DANN TU ES DOCH!

Folgende Situation:

Ich stehe mit Kathrin* nach einer Sitzung noch vor der Tür und wir quatschen weiter, ich schließ mein Fahrrad los und setze mich drauf.

„Wie???!!!“, entfährt es ihr – „Das ist ja ein Elektrorad – Du fährst doch nicht etwa ein Pedelec??? Meine ganze Hochachtung, dass Du jeden Tag immer so schnell bei mir vorbeifährst – verpufft grade! Und ich dachte, Du bist so sportlich!“

„Ähm, ja, ich fahr damit seit 5 Jahren zur Arbeit“, entgegne ich ihr kleinlaut.

„Elektrorad. Damit könnte ich das ja auch.“

Zweistimmiger Chor** der Pedelec-Nutzenden: „DANN TU ES DOCH!

* Name geändert – aber folgende relevante Parameter: 40+, keine Kinder, im öffentlichen Dienst in höherer Laufbahn, 17 km von der Arbeitsstätte entfernt wohnend (Hinweg: 90 Höhenmeter↑, 200 Höhenmeter↓), Mercedes-B-Klasse-Fahrerin

** Danke Barbara

bulls-s250-pedelec_mit_kindersitz_auf_teppichboden

Der Kollege schafft es auch ohne Dienstfahrzeug-Privileg mit dem Pedelec zur Arbeitsstätte

11 Gedanken zu „DANN TU ES DOCH!

  1. Norbert

    Und, hast du sie schon mit ’nem Pedelec gesehen? Und warum ist die Höhendifferenz auf dem Rückweg so völlig anders?

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    1. von mir Beitragsautor

      Nein, bei jemand so Auto-sozialisierten gehe ich auch nicht davon aus, dass das in diesem Jahr noch was wird ;-) Die Höhenmeter beziehen sich auf eine Strecke (17km), und da musst du hier im (Nieder-)Bergischen schon mal quer durch ein Tal um in ein anderes zu gelangen. (Düsseltal – Mettmanner-Bach-Tal – Rheintal) und da addieren sich die Höhenmeter für „hoch“ und „runter“ halt.

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      1. Norbert

        Glaub da habe ich falsch gedacht. :-( Aber da muss man schon hoch wohnen, um zur Bergischen Uni auf dem hinweg mehr Meter runter als rauf zu fahren

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        1. von mir Beitragsautor

          Auch wenn es hier so aussieht, als ob sich mein Leben nur um Fahrradfahren dreht und ich niemand anderen außerhalb meiner Arbeitsstätte kenne – nein, dem ist nicht so. Auch Karnevals-, Schulpflegschafts- und Kleingärtnersitzungen gibt es – ebenso wie mannigfaltige Beschäftigungsoptionen im öffentlichen Dienst – immerhin arbeiten 10% aller Beschäftigten für die öffentliche Hand.
          Aber zurück zu den 90 hoch und 200 runter – das geht, wenn Du in Wuppertal Richtung Sudberg wohnst und am Uni-Standort Haspel arbeitest. Der Arbeitsweg wäre dann etwa 10km lang – aber nicht im Rheintal :-)

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          1. Norbert

            Ach, wer will schon neben menütlich vorbeidonnernden Güterzügen mit Gefahrengut radeln.

          2. von mir Beitragsautor

            In diesem Fall geht es durch das Schwarzbachtal – aber auch das ist nicht ohne. Die Strecke ist schön und führt durch die Felder, aber es ist der kürzeste Weg zwischen hier und dem Düsseldorfer Flughafen. Und obwohl die Strecke auf weiten Teilen 30 ist – Autofahrende heizen da wie die Blöden auf dem dünnen Sträßchen. Und sie sind viele …

    1. von mir Beitragsautor

      Da leben doch die Leute, die heilfroh sind, wenn irgendein Kahn wieder quer in der Fahrrinne liegt und die Schifffahrt eingestellt werden muss, weil dann auch mal die Luft wieder durchsichtig wird… Und mit den Grauguss-Bremsen dauert das wohl noch ein bisschen… Ich bin mal gespannt wie sich der Streckenschluss zwischen Wuppertal und Mettmann sich akustisch bemerkbar machen wird. Ob die Züge lauter sein werden als die Motorradfahrer, die hier ihre Maschinen immer hochziehen und manchmal dabei Schaden nehmen (vor allem bei Spender- oder Nierchenwetter).

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  2. Thomas

    Die Leute begegnen einem öfter mal. Hauptsache die Leistung klein reden und dann selbst nicht mal mit dem Fahrrad/Elektrorad fahren. Liebe Grüße, Thomas

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