Material: Benutzt wird Kreuzschlitzschraubendreher PH 2 (25), Maulschlüssel 10mm (13), Schraubendreher 4mm (14)

Chariot mit Spurschaden: Teil 2

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Am Kopf gebrochene Speiche am Kinderanhänger

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Kunststoffhülse für Steckachse

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Ersatzteilnummer des plastic axle adapter

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Ein Sperrstift blockiert die Kugeln, die sich auf der Rückseite der Hülse über die Zeit einarbeiten

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„Trocken“ montierte Hülse auf Steckachse – rechts die gesperrten Kugeln

chariot_achsstumpf_imperial_measure_127mm

12,7 mm ::= ½ Zoll – unterhalb der Nut für den Sprengring Spuren des nicht exakt passenden Industrielagers

Dieser Hänger ist laut dieser Publikation das beste Produkt am Markt (Stand 2007).

Teuer ist er auch – um so ärgerlicher, dass mein Exemplar sich mit hohem Reifenverschleiss bemerkbar machte.

Zwei Wochen nach Veröffentlichung des Artikels bemerkte ich eine stärker werdende Unwucht in der Anhängerbereifung. Ich rechnete mit dem Durchdrücken des Schlauchs durch die Karkasse des Mantels im Bereich der Lauffläche –  aber nicht mit einer gebrochenen Speiche.

Gut, hatte ich das Rad wieder in der Hand und habe mir mal den Messschieber genommen um die Buchse, in der die Steckachse gelagert ist, auf Verschleiß zu untersuchen.

Bingo! Die Steckachse ist 12,7 mm dick, das Loch am Hänger 13 mm weit. Das kann ja nur wackeln!

Nach der Nachbestellung der Buchse – äh – falsch, laut Wikipedia ist eine Buchse ein Rohr, dass das Gegenstück passgenau aufnimmt – eine Hülse ist lediglich ein Röhrchen, das eine Isolier- oder Fixierfunktion hat – habe ich festgestellt, dass auch das Neuteil, das beim Händler korrekt nur als „Hülse“ benannt wurde, im Neuzustand ebenfalls 13 mm Innendurchmesser hat.

Mit 0,3 mm Unterschied lässt sich das Rad einfach wechseln, aber nicht auf einen ruhigen Gradeauslauf trimmen.

Naja, dachte ich, erst einmal die Hülse ausbauen und schauen, ob sich am hinteren Ende die Hülse merklich geweitet hat – Fehlanzeige, vorne wie hinten 13 mm.

Ohne Ausbau der Hülse lässt sich aufgrund der beengten Verhältnisse ihr hinteres Ende nicht messen – und wo ich schon beim Auseinanderbauen war, habe ich gleich beim Rad die Achse aus der Nabe gezogen um die verbauten Industriekugellager auf Spiel zu kontrollieren.

Die Kugellager rubbelten – kein Wunder bei den Toleranzen. Gemessen … gewundert … gemessen … und irgendwann ist der Groschen,  bzw. der Pence gefallen, dass die Lager nicht metrisch, sondern zöllig sind.

Aus 12,7 mm wird ½ Zoll – aus 28,5 mm 1⅛“ und aus 7,9 mm werden 5/16 Zoll.
Damit ist das korrekte Kugellager für den Chariot Corsaire KLNJ1/22RS-R82RS. Vier Stück davon werden für beide Räder benötigt.

Die Marke Chariot wird seit 2011 von Thule als Premiumprodukt vertrieben und diejenigen, die die Hänger bisher zusammenbauten, haben sich eine neue Marke aus einer Insolvenz geholt.

Hoffentlich ist dann da alles metrisch und Saugpassung. (Ich habe inzwischen ein bisschen Teflonband zur Gewindedichtung um den Steckbereich der Achse gewickelt und jetzt wackelt da nichts mehr.) <update>Das Teflonband hält nicht</update>

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