So ein bisschen wie Lego

Auf dem Boden liegendes Fahrrad

Das Drei-Komponenten-Rad nach dem Zusammenstecken

FAG-Innenlager thermisch entfernt

Ein Heißluftfön ist zu kalt- der Bunsenbrenner ist das Mittel der Wahl bei der Entfernung einer festgegammelten Innenlagerpatrone

Der Gepäckträger zu dicht über dem Schutzblech

… doch wohl eher aus dem Stabil-Baukasten bedient

Aus drei abgerockten Projekten ein neues machen: das kam mir ein bisschen wie mit Lego zu spielen vor. Also mit den Teilen, die an allen Stellen zusammenpassen, nicht dieser neumodische Quatsch, der modellspezifische Eigenschaften hat. Die Zwergziege, der ALDI-Umbau und das RadUp-Fahrrad ergeben jetzt ein neues Rad!
Von der Zwergziege und ursprünglich der Bergziege stammt der Akku, aus dem grünen RadUp der Motor und den Rahmen aus dem Verkauf von dem hier. Aus der Zwergziege ist der Junior inzwischen rausgewachsen – und er wächst immer noch. Der ALDI-Umbau nervte kolossal mit seiner 23,5 km/h-Abschaltung und das RadUp-Proof-of-Concept-Bike war eh nur Proof-of-Concept und nie ein ernstgemeintes Rad gewesen. Der Rahmen ist halt für Menschen mit kurzen Beinen gemacht und bei der Mixed-Geometrie hatte ich eigentlich nicht gedacht, dass der Akku da hineinpasst, zumal die Schablone da auch dagegensprach – aber es passt .. so grade, oder mit Verwindung. Das Tretlager war mal wieder ein Knaller. Natürlich fest, wie beim letzen Mal. Ansonsten musste ich nur beim Gepäckträger wieder ein wenig Lebenszeit aufwenden, da ich nicht mehr die originalen Streben zu den Sattelstreben hatte, sondern etwas kürzere. Damit konnte das Rücklicht nicht mehr an den Gepäckträger direkt geschraubt werden. Und da ich grade beim Legospielen war, fiel mir ein,  dass ich ja von meinem Opa noch einen Stabilbaukasten geerbt habe, in dem Teile so geformt sind, wie ich sie jetzt brauche. Die Löcher musste ich allerdings noch aufbohren.

Das Ende eines Schaltzuges

Geborstene Reifenkarkasse

Auf dem Weg zur Schule macht es >PENG<

Festkorridierte Bowdenzugendkapp

Gammel am Rad – schwer zu entfernen

SRAM Gripshift

Einfach das Gummi nach außen ziehen

Das Ende des Bowdenzuges

Das Ende gefunden – bei dem Wiederzusammensetzen gescheitert

Der Schulweg beginnt damit, dass ich die Kinder bringe. Üblicher Weise bis zum Bus, aber ich dachte mir, was kann schöner sein, als mit dem Kleinen noch durch die Landschaft zu schaukeln und meinem „Weg zur Arbeit“ etwas sinnvolles abzugewinnen. Das verringert auf der einen Seite die Selbständigkeit, auf der anderen Seite kann noch etwas länger gefrühstückt werden. Da die Kinder jeweils an einem anderen Tag in die gleiche Schule (etwa 5km entfernt) gehen, bietet es sich ja an, ein Kind jeweils auf das Trailerbike zu packen. Tja, entweder die sind schwerer geworden, oder das Material ist nach zig Jahren auch mal durch. Es machte >flap< >flap< >flap< >PENG< und ich stand mit Kind und Rad zwar im asphaltierten Teil dieser Welt, aber irgendwie dennoch weit weg von allem. Also habe ich Kind auf den Gepäckträger gesetzt und bin zur nächsten Straße gefahren, auf der zu Glück sofort ein Bus kam! Busglück. Maske auf, und rein – oh, ich hatte vergessen ihm den Helm abzunehmen …

Wieder zu Hause habe ich das Hinterrad ausgebaut und gesehen, dass der Bowdenzug für die Gangschaltung sich nicht mehr bewegen ließ. Da ließ sich auch gar nichts mehr bewegen. Das Rad war dauerhaft im 3. Gang – was zwar nicht wirklich schlimm ist, jedoch meinen Anspruch an Funktionsumfang nicht genügte. Vielleicht sollte ich dennoch erst schauen, ob ich alle Teile da habe, bevor ich völlig festgerostete und mürbe Gangschaltungsaußenzüge entferne. Denn eine neue Außenhülle hatte ich nicht in der Länge vor Ort. Der Innenzug ließ sich im Gegensatz sehr leicht aus dem Handdrehgriff entfernen – da kenne ich andere Produkte, bei denen ich den kompletten RevoShift-Griff zerlegt hatte um den Innenzug zu tauschen und dann das Dingen nicht mehr zusammenbauen konnte. Beim SRAM-Grip-Shift ist nur das Gummi zurückzuschieben, andere Produkte werden besser komplett mit Zug neu gekauft.

 

Fahrrad für einen 8jährigen

Kinderrad auf Rasenfläsche

Die meisten Schäden entstehen an den Rädern dadurch, dass die Kinder die Räder irgendwo liegenlassen und Lieferdienste beim Rangieren darüberfahren

SiS-Shimano-Schaltwerk

Hauptsache Schaltung – Gewicht egal

Federgabel

Da simmer dabei, das ist prima, viva Colonia – oder ein Taucher, der nicht taucht, taugt nix

Als mein erstes Kind 10 wurde, brauchte ich ein deutlich größeres Fahrrad, als für das jetzt 10 Jahre alte Kind. Das ist nämlich einen Kopf kleiner und passt auch gar nicht hinten auf das Tandem – dafür fährt er jetzt das Rad, das mal die Tochter gefahren ist. Deswegen kann der in etwa gleichgroße 8jährige nicht das gleiche Rad fahren. Auf das etwas größere Rad passt er aber auch nicht drauf. Also muss wieder ein neues Fahrrad her. Auch jetzt wieder eines aus den Kleinanzeigen, da ich nicht dazugekommen war, das verlorengegangene Schaltkettchen für das 3-Gang-Rad zu organisieren. Um sich von den Bestandsrädern abzusetzen, habe ich dann doch zugestimmt, ein Rad mit Federgabel zu kaufen, obwohl ich die Technik eigentlich nicht mag. Aber es gefällt und ist begeistert den neuen Besitzer. Jetzt fahren die beiden 8 und 10 jährigen Helden stundenlang im Wald spazieren. Na dann. Ab Montag ist wieder Schule.

#mdRzA … mit dem Rad zur … Moment mal!

Playmobil Hamsterrad ohne Hamster

Endlich mal aus dem Hamsterrad raus! Gefunden beim Aufräumen des Kinderzimmers

Leichenwagen an Ampel

Ein weiteres Mal, dass ein Leichenwagen die Ortschaft verläßt. Das dritte Mal innerhalb von sechs Wochen – und dabei wohnen da nur etwas über 100 Leute.

Kettenstrebenverschleiß

Aus der Kategorie: selten verschlissene Fahrradkomponenten: die kettensteitige Kettenstrebe

Dieser Blog titelt „Mit dem Fahrrad zur Arbeit“ – nun eine Komponente in diesem Ansatz ist zurzeit nicht vorhanden: der Weg zur Arbeit. Es gibt grade für mich keine verdienstinduzierte zu überwindende Strecke – meine Arbeitgeberin hat für alle Mitarbeitende „Home-Office“ angeordnet. Bei voller Stundenzahl und Bezahlung und ohne Zeiterfassung. Für die Zeiterfassung zuständig war erstmal mein Rücken, der es einfach nicht gewohnt ist, auf einem normalen Stuhl die vertraglich vereinbarte Stundenzahl abzusitzen. Der Bewegungsradius im Home-Office ist viel geringer als der in einem großen Bürokomplex. Die Kollegen befinden sich keine 10 Schritte weiter in einem anderen Büro, sondern verbergen sich hinter ellenlangen URLs in virtuellen Räumen. Um die positiven Gesichtspunkte meiner üblichen Radfahrt nicht einzubüßen, fahre ich morgens und abends trotzdem eine Runde „um den Block“. In meinem Fall um den ein oder anderen Steinbruch. Zum einen möchte ich nicht die Kontinuität verlieren, die ich bei dem Sammeln von überfahrenen Tieren habe, zum anderen auch mal richtig wach werden. Nur da habe ich gemerkt, fehlt mir etwas. Etwas Adrenalin. Der Autoverkehr ist so drastisch zurückgegangen, dass ich gar nicht mehr in die Zeit davor zurückmöchte. Kein Bedrängtwerden, keine kritischen Situationen, kaum Begegnungsverkehr. Da lasse sogar ich den Helm weg, da der mir nur zur Kommunikation mit Autofahrenden dient – und wo keine Autos, da auch kein Helm. Nach und nach stelle ich fest, dass immer mehr mir bekannte Menschen aus den angrenzenden Ortschaften sich in letzter Zeit mit einem Pedelec ausgestattet haben – und damit den Weg zur Arbeit bewältigen, denn Selbständige oder Menschen in der Pflege haben keine Möglichkeit zum Home-Office. Die treffe ich aber auch nur, weil ich aus meiner Routine rausgefallen bin und mich nicht mehr nach Schule- und Kindergartenbeginn richten muss. Das erhöht die zeitliche Varianz meiner Tour deutlich. Wo sich vielleicht auch eine weitere Varianz andeutet, ist an meinem Rahmen. Diesen (4.) Aluminiumrahmen fahre ich jetzt seit über 6 Jahren und allmählich wird eine Stelle an der Kettenstrebe hinter dem Kettenblatt dünner. Mal schauen, ob und wann sie bricht, nachdem sich zum x-Mal die Kette hinter dem Kettenblatt verhakt hat. Warum auch immer …

E-Seilzug-Trike 3/3

Scheibe mit Magenten auf Seilrolle

Die Aufnahme für die Vierkantkurbel passt auch auf die Achse der Seilumlenkrolle

Hallsensor auf die Halterung der Umlenkrolle aufgeklebt

Für die zusätzliche Breite der Magnetscheibe musste die Achshalterung der Umlenkrolle weggefeilt werden – der Hallsensor ist mit Heißklebewachs aufgeklebt

Seilzug-Ruderrenner von oben

Auf die Sitzfläche ist mit Doppelklebeband 240er-Schmiergelpapier aufgeklebt

Die Motorsteuerung in der Hand zu halten hat sich auch nicht bewährt. Bei weiteren Testläufen ist das Sensorkabel gerissen, weil die herabfallende Person sich noch an etwas geklammert hat. Das Kabel hat den Sturz wohl kaum gemildert. Ich habe dann die Magnetscheibe, die sich drehen muss, damit der Motor sich drehen darf, neben die vordere Umlenkrolle platziert. Mit einem >Klick< ließ sich die Scheibe aufstecken und hielt erstmal – ich habe sie später aber noch mit Heißklebewachs auf der Umlenkrolle fixiert, damit sie bei jedem Drehimpuls der Rolle sich mitdreht. Die Achse wurde mit 2 Unterlegscheiben verbreitert, damit sich die Rolle trotz der zusätzlichen Scheibe wieder frei drehen konnte und die Achshalterung wurde noch mit einer Holzfeile geweitet. Ebenso musst der Durchlass des Seilzuges durch die Basisplatte aufgeweitet werden. Den Sensor habe ich mit Heißklebewachs auf das Holz geklebt – im fotografierten ersten Anlauf um 180° gedreht … Aber Heißklebewachs ist ja schnell wieder entfernt und neu appliziert.

Nun kann also mit der Logik – ich ziehe am Seil und der Controller bekommt die Freigabe durch den Sensor und der Motor dreht aktiv mit – gefahren werden. Da das Seil aber nicht endlos lang ist, sondern wieder durch die gleiche Öffnung zurück muss, hört der Motor direkt wieder auf, wenn das Seil herausgezogen wurde und wieder von der Feder in das Gehäuse zurückgezogen wird. Da konnte ich mit der manuellen Steuerung aber länger an einem Stück motorunterstützt fahren ..

Auf jeden Fall – mit wieder montierter Seitenzugbremse und Motorunterstützung hat sich auch meine Frau getraut damit zu fahren – und hat direkt den Vorschlag gemacht, Schleifpapier auf die hochglanzlackierte Fläche zu kleben, um wenigstens etwas Seitenhalt zu haben.

Fazit des Testfahrers mit den meisten zurückgelegten Metern:

Es ist genauso anstrengend wie vorher, aber man kommt weiter…

 

E-Seilzug-Trike 2/3

Flaschenzug-Doppelrolle mit geschmolzener Umlenkrolle

Wo rohe Kräfte walten und das Seil nicht immer dicht anliegt …

Mit den Beinen lenken - mit den Armen für den Vortrieb sorgen

User interface from hell – gebremst wird im Übrigen mit den Außenkanten der Schuhe gegen die Innenseiten der Vollgummiräder

Schürfwunde auf der Hand

Handschuhe sind die wichtigste PSA auf dem Gerät

Mit den Beinen lenken – mit den Armen für den Vortrieb sorgen … das klingt nicht nur bescheuert, das ist es auch. Die Kraft muss mit dem Rücken oder Oberkörper oder aus den Armen aufgebracht werden, damit sich diese Konstruktion aus Multiplexplatten vorwärts bewegt. Vorwärts immer – rückwärts nimmer! Denn beim Rückwärtsfahren wird das Zugseil eingezogen und wenn der Handgriff auf dem Chassis aufliegt, rollt es nicht mehr rückwärts. Wenn dann bei leichter Steigung ein ausgewachsener Mensch am Seil zieht, dann kann es passieren, dass so ein Teil wie eine Blockseilrolle mit Wirbel kaputt gerissen wird. Statt einer einfachen Blockseilrolle hatte ich jetzt nur noch die Doppelrolle aus dem letzten Versuchsaufbau da – und prompt ging mir die wegen der schrägen Belastung ebenfalls kaputt. Egal – ich hab ja den Motor drin – der über einen Hallsensor mitgeteilt bekommt, dass pedaliert wird. Pedale gibt es nicht, die Umlenkrolle ist jetzt nicht ohne weiteres sofort mit Magneten zu bestücken – also wird das Drehen der Kurbel des Fahrrades simuliert. Oder stimuliert. Bei der auszuführenden Handbewegung hatte ich das Gefühl des Vornehmens einer sexuellen Stimulation. In der einen Hand den Hallsensor, in der anderen die Magnetscheibe – und dann immer im richtigen Rhythmus und Abstand die beiden Teile gegeneinander bewegen. Führt es zu Erfolg, dreht der Motor und das Dingen schiebt richtig an, wenn darüber der Rhythmus nicht eingehalten werden kann, schaltet der Controller den Motor direkt wieder ab. Mit den Beinen lenkend, die Hände in minimaler Bewegung im Schoß – das ist nichts für schwache Nerven, weil das Dingen grade in Kurven nicht wirklich stabil auf der Straße liegt. Handschuhe an!