Schleichwege zur Bergischen Universität Wuppertal – Campus Grifflenberg

Der Hauptcampus der Bergischen Universität Wuppertal liegt mitten am Hang – an der südlichen Talflanke des Wuppertals. Es war 1970 die letzte unbebaute innerstädtische Fläche, als die Bildungsinitative NRWs – von SPD und FDP getragen – für die geplanten Gesamthochschule Standorte suchte.
Schreiners Wiese war nicht ohne Grund eine unbebaute Fläche. Nordhang, bescheidener Baugrund (Lehmiger Schluff) und übersäht mit Bombenkratern, die für die Schlittenfahrten noch die richtigen Sprungschanzen bildeten. Außerdem war teilweise das Gelände mit dem Trümmerschutt der Südstadt, der bei den Bombardierungen Wuppertals entstand, angeschüttet. Wer es nicht glaubt, dass die Gebäude rutschen, darf im Kern zwischen den Gebäudeteilen O und P mal nach neuen Fliesen schauen. Das Parkhaus A bremst die Talfahrt nun wie ein Prellbock.
Apropos Parkhaus, die Parksituation war kurz nach der Eröffnung wohl schon unbefriedigend.

Und weil ich die Möglichkeit mit dem eigenen Auto zum Campus Grifflenberg zu kommen für die schlechteste halte, beschäftige ich mich mit der aus meiner Sicht günstigsten Variante für Mitarbeitende: der Anfahrt mit einem eigenen Pedelec.

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⤴ vom Robert-Daum-Platz direkt hoch zur Grifflenburg
⤵ von der Grifflenburg nach Barmen
⤵ während der Sperrung des Döppersberg zur östlichen Seite des Döppersberg
⤵ während der Sperrung des Döppersberg zur westlichen Seite des Döppersberg
⤴ vom Ölberg zum Campus Grifflenberg
⤴ Variante vom Ölberg zum Campus Grifflenberg
⤴ vom Arrenberg zum Campus Grifflenberg
⤴ Vom Sonnborner Ufer zum Campus Grifflenberg
⤴ BONUS-TRACK: kurz & knackig von Osten kommend
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In dieser Karte werden die Wege, die ich zur Bergischen Universität mit dem Fahrrad benutze, zusammengestellt. Da ich schon über einen gewissen Zeitraum mich mit der Thematik auseinandersetze, sind ein paar Routenvorschläge schon etwas veraltet, aber für Weg-Variationen habe ich immer etwas übrig. Zumal die besten Routen für das Hoch- und Hinabfahren sich deutlich unterscheiden können. Auch welches Gebäude auf welcher Ebene angefahren werden soll – ME02, P05, B06, N08, M10, I13 hat Auswirkung auf die Routenwahl.

Die genannten Zugänge sind fast alle „ebenerdig“ allerdings – es sind bis zu 11 Stockwerke Unterschied zwischen den Zugängen auf dem einen Campus! – ein bisschen kann faul getrickst werden, wenn im Parkhaus A oder B das Rad mit in den Lift und auf Ebene 5 oder 8 gehoben wird – aber Multimodalität brauche ich auf meinem täglichen Weg nicht. Weder will ich darauf angewiesen sein, mein Rad im Bus mitzunehmen, oder sogar, dass ich absteigen und es schieben müsste. Ja, ich komme mit einem normalen Fahrrad die Berge hier hoch, aber danach kann ich mich auswringen, wenn ich die gleiche Zeit wie mit dem Pedelec versuche zu erreichen. Und ich will nicht 10 Minuten länger brauchen müssen, weil 120 Höhenmeter von der Talsohle bis I13 steinhart zu überwinden sind.

Den Hauch einer Chance für eine Fahrradstadt hätte es tatsächlich mit den Studierenden als Motor gegeben, wenn es in den 1990er Jahren etwas Weitsicht und Mittel gegeben hätte. So hätte man auf dem in der Zeit stillgelegten Steinbecker Rangierbahnhof nicht die „Steinbecker Meile“ anlegen können und anstatt  € 400.000.000 für die sukesszive Sanierung des Gebäudekomplex am Grifflenberg dort – nahe der Talsohle (147 m über NHN) – einen kompletten Neubau hinstellen sollen.
Stattdessen wurde auf der südlichen Hochebene (330 m über NHN) eine Kaserne zu einem weiteren Campus umgewidmet, mit großem Parkplatz und einzelnen Radabstellanlagen für 2-4 Rädern die selten genutzt sind.

2 Gedanken zu „Schleichwege zur Bergischen Universität Wuppertal – Campus Grifflenberg

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