Größe eines Rades für einen Zehnjährigen

Aufstieg vom Jugendzentrum zum Ölberg

Aufstieg vom Jugendzentrum zum Ölberg

Eine Ölbergerin mit zwei Kindern fragte mich, ob ich ihr nicht helfen könnte, ein geeignetes Fahrrad für ihren (in drei Wochen) zehnjährigen Sohn zu finden.

Sie hatte schon die lokalen Kleinanzeigen konsultiert, aber die angebotenen Räder sähen für sie alle gleich aus. Auch wenn ich (ja, NEIN!, viel zu teuer, das geht so grade noch) als Kommentare dazugeschrieben hatte.

Mit dem Problem ist sie ja nicht alleine. Gewicht ist natürlich auch eine Ansage – grade wenn es den Ölberg hoch gehen soll. Gewicht und der dafür zu entrichtende Preis scheinen sich gegenläufig zu verhalten.

Wenn es eine Überraschung für den Sohn sein soll, dann muss es auch sofort passen – oder wenigstens in etwa. Wie liesse sich jetzt ermitteln, ob es passen könnte (und im besten Fall ihm auch gefällt?) Das Gefallen ist einfach: ich zeige die Anzeige meinem Sohn im gleichen Alter und der sagt ‚cool‘, ’supergeil‘ oder ‚paaaapah-‚. Ein peer-group-review ohne numerisches Ergebnis, im Gegensatz dazu: die messbare Beinlänge des Zubeschenktwerdenen –

Aus der Schrittlänge lässt sich die empfohlene Rahmenhöhe und die Kurbellänge ableiten. Leider stehen diese Daten selten in den Kleinanzeigen dabei – sondern nur der Raddurchmesser wie 20″, 24″ oder 26″ dazu Bezeichnungen wie Kinderfahrrad, Jugendfahrrad oder Jungenfahrrad.
Inzwischen gibt es auch sogenannte ‚Dirt Bikes‘ auf 24″-Rädern, allerdings sind die Rahmenhöhen eher für Ausgewachsene konzipiert.

Geständnisse wie „Baumarkt-Gurke“ finde ich in den sehr sparsamen Beschreibungen leider ebensowenig wie Angaben zum Gewicht, oder überhaupt Anzeigen für Fahrräder, die so aussehen wie dieses – hatte ich doch echt mal Glück gehabt.

Niedriger Rahmen - 26" Bereifung

Niedriger Rahmen (37cm) – 26″ Bereifung (57-559)

Leichter Fahrer - kaum Federweg

Leichter Fahrer – kaum genutzter Federweg

Einem 10jährigen mit einem 24″ Rad zu kommen ist -mmh- … es gibt auch 26″ mit sehr niedriger Rahmengeometrie (ebenso wie sehr niedrige 28″-Räder), die angeboten werden. Bei solchen Rädern, die nicht zwingend das Plakettchen sofort bekommen, noch mal die Kurbellänge ausmessen und gegebenenfalls gegen eine kürzere austauschen – ebenso kann mit dem Vorbau (Das Dingen zwischen Gabel und Lenker) verfahren werden, die gibt es auch in verschiedenen Längen. Je nach Länge des Vorbaus ist die Position von ‚Affe-auf-Schleifstein‘ bis ‚Holland-Rad‘ möglich (übertriebene Darstellung für bessere Anschaulichkeit).

Dann den Sattel auf die richtige Position bringen – diese Position kann, muss aber nicht damit übereinstimmen, dass beim Sitzen auf dem Sattel der Fuss den Boden berührt. Grade bei größeren Laufrädern muss beim Halt aus dem Sattel gegangen werden. Wächst ja bestimmt noch – dann geht das auch :-)

Es gibt auch 20″ für Menschen, die 1,80 m gross sind und die schnell sein wollen.

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