Material: Benutzt wird Bremszug (1), Fett (4), Innensechskant 5mm (22), Loctite (5), Lötkolben (18), Multimeter (6), Sandpapier (2), Zug-Sensor (1)

Bremszugsensor bei Cantilever-Bremsen am selbstgebauten Pedelec

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King-Meter: Aluhülse mit Sensor und Kontroll-LED

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Finaler Platz am Rad

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ElFEI-Controller

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Gehäuse für Kabel-Bündelung

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Tretkurbelsensor geschickt geknickt und mit Kabelbinder befestigt

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Angstfreies Anklemmen

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Da mehr Platz oberhalb zur Verfügung steht, ist die Montage auf V-Brakes deutlich einfacher

Dass ein Pedelec-Motor sofort aufhört zu unterstützen, wenn eine Bremse gezogen wird, setzt voraus, dass gemessen werden kann, wann gebremst wird.

Üblicher Weise gibt es Bremsgriffe, die dem Controller übermitteln können, dass gebremst wird. Bisher habe ich diese nur als Version für V-Brakes gesehen, die einen etwas kürzeren Weg des Zuges verlangen. Damit kann man mit einem V-Brake-Bremshebel keine Cantilever-Bremsen ansteuern – es soll aber auch Hubvergrößerer mit eingebauter Umlenkrolle  geben…

Allerdings ist der Bremshebel bei diesem Fahrrad in einer Einheit mit den Schalthebeln für die Kettenschaltung – wenn also die Bremsgriffe getauscht werden, dann muss auch die Schaltung neue Bedienelemente erhalten –

Bei diesem Umbau mit einem Bafang-EIFEI-8FUN Controller sind in dem Kabelbündler am Lenker die Kontakte für die Bremshebel abgekniffen worden.

Hätte man die Bremsgriffe montiert, hätte man auch V-Brakes und neue Schalthebel installieren müssen.

Also ab.

Der Tretkurbelsensor ist nun so empfindlich, dass sofort das Signal zur Motoransteuerung kommt, wenn man nur ein Weniges in die Pedale tritt und einen etwas langen Nachlauf hat. (Alles eine Einstellung des Controllers, aber da bin ich noch nicht.)

Nun gibt es von King-Meter einen Sensor, der die Bewegung des Bremszuges, der durch ihn hindurchläuft registriert.

Die Kabelfarben sind leicht anders, als die des Bafang-Systems, der Sensor aber kompatibel:
rot <-> rot, blau <-> grün, gelb <-> schwarz

Löten statt Töten“ stand auf dem Programm und danach die Erleichterung, dass es tatsächlich funktionierte, als alle Teile noch nicht montiert waren und der Bremszug probeweise von rechts nach links geschoben wurde.
Das Signal wurde erzeugt, verarbeitet und der Motor nicht mehr angesteuert.

Zuerst wählte ich eine umgekehrte Montage des Sensors direkt nach dem Bremsgriff, die Schaltlogik war (wie zu erwarten) ebenfalls gedreht – dann platzierte ich ein Stückchen Außenhülle zwischen Bremsgriff und Sensor – dann stieß aber der bisherige Bowdenzug gegen das schlanke Ende – ich hätte eine weitere, schmale Hülse gebraucht.

Da die klassische Cantilever-Bremse mittig zieht und unter dem Sattel kein Platz ist, habe ich bei der ersten angelöteten Aufnahme-Öse den Sensor final montiert. V-Brakes mit ihrem Ausleger-Arm am linken Hebelarm haben da weniger Probleme.

Eine Justierung ist notwendig – und wenn man nicht weiß, wie der Sensor funktioniert – langwierig, aber letztlich von Erfolg gekrönt.

Vorab: Es geht.

Damit die Bremse genug Kraft zur Rückstellung hat, erst einmal die Brems-Sockel fein überschleifen und fetten.
Dann die Federn im obersten Loch einhängen und den Bremszug montieren und spannen.

Wenn die LED am Sensor im ungezogenen Zustand leuchtet, den Zug aushaken und den Sensor so lange auf dem Zug verschieben, bis die LED erloschen ist, dann den Sensor vorsichtig zurück in die Ursprungsposition schieben und den Zug einhängen. Bei der Cantilever-Bremse habe ich habe ein paar Anläufe gebraucht. Die Montage an einer V-Brake war deutlich unproblematischer –
Bowdenzugseele hindurchfädeln -> fertig.

Als dann alles fertig war und ich zur Probefahrt aufbrach – ach, was war das Geräusch von Kunststoff auf Aluminium und Feuchtigkeit hässlich!

Scheibenbremsen sind doch was Feines.

 

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