Fahrradstadt Wuppertal – der Grifflenberg – Teil 2

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Abb. 2) Robert-Daum-Platz von Westen aus

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Abb. 3) Robert-Daum-Platz Fahrtrichtung Barmen

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Abb. 4) über die Wupper

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Abb. 5) Das Plateau über die Eisenbahntrasse

Am Fuße des Berges wähle ich den Einstieg über die Tannenbergstraße.

Wie in Abb. 2) zu sehen ist, ist das Wetter bedeckt und ich rechne für den Aufstieg etwa eine Viertelstunde ein. Der Autoverkehr ist mäßig und der Wind kommt von Osten.

Abb. 3) zeigt den Spagat, den Fahrradfahrern in Wuppertal immer wieder abverlangt wird. Es gibt immerhin an der Lichtzeichenanlage eine Fahrradspur, doch der Radweg auf der gegenüberliegenden Seite endet sofort. Baustelle – nein, ja – auch, aber! Die gepflasterte Radspur führt um ein Bushaltestellen-Wartehäuschen herum um bei der nächsten Einmündung nicht mehr fortgesetzt zu werden. Nö.

Aber der Rechtsabbieger ist gut ausgebaut und die Anfordungsampel der Fussgänger lässt mich noch einmal Innehalten.

Zeit darüber nachzusinnen, dass es mal ein Tunnelsystem unter dem Robert-Daum-Platz gab, das Fussgängern ermöglichte in unter 10 Minuten von der Süd-West-Ecke zur Nord-West-Ecke des Platzes zu gelangen.

Aber schon brandet der Fluss der Fahrzeuge aus der Briller Straße über den Platz und ich setze mich an ihre Spitze – und so geht es bergauf (Abb. 4) – über die Wupper und gleichzeitig unter der Schwebebahn hindurch – bis zur nächsten Kreuzung und ihrem Rotlicht.

Weiter bergauf weitet sich die Straße aus der Häuserschlucht kommend nach Westen und gibt  den Blick frei auf die post-industrielle Ansiedlung von Verkaufsstätten für Lottolose, Geranien und  Autos. Ein Kreisverkehr demonstriert hier einem Fahrradfahrer die Notwendigkeit in der Mitte der Fahrbahn zu fahren um beim Abbiegen wahrgenommen zu werden.

Ich verlasse den Kreisverkehr in der zweiten Abfahrt und fahre nicht mehr nach Süden, sondern nach Osten den Berg hinauf, vorbei an dem Bahnhof Steinbeck und stelle mich an der nächsten Schlange Fahrzeuge an, die auf das Grün der Ampel für Rechtsabbieger warten. Bei einem Blick nach Rechts (Abb. 5) kann ich durch den schütteren Bewuchs das letzte große Plateau vor dem Aufstieg erkennen.

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Abb. 6) Die Grifflenburg

Dieses Plateau führt mehrspurig nach Süden und wenn der Blick nicht dem Verkehr gilt, kann ich beim Aufschauen die in Beton gegossene Bildungspolitik der 60iger Jahre vor mir sehen (Abb. 6).

Bis dahin gilt es die Fahrspuren korrekt zu nutzen, denn es gibt mehrere Rechtsabbiegerspuren, die ich links passieren muss.

Ein Schulterblick hilft deutlich mehr als die linke Hand rauszuhalten und zu hoffen, dass man schon wahrgenommen werden wird – bei der automatischen und unterbewussten Gesichtswahrnehmung der eigenen Spezies, die ja üblicher Weise (noch) die Blechkisten um einen herum steuert, bemerkt man sofort eine Verhaltensänderung (z.B. durch langsamere Fahrt).

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