Kampfradler

„Da haste Dir aber ein Betätigungsfeld ausgesucht, Radfahrn in Wuppertal.
Das ist wie Skifahren in der Sahara.
Aber Du bist noch nicht zum Wut- oder Kampfradler, oder?“

nlz

Nein. Definitiv nicht. Da gibt es andere.
Klar, man kann sich immer rechts an den Autos vorbeimogeln.
Man braucht nicht nur bei Grün über eine Ampel fahren.

Zeitlich bringt das doch nichts. Und den Stress kann man haben, ich brauch ihn nicht.
Sich gegenüber anderen Vorteile zu verschaffen, indem man absichtlich Regeln bricht – ist das jetzt ein gesamtgesellschaftliches Phänomen, oder das diffuse Gefühl unterlegen zu sein und nur so zu seinem Recht zu kommen?

Vielleicht kenne ich die Strecken inzwischen zu gut, so dass ich
weiß, wie schnell ich wann sein muss um welche Ampelschaltung
zu erwischen. Und ich fahre, wenn es sein muss, in der Mitte der Fahrspur. Das nur zu meiner eigenen Sicherheit, damit ich a) gesehen werde, b) nicht abgedrängt werde.

Aber Fußgänger beschimpfen, die dröselig auf die Straße laufen …
einmal in der Position des vermeidlich Stärkeren zu sein und dann genau so zu agieren, wie mit einem selbst umgegangen wird – Teufelskreise werden anders durchbrochen …

Ne … Selbstbewusstsein, vorausschauendes Fahren – Empathie mit den Verkehrswegmitnutzern … vielleicht werd‘ ich doch langsam alt.

Und inzwischen von Fußgängern beschimpft, dass ich den Autofahrenden doch Platz machen sollte. Wie war das mit dem veralteten Denken?

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