getauscht mit den bekannten Gesichtern – wobei die Frage „Was machst du denn hier?“ wirklich unübersehbar in ihnen geschrieben stand.

Naja, habe ich also den heiligen Boden einer Fahrrad-Blase Wuppertals betreten, wobei mich die Uniformität der zahlreich abgestellten Lastenräder schon an ein markenspezifisches Auto-Treffen erinnert hat. Früher Opel, heute Bullitt – wer dazu gehören möchte, braucht eben ein solches.
Und so fand ich das KLAK-Kino eine nette Unterhaltung für diese Blase, es war ein Eulen-nach-Athen-Tragen, Filme über Nachhaltigkeit Menschen zu zeigen, die sich ohnehin schon mit dem Thema auseinandergesetzt hatten. Gut, im Nachgang wurde auch jenseits von Facebook auf das Event hingewiesen.
Statt im ewiggleichen Milieu zu fischen, wäre ein solches Event vielleicht mitten in Cronenberg besser aufgehoben gewesen? Oder am Robert-Daum-Platz? Da wo es auch Autofahrende sehen? Oder auf dem Parkplatz irgendwelcher Einkaufsmärkte, die außerhalb liegen?
Vielleicht ist so eine Aktion dann sinnvoller, wenn es früher dunkel wird.

Aufgebocktes Hinterrad mit Generator

10 im Halbkreis vor der Projektionswand platzierte Fahrräder dienten als Generatoren – hoch drehen und dabei nicht vom Fleck kommen – Pedelec mal andersherum

Ich war der einzige, der nach einmal Mitstrampeln zum für die Technik Zuständigem gegangen ist und das von der Vorbemerkung abweichende Farbschema der individuellen Leistungsabgabe je aufgebocktem Fahrrad bei der Haupt-Projektion angemerkt habe. Lag wahrscheinlich daran, dass jemand aus dem KLAK-Team eine angeheiratete Cousine von mir ist, sonst wäre mir auch diese ganze Kino-Nummer komplett am Arsch vorbeigegangen.

Kendal

Links abbiegen erfordert nach 20 m einen sehr kleinen Gang

Ist das die vielbeschworene Infrastruktur, die den Radverkehr nach vorne bringen soll?

Wheelie mit einem Mountainbike

Vergnügen der Dorfjugend auf einem Spielplatz

Fahrraständer in Kendal City Center

Vollauslastung – mit Pedelecs und Mountain Bikes

Willkommen im südlichen Lake District. Noch bin ich dorthin gekommen, ohne ein Visum haben zu müssen – also, wer das neue Museum am Windermere noch anschauen möchte, ohne Visum zu beantragen zu müssen: bis Ende März 2019 ist es wohl auf jeden Fall noch möglich. Also: auf ins Freilicht-Museum Lake District! Nicht so ein kleines, wie das hinter Hagen, Lake District ist ein ganzer Landstrich mit eingefrorener Infrastruktur. Das hat Auswirkungen auf den Überlandverkehr – Wenn zu beiden Seiten die Fahrbahneinfassung jahrhundertealte Steinmauern sind, macht das Radfahren besonders viel Laune – wenn die Wegführung mal explizit für Radverkehr hinter der Mauer ist – sonst darf zwischen SUV und LKW mit traffic jam vom Feinsten gerechnet werden. Begegnungsverkehr ist nervig bei der Verkehrsdichte – und die ist ganz erheblich. Dazu kommt, dass in der letzten Zeit die Autos in die Breite gewachsen sind und ganz gewiss nicht die Straßen im Lake District.

Nunja, die aufgemalten Flächen auf den Fahrbahnen im Stadtkern haben nicht zu einem Run auf die Fahrräder im Alltag geführt. Auch mit unterstützender Plakat-Werbung tat sich da wenig.

Der Charakter des Freilichtmuseums wird noch dadurch unterstützt, dass Touristen aus aller Herrn Ländern die Ausflugsboote, Dampfzüge und Burgen besetzen. Der Keim dieses konservativen Landschaftsbildes ist in einem Hasen zu suchen. Die Erfinderin von Peter Rabbit ist gleichzeitig die Gründerin des Denkmalschutzes auf der Insel und liebte ihren Landstrich so wie er war. Also konservativ gerne, aber schade, dass die englischen Autos nicht weithin so schmal geblieben sind.

Ach so: und ich glaube, ich habe den Regenwald der gemäßigten Breiten gefunden – also kein Wunder, dass das Lake District heißt. Keine Regenkleidung mitzunehmen ist eine sträfliche Unterlassung – oder einfach blöd – genauso wie in Wuppertal.

Neue Freigaben für den Radverkehr in 2017/18

Klick auf die Titel um die Overlays auf der Karte sichtbar zu machen

ODW: alle Einbahnstraßen Wuppertals
ODW: in Gegenrichtung für Radverkehr freigegebene Einbahnstraßen 2016
ODW: in Gegenrichtung für Radverkehr freigegebene Einbahnstraßen 2018
Generiere den Link zur Karte mit ausgewählten Overlays und angezeigtem Ausschnitt

Puuh, da habe ich lange suchen müssen, bis ich die beiden neuen Freigaben gefunden hatte. Bitte die Ebenen abwechselnd de-/aktivieren, damit es augenscheinlicher wird. Es sind laut dieser Datengrundlage die einzigen.
Die Pfalzgrafenstrasse ist ebenfalls schon für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben – seit mindestens 2016. Alle radfahrrelevanten Datensätze im Überblick (Stand 2016).

Datenquelle: CC‐BY‐4.0 ‐ Stadt Wuppertal ‐ offenedaten‐wuppertal.de