Material: Benutzt wird FAG-Innenlager-Schlüssel (7), Gewebeklebeband (9), Innensechskant 3mm (5), Innensechskant 4mm (20), Kabelbinder (16), Kurbelabzieher (14), Lötkolben (19), Luftpumpe (8), Maulschlüssel 17mm (11), Maulschlüssel 8mm (16), Reifenheber (12), Schutzblech (4)

Langlieger zu Pedelec

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Sichtfeld auf einem Aufrecht-Rad

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Sichtfeld auf einem Liegerad


Ok, ich werde auch älter – und erfahrener. Zu solchen pauschalen Aussagen will ich mich gar nicht mehr hinreißen lassen. Sag ich jetzt mal pauschal.

Mein Nachbar und ich haben jetzt mal wieder einen Angriff auf sein Liegerad gestartet. Er kann sich auch vorstellen, mit dem Fahrrad zur Arbeit (Velbert/ 12km) zu fahren. Aber er möchte das erst mal testen. Wenn möglich, bitte den Ball flach halten.

Jetzt bin ich die Strecke mit dem modifizierten Liegerad gefahren – charmant so ein Panorama-Radweg

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Vorzustand – schon mit neuen Mänteln und Steckschutzblech von der letzten Aktion

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Vorderradschwinge bei einem Langlieger-Liegefahrrad mit Magura Felgenbremse – Es ist möglich eine elektronische Motorabschaltung in den Ölkreis zu integrieren

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Unboxing – nach der Art der Verpackung zu urteilen machen die das nicht das erste Mal und die 5,90€ Versandkosten sind mal gut angelegt.

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Känguru-Akku mal völlig anders montiert – dank des flexiblen Kabelauslasses

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Crimpen ist das Aluminium formschön um das Kabel quetschen – gelötet hält es auch

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Und das ist so der Unterschied zwischen Wuppertal und Münster

Hydraulische Magura-Felgenbremsen sind schon mal nicht verkehrt. Das Rad war für Rennen im Flachland konzipiert – für den Pedelec-Betrieb im Bergischen habe ich jetzt das primäre Kettenblatt mit 36 gegen eines mit 22 Zähne getauscht. Primär, weil das Rad zwei gestaffelte Schaltungen mit je einem Schaltwerk montiert hat. Schaltfehler werden bei diesem Setup leider enorm bestraft. Ich kann jetzt nicht mehr mit 90 U/min 80 km/h fahren, komme aber beim Berganfahren überhaupt in den Quark.

Die Motorwahl fiel auf einen Bafang Hinterradmotor. Einfach, weil bei dem Langlieger-Liegerad kaum Last auf dem Vorderrad ist. Die Manövierfähigkeit in engen Kurven bleibt beschränkt – oder meine Manövierfertigkeit …

Als Umbausatz wählte ich diesmal nicht die billigste iBäh-Variante, sondern habe mir das Rad eingespeicht zuschicken gelassen – so viel zum Ball flach halten

So konnte ich immerhin den Fortschritt der letzten 5 Jahre sehen. Der Controller hat einen eigenen Ein-Aus-Schalter, das Motorkabel hat einen vernünftigen Stecker und die Anleitung ist deutlich ausführlicher und umfangreicher geworden. Erforderlicher Skill-Level: Noob.

Da ich meinem Akku einen neuen, universelleren Auslass angeklemmt hatte, bin ich bei meinem ‚on-the-fly‘-Pedelec-Zusammenstecken nicht mehr auf Akku-Halterungen angewiesen, sondern kann die Position besser improvisieren.

Felgenband war mal wieder nicht dabei – herrje – Textil-Klebeband tut es auch.

Die Montage der Schutzbleche hat mich mehr Zeit gekostet als die Elektrifizierung.

Apropos „Mal eben“: eine kurze Zusammenstellung der Kollateralbeschraubungen:

  • Kettenblatttausch
  • Kurbeltausch
  • Schutzbleche vorne und hinten
  • zusätzlicher Rückstrahler
  • vorderes Laufrad mit Nabendynamo und Lagerschaden raus
  • Lumotec Fly E montiert und verkabelt
  • Sitzfläche zum Schuster
  • Akku-Schlüssel- und -Halteplatte eingekauft
  • Akkuhalterung aus Klettbändern und Iso-Matte improvisiert
  • Schlauch geflickt (Schleicher)
  • Position der Sitzbank der Beinlänge angepasst
  • Lenkung justiert
langlieger_mit_phylion_gepaecktraegerakku_unter_rohr

Gepäckträger-Akku vom ALDI-Pedelec provisorisch mittig unter den Rahmen gehängt