EMOTAL

HEUL DOCH! Ist mein Taschentuch dabei. Ich kann auch die Google-Bildersuche bedienen …

Na, genug Emo-Bashing, trotz schwierigem Assoziations-Feld hat die Uni Wuppertal das Suffix ‚tal‚ an Elektromobilität gehängt. Ein ‚tal‘ anzuhängen haben ja auch andere schon geschafft.

(…) If I can make it there, I’m gonna make it anywhere (…)

Frank Sinatra

Dieses Zitat wurde mir bei der Vorstellung präsentiert – und ich erinnerte mich daran, dass sich einmal eine Unternehmung aus Berlin bei mir gemeldet hatte, ob ich sie nicht vielleicht verlinken könnte. Velogista – Lastentransport mit Pedelecs.
Ich habe zurückgeschrieben, dass ich das gerne tue, wenn sie mir ein Rad mal vorbeischicken würden, ich hätte nämlich große Lust, mich auf ein 60 kg schweres Rad zu setzen, das 250 kg Zuladung hat. Und bei dem ich mit 250 Watt unterstützt werde.
Nachdem ich ihnen folgende Rechnung präsentiert hatte, haben sie sich nicht mehr gemeldet, aber es immerhin einen Monat später in Spiegel-Online geschafft. Der Publikationsreflex ist bei anderen ausgeprägter.

Folgende Rechnung:

250 kg Zuladung                   
 60 kg Fahrrad                 unterstützt mit 250 Watt
 80 kg bekleideter Fahrer      schafft normal  150 Watt / Spitze 300 (20 Sekunden)
------                                         --------
390 kg                                         400 Watt

Jetzt mal kurzen Besuch bei kreuzotter.de abgestattet und den Luftwiderstand eines Hollandrades angenommen, Gewicht, Leistung – und ganz gemein – 5% Steigung angegeben …
Tada: Bei einer Leistung von 400 Watt schaffe ich eine Geschwindigkeit von 6,6 km/h.
Nicht mal die Frage nach der Schaltung wurde mir beantwortet.
Auf der Max-Horkheimer mit 7% wären dann 4,9 km/h angesagt. Bei 90 Kurbelumdrehungen pro Minute im ersten Gang. Kein Wunder, dass das Velotaxi nur in der Ebene fährt. Den Oberen Grifflenberg wieder runter – auf drei Rädern – das ist auch keine gute Idee.

Spitzkehre des Oberen Grifflenbergs – die erlaubten 30 km/h bergab bedürfen einer trockenen Fahrbahn

Aber zurück zum EMOTAL, aus dem Dreiklang ‚Fitness-Bike-App‘, ‚Dynamische Versicherung‘ und ‚Zertifizierung für E-Werkstätten‘ spricht mich eigentlich nur der erste Punkt an, der Rest interessiert mich nicht.

Mal sehen, was da für eine App rauskommt, die die Routenplanung je nach Fitness-Zustand macht. Sie sind fit genug, also bitte kurz mal von der Nordbahntrasse hier in Varresbeck runter, jetzt den Otto-Hausmann-Ring hoch und anschließend die Nüller Straße wieder runter. Das bringt dann auch den Kreislauf wieder in Schwung.

In Aachen, an der Projektpartner-Hochschule, gibt es schon die erste Ladestation für Ausleihpedelecs bevor auf dem Campus Freudenberg in Wuppertal überhaupt mal ein überdachter Fahrradständer montiert wird.

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