Autos kaufen

Beschädigtes Auto

Vorwärts- mit Rückwärtsgang verwechseln: wirtschaftlicher Totalschaden beim beschädigten Fahrzeug – das gibt dann € 1.350 von der Versicherung für die geschädigte Partei und jede Menge Laufarbeit

Für meinen damaligen Mitbewohner war es ein „Gesundstoßen“ als ein Feuerwehr-Fahrzeug auf einer Übung die Heckklappe seines klapprigen Kleinlasters eindrückte. Konnte er sich von dem Geld der Versicherung erst einmal neues Auto kaufen. Also eines, dass seinem Anspruch, dass es fährt, genügte. Das war vor 15 Jahren und ich habe nicht vorgeschlagen, es als Zeichen zu nehmen, auf das Auto komplett zu verzichten. Zu zwingend erschien mir damals die Notwendigkeit des Besitzes eines eigenen Autos.

Dieser Besitz wird auch heute noch um mich herum stark als Notwendigkeit wahrgenommen. Da kann schon ein Bullit besessen werden, das hindert jedoch nicht, sich ein neues Auto zu kaufen. Also – ein Fahrzeug, das mit 15 km auf dem Tacho und nach einem 3/4 Jahr rumstehen zu 3/4 des Listenpreises verkauft wird … und dann noch ein schwarzes SUV ist. Mir wird das begeistert erzählt – und von dem Verbrauch von angeblich 6 Liter Diesel auf 100 km vorgeschwärmt. Tja – was soll ich sagen? Herzlichen Glückwunsch zur fossilen Sackgasse? Ganz schön viel Auto für recht wenig Mensch?
Oder ein anderer Kollege, der nicht in einer Entfernung zur Arbeitsstätte wohnt, bei der ich sagen würde – uh, selbst mit einem S-Pedelec dauert das zu lange (> 30 km), der sich ein Allrad-VW-Passat mit Betrugsmotorsteuerung und 180 PS für seine 4 km zur Arbeit gekauft hat. Es war halt günstig und mit Ende 20 habe ich auch noch anders gedacht … mein damaliger Golf II hatte immerhin auch 75 PS und nicht die minimalen 55.
Was soll ich da sagen, ohne mir meinen Kollegenkreis zu verprellen?

Zurück zu dem oben abgebildeten Ford Fiesta: Hätte es bei der Ersatzbeschaffung für den Zerdötschten nicht wenigstens ein Elektroauto wie ein Twizy sein können? Gab es da nicht nach Antragsstellung sogar bis zu 9.000 € Zuschuss für? Ja, wäre der Twizy ein Auto und nicht eine Alternative zur Reduzierung von Lärm und Parkdruck in den Innenstädten … dann gäbe es dafür auch Förderung. So wird Menschen, die ohnehin bereit und fähig sind über € 15.000 für ein Auto hinzulegen, der Arsch hinterhergetragen und sie möglicher Weise verleitet, eine ebenso große Hülle für ihren Weg zu den täglichen Besorgungen zu kaufen, wie zuvor –
Also wenn für diese die Möglichkeit besteht, das Elektroauto haushaltsnah aufzuladen – wie zum Beispiel in einem eigenen Carport mit Steckdose. An der Arbeitsstelle zu laden bleibt wohl ein ferner Traum – da lob ich mir die Möglichkeit nur einen kleinen Akku an meiner Mobilitätslösung zu brauchen und diesen auch einfach ausbauen zu können.

Das Ende vom Lied: die Ersatzbeschaffung wurde ein fast neuer Verbrenner mit allem Zipp und Zapp und einem Mehr von 20 PS – bei immerhin gleicher Fahrzeuggröße.

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