Wild West Electro

Stadtwerke Warburg

Stadtwerke Warburg ziehen Konsequenzen daraus, dass Elektroautos an der Rad-Touristik-Infrastruktur geladen wurden

Stecker-Quatsch

Adapter um einen Twizy an einer Typ2Ladesäule zu laden – umgekehrt noch teurer

Abgeschlossenes Pedelec mit Hinterradnabenantrieb

50 – 60 Jahre alter Mann schließt beim Stromdiebstahl sein Pedelec in sich selbst ab. Zum Glück – denn so konnte ich an der Stelle der Trauergemeinde ein Rednerpult hinstellen

Puuh, das hätte ich nicht gedacht, dass es solche Abgründe in der Elektromobilität gibt. Da draußen sind die Claims längst vergeben und um die wenigen Tränken gibt es … Konkurrenz.
Es gibt viel zu wenige öffentlich zugängliche Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Ich schreibe Fahrzeuge, obwohl ich bei meinem Pedelec den Akku herausnehmen und an beliebiger Stelle laden kann, also selbst nicht dringend darauf angewiesen bin. Zurzeit probiere ich grade einen Twizy aus – und bekam dazu einen Stapel Postkarten zum unter den Scheibenwischer klemmen mit dem Tenor „Schön, dass Du Deinen Scheiß-Verbrenner hier vor der Ladesäule parkst – wenn Du hier parken möchtest, kauf Dir ein eigenes Elektroauto!“. Weiter sagte mir der Verkäufer bei der Übergabe, dass auch andere Elektroauto-Nutzende gar nicht so gerne einen Twizy vor einer Ladesäule sähen, denn der könne ja überall aufgeladen werden und bedürfe nicht so dringend der kostbaren Ladeinfrastruktur.
Tja, irgendwann muss der Eindruck entstanden sein, dass überall und kostenfrei Elektroautos nachgeladen werden könnten. Es konnte auch mal im großen Stil geladen werden – nun bieten nur noch manche Supermärkte 1 Stunde kostenfreies Laden an. Und da kann ich jetzt auch mitspielen, da ich nach dem Twizy-Kauf über einen Adapter verfüge, um eine Mennekes-Dose mit meinem Schukostecker am Twizy zu verbinden. Da könnte ich auch mit meinem Pedelec zum Laden ankommen!

Ohne einen Mennekes-Stecker-Adapter zu benutzen habe ich jetzt einen Mann aus dem Rheinland erwischt, der unerlaubterweise Strom auf anderer Leute Kosten für sein Pedelec gezogen hat. Dafür hat er einen Stecker auf dem Friedhof gezogen und sein mitgebrachtes Ladegerät angeschlossen. Dumm nur, dass ich da war und etwa 40 weitere Leute für eine Beerdigung, die nachgefeiert wurde, weil zum Zeitpunkt der eigentlichen Beerdigung nur ein Bruchteil der Personenanzahl erlaubt war. Dumm gelaufen – und vor allem – nicht geladen. Nach drei Stunden kam er wieder und wunderte sich, dass sein Akku nicht voll war und nicht etwa, dass ich keine Strafanzeige wegen seines Verhaltens beim Sheriff gestellt hatte.

Also gibt es auch bei den Pedelec-Fahrern Menschen, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind und nicht zu den Guten gehören – etwas, was wiederum andere als einen Kaufgrund für ein Elektroauto anführen – um zu den Guten zu gehören.

Und während die Guten schon mal die billigsten VWs von der Liste wegbestellt haben, weil nach dem Wegfall der Subvention nicht damit gerechnet wird, dass das Dingen sich noch weiterverkauft – sollten sich die neuen Elektroauto-Besitzenden schon mal damit auseinandersetzen, dass sie für ihr neues Schätzchen noch einmal mindestens € 2.300 ausgeben dürfen, um es vor der Veranda ihrer Ranch laden zu können.

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