Karlsruhe

Dächer Karlsruhes vom KIT Senatssaal aus fotografiert

Karlsruhe ist flach. FLACH. FLAAACH. Hier wurde das Laufrad von Herrn Drais erfunden. Es ist FLAAAAAAAAAAAAACH

 

Tu felix austria Karlsruhe. Modalsplit der Stadt Karlsruhe: zu Fuß 24,4%, Fahrrad 24,5%, ÖV 16,7%, MIV 34,4% (Quelle). Das ist in etwas das,  was sich das Wuppertal Institut für die Stadt Wuppertal auch vorstellt und wovon Wuppertal sehr weit entfernt ist. Aber auch in Karlsruhe können sich Menschen eine Verkehrswende vorstellen – eine Wende zum Besseren

Zwar herrschen auch in Karlsruhe nicht ständig eitel Sonnenschein, aber ich habe in Karlsruhe auch bei Regen aktive Alltags-Radfahrende gesehen. Anmerkung für Lesende außerhalb Wuppertals: die gibt es in Wuppertal fast gar nicht. Wer einen sieht, darf ihn behalten – nein, nicht überfahren.

Pedelecs sah ich in den zahlreichen öffentlichen Fahrradständern fast gar nicht. Immerhin gibt es einen Pedelec-Verleih für 2 € pro 30 Minuten. Das ist etwas teurer als sigo, mit den 4,5 € je 90 Minuten. Aber dafür zahlreiche Räder mit Anhängerkupplungen und mehrere Anhänger in Bewegung. Die Entwicklung von 2005 bis 2012 hätte nicht stattfinden können, wenn nicht  die naturräumlichen Grundlagen ohnehin radverkehrfreundlich gewesen wäre. Und das heißt: Karlsruhe liegt in der Rheinebene und ist platt wie ein Pfannekuchen. Und noch eine Parallele zu Münster/ Westfalen ist mir aufgefallen: beide Städte sind „Verwaltungshochburgen“, kaum Industrie, dafür jede Menge Bürojobs im öffentlichen Dienst. Das schlägt sich auch im Eigensinn einer Stadt nieder.

 

2 Gedanken zu „Karlsruhe

  1. Norbert

    Das Schild beim Aldi dürfte man unten am Oben leicht abschrauben können. Als ich mal da war bei bestem Fahrradwetter, bin ich mit dem Rad auch etwas rausgefahren und war alleine unterwegs wie in Münster draußen auch. Nahmobilität halt.

    Antworten
    1. von mir Beitragsautor

      Autobahnbegleitende Fahrradwege, krass. Aber ich fürchte, ich habe grade einen Artikel über die Gründe, die gegen eine „Fern“mobilität sprechen, veröffentlicht. Etwas polemisch gewiss, aber bei unpräzise erhobenen Daten und mangelndem Vergleich (ich bin die Strecke ja nie längere Zeit ingesamt mit dem ÖPNV oder MIV gefahren), konnte ich keine ausgewogene wissenschaftliche Arbeit daraus machen. Bei ausschließlicher ÖPNV-Nutzung hätte ich so π mal Daumen € 5.500 – 6.000 ausgegeben (Preisstufe B, Jobticket). Da ich bei meiner Arbeitsstelle mein MIV kostenfrei parken könnte, fällt da ein großer, eigentlich zu berücksichtigender, Kostenblock weg – ne, nicht weg, sondern er fällt der Allgemeinheit auf die Füße. Autofahren bleibt subventioniert.

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.