Christiania Bike – no way

Christiania Bike

Ein echtes Christiania Bike verirrte sich zu mir

Jahrelang in München Licht gespendet – jetzt ins Bergische umgezogen

Hält die Kiste vorne einen Uklelenspieler aus? Was sagt ein Brevet-erfahrerner Jugendlicher zur Handhabung? Was macht das Pony auf dem Bild?

Auf drei 24″-Rädern schlingerte das Gefährt zu mir – eine nicht-mehr-ganz-so-junge Mutter mit einem doch recht jungen Einzelkind präsentierte mir stolz ihr Mitbringsel aus München. In München sind die Mieten unbezahlbar geworden, und wenn der Arbeitgeber auch eine Zweigstelle in der ursprünglichen Heimat hat – warum nicht direkt das Home Office ins eigene Kinderzimmer bauen? Stolz – das spürte ich – war sie und musste dennoch einräumen, dass sie doch mal über einen Pendix nachgedacht hat. Ich bin ein bisschen mit der Kiste rumgekurvt und habe festgestellt, dass dieses Fahrzeug weder für Kurven, noch für sportliches Fahren, noch für Anstiege, Schlaglöcher und Abfahrten geeignet ist.

Mobilitätslösungen entstehen ja bedingt durch eine Topografie, eine Infrastruktur und Bedarfe – also den Bedarf, zwei Sack Hühnerfutter durch die Gegend zu ziehen, den habe ich. Topografie habe ich auch – und keine Infrastruktur – die Wege in Kopenhagen werden wohl besser in Schuss sein, als hier auf dem Land oder in jeder Straße in Wuppertal, die aus Sparmaßnahmen lange keine schöne Asphaltschicht bekommen hat – und auf absehbare Zeit keine bekommen wird. Ja, wenn Fahrradinfrastruktur gebaut wird, dann bitte mit glattem Asphalt – und ohne Autos wären die vorhandenen Fahrbahnen schonmal ausreichend breit.

4 thoughts on “Christiania Bike – no way

  1. Alex

    Ich kenne ja die Wege nicht, ich kenne ja die Ladung nicht, ich kenne ja die Oberschenkel der Besitzerin nicht und erst recht nicht den Anspruch, ohne Auto in und um Wuppertal klar zu kommen.

    Doch ein Pendix reicht bei zwei Sack Hühnerfutter und einer flachlandgerechten Schaltung ohne dicke Oberschenkel wohl kaum. Immerhin gibt die Kiste genug Platz für einen Wurfanker her, falls die Bremsen auf steilen Bergabstrecken an ihr Limit kommen.

    Für die Bergaufstrecken ist solch ein Pony aber sehr praktisch, wenn es denn dann auch das macht, was es soll und nicht plötzlich im Straßenverkehr durchgeht.

    Antworten
        1. Alex

          Hi Matthias,

          ich hatte ein XCYC mit über 250kg Gesamtgewicht und Bosch CX Motor
          (https://pedelecmonitor.com/2021/05/09/xcyc-pickup-life-mit-bosch-cx-gen-2-just-hello/)

          ich hatte ein Tern HSD mit 210kg GG und Bosch Active-Line-Plus Motor
          (https://pedelecmonitor.com/2020/10/11/tern-hsd-p9-mit-bosch-active-line-plus-just-hello/)

          ich hatte auch einen Pendix, der nur mich transportieren sollte.
          (Link kommt später per Mail)

          Den Pendix sehe ich auf Augenhöhe mit dem kleinsten Bosch Mittelmotor. Doch bei hohen Lasten UND Steigungen sind schnell wieder Oberschenkel gefragt. Das kommt dann tatsächlich auf die zurückzulegenden Wege, Höhenmeter und Steigungen an – ach und auf die verbaute Schaltung.

          Zum Vergleich hatte ich ein R&M mit CX, NuVinci und Riemen – ich muss sagen, ich war sehr enttäuscht, wie wenig da ging.
          (https://pedelecmonitor.com/2021/05/07/rieseundmueller-packster-60-mit-bosch-cx-gen-2-just-hello/)

          Gut, ich suche auch die Grenzen – finde sie häufig auch recht schnell.

          Alles Gute und allzeit gute Fahrt!
          Alex

          Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*