Stadtradeln 2020 in Wuppertal

Screenshot stadtradeln.de "Mein km-Buch"

Historische Daten zum Vergleich. 2018: 519, 2019: 423, 2020: 333 km – aber: traue nie einem Screenshot, die sind einfach manipulierbar – so wie dieser

Fuhr ich in den letzten Jahren immer gut 150 km in der Woche, war es dieses Jahr deutlich weniger. Das lag nicht daran, dass ich umgezogen wäre, oder dass ich meinen Arbeitsplatz gewechselt hätte, sondern an Corona bzw. mit dem gesellschaftlichen Umgang mit dieser Pandemie. Es ist nicht mehr verpflichtend, an der Arbeitsstätte zu erscheinen, die einem vorgegeben wird, sondern im Gegenteil, es wird empfohlen sich so wenig wie möglich unter Leute zu mischen. Ich glaube nicht daran, dass sämtliche sozialen Räume in wenigen Jahren wieder so funktionieren werden, wie sie das 2019 noch taten.
Wie dem auch sei, ein paar Kilometer sind ja doch zusammen gekommen – das lag daran, dass es mir freigestellt ist, ob ich von zu Hause, oder im Büro meiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Also habe ich es darauf angelegt Kilometer abzuspulen und habe es sehr genossen im Büro wieder auf andere Menschen zu treffen und „normal“ sozial zu interagieren. Meine Interaktion mit dem Stadtradeln war das Tracking.
Wenn ich mich schon tracken lasse, dann bitte auch mit den besten Abkürzungen. Dass es dabei manchmal treppab ging oder es jenseits der StVO war, geschenkt. Wege entstehen ja dadurch, dass sie bestritten werden.
Naja, zugegebener Maßen war in der letzten Woche das Wetter schlecht. Wenn ich nicht nass werden muss, dann tu ich es auch nicht, wohlwissend, dass es am Ankunftsort immer noch keine Trocknungsmöglichkeit gibt. Den Zustand des Desinteresses an umweltverträglicher individueller Anreisemöglichkeit habe ich jetzt immerhin professoral attestiert bekommen.
Was ich daraus noch mache? Leute vor mir hertreiben? Mich bereithalten für den Moment, indem alle es ja vorher schon gewusst haben, aber sich noch nicht so richtig überwinden konnten-  um mir dann die Schulter klopfen zu lassen? Mein Spott wäre ihnen sicher.

Hoffentlich bleibt es weiterhin bei großflächigen Vermeiden von Verkehr – Verlagern und Verringern braucht es dann ja nicht mehr.

 

 

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