Mobile Fahrradgaragen

Dieser Hänger ist mein Aufhänger für diesen Artikel – steht der doch an meinem derzeitig bevorzugten Weg zur Arbeit rum, und lässt meine Gedanken schweifen.

Auch hier beim Velotaxi das gleiche Phänomen – Fahrräder als Produktionsmittel von Francisenehmern – zu sperrig um irgendwo günstig gelagert zu werden, zu immobil, um schnell am Point-of-Sale zu sein. Lösung: Zwischenlagerung in abschließbaren Kofferanhängern für PKW.

bueffee

Das ist auch ein Kofferanhänger, der schon im Grenzgebiet von Nordstadt und Ölberg steht. Könnte ja mal ausgeliehen werden und direkt auf dem Ölberg abgestellt werden – als Fahrradgarage auf Probe.

Das Bürgerbudget Wuppertal hat auch noch eine weitere Initiative mit Fahrradbezug ans Licht gebracht:

Fahrradgaragen für den Ölberg.

Und ich dachte mir: Garagen gibt es da doch wohl ausreichend ….

Autofahrenden die Parkplätze wegnehmen – nehmt denen lieber den Plunder aus den Garagen und seht zu, dass die ihre Blechbüchse da auch reinstellen! Oh – die passen gar nicht mehr. Die Autos sind zu fett geworden, um mit ihrem Lenkradius in die Durchfahrt (Löf) zu passen und in die Garagen so reinzufahren, dass noch jemand aussteigen könnte … Bleiben die halt draußen auf der Fahrbahn.

Ich habe ja gut reden, meine Lösung hält schon über ein Jahr und hat nur 100 € gekostet. Winkelset beim Baumarkt, eine Handvoll Dachlatten und das Teuerste waren die Well-Plexiglas-Platten die nun schmuddelig aussehen, aber ich könnte ja mal putzen .. vandalensicher ist anders, aber wenn mal der Gas-, Abwasser– oder Heu-Wagen kommt, kann das Dingen schnell weggetragen werden.

Ansonsten habe ich jetzt morgens ein taufreies Fahrrad. Das heißt nicht, dass es nicht beschissen würde. Aber das ist ein anderer Beitrag ;-)

9 thoughts on “Mobile Fahrradgaragen

  1. Alex

    Das eingeschossige Fahrrad-Parkhaus erinnert mich ganz stark an mein Tomaten-Häuschen. Beim ersten Schnee bzw. beim Übergang zum Tauen hingen die Latten mächtig durch – quasi ganz kurz vorm *Krawumm*. Eine schnell reingefummelte Dreiecks-Konstruktion in der Mitte der langen Seite konnte schlimmeres verhindern – seitdem sehr stabil. Ach ja, putzen? Och nööööö …

    Ach und eine super Öko-Imgae mit E-Motor im Lastenfahrrad oder Velomobil vortäuschen, während das vom Diesel gezogene Anhängergespann quer durch die Stadt gegondelt wird ist ungefähr die gleiche Liga, wie ein E-Auto mit Verbrennungsmotor betriebener Heizung für den Innenraum … mann mann mann

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    1. von mir Beitragsautor

      Sag nichts gegen meinen Elektrabi! Der hatte eine 3 l Gasflasche im Kofferraum um mit einer Webasto-Standheizung die fehlende Motorabwärme zu kompensieren. 1992 war das state-of-the-art! Die Standheizung hat dann auch das meiste auf eBay im Einzelteilverkauf gebracht… Eine Flüssiggasheizung ist tatsächlich sinnvoller, als aus Gas/ Kohle/ Scheiße Wärme, aus Wärme Strom, aus Strom Akkuladung und aus Akkuladung Wärme zu machen.

      Und wenn ich mich nicht irre, habe ich auch schon eine Dreieckskonstruktion zur Aussteifung ins Dach geschraubt ;-)

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  2. Norbert

    Ich glaub nicht, dass das ein Garagenersatz sein soll, sondern damit fährt man zum Einsatz, nicht mit dem Rad. Man gibt sich also ein Öko-Image, obwohl es viel ökologischer wäre, die Cafe-Ausrüstung ohne Rad in den Hänger einzubauen.

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    1. von mir Beitragsautor

      Es ging mir um Umnutzung von Parkraum sinnvolle Nutzung von Straßenraum – genehmigungsfrei können Auto-Anhänger einfach auf öffentliche Flächen gestellt werden. Üblicher Weise werden die nicht abgeschleppt. Wenn schon keine Garagen aufgegeben werden – was ich für den sinnvolleren Weg halte – dann halt auf der Straße in beengten Verhältnissen. Natürlich sollten vorher Gespräche mit den Anwohnenden geführt werden, um nicht direkt in die Suppe gespuckt zu bekommen.

      Bei der festen Installation von Fahrradboxen/ oder -garagen ist ja immer die Frage, was mit der Kiste und ihrer Verankerung passiert, wenn der Platz beispielsweise von Straßenfesten genutzt werden soll. Und daher die Verquickung von Kofferanhängern und Fahrradgarage. Andere stellen sich sogar statt Anhänger direkt einen Bus vor- https://twitter.com/taljournal/status/929969565886447616

      Allerdings ist zu berücksichtigen, dass vielleicht ja gar nicht das da drin ist, was außen aufgeklebt ist. Oder es ist kalkuliert, dass grüne Lifestyle-Attributition ungrün bewegt wird. Also die Hoffnung damit mehr Umsatz zu generienen – da es im Straßenbild sichtbar ist – ist größer, als der möglicher Weise entgehende Umsatz durch die paar Ökos, die sich vor das Gesicht schlagen, wenn sie so etwas sehen. m(

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      1. Norbert

        55.000 Euro … kann man da nicht auch was ebenerdiges bauen für 14 Räder?

        Ich finde die Idee interessant, vor allem wenn jahreszeitlich bedingt die Nachfrage sich verlagert und weil man so Nachfragen testen kann vor dem Bau von was festem und man keine Baugenehmigung brauch (aber Sondernutzung oder so bestimmt).

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        1. von mir Beitragsautor

          Da bin ich bei Dir! Lieber eine provisorische Lösung als auf den roten Teppich warten! Lieber Fehler als gar nichts machen – sagt man doch heutzutage so, oder?

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          1. Norbert

            Ich meinte das anders. Ich würde darin eher eine Lösung sehen, um über ein Jahr z. B. den Bedarf zu ermitteln um dann richtig zu planen und bauen.

          2. von mir Beitragsautor

            In dem sehr prominent im Artikel plazierten Link “Fahrradgaragen für den Ölberg.” https://www.buergerbudget.wuppertal.de/cb/t711bwqTXj3GSGiEVwa3li3YZDqvq4pL/topic/v0PRrmEx5PsIgyGUNZpw2IoTfi538KYb?type=phase1 wird für die Bedarfs- und Standortermittlung so wie die Aufstellung von 4 Fahrradgaragen EUR 42.000 als Kosten von der Stadt Wuppertal geschätzt. Das Projekt hatte jetzt nur 135 Fürsprecher wuppertalweit und kam damit nicht in die Auswahl umzusetzender Maßnahmen. Weder 42.000 noch 55.000 Euronen (für den Bus in Meschede am Bahnhof) fallen einfach so vom Himmel – zumal der Bus halt den Nachteil hat, dass er nur an einem Standort stehen kann (am Bahnhof sinnvoller, als in einem Wohngebiet, wo nicht alle in einem Haus wohnen). Möglicher Weise werden Anhänger, in die Fahrräder gestellt werden und die privat finanziert oder gesponsert werden, auf dem Berg geduldet. Möglicher Weise … ich bin da nicht soo vor Ort, dass ich da Klinken putzen könnte – das müssen die Projekttreibenden auf dem Berg schon selber in ihrer Nachbarschaft machen.

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