Antrag auf Dienstpedelecs: Teil 2: die Bürokratie

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Schneller zur Uni mit Seilbahn & E-Bike! Wahlplakat der JUSO-Hochschulgruppe Wuppertal hing gestern schon- Wahl bis zum 12.02.2016

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Hängt noch nicht, aber ab Montag: für einen kostenlosen E-Bike-Verleih des AStA

Ich dreh nicht mit am großen Rad, ich drehe eher an den kleinen, die in meiner Nähe sind. So „kehre“ ich dann direkt vor meiner „Haustür“. In diesem Fall bei meinem Brötchengeber, dessen Lied ich sing. Vorlaut, aber der kommt drauf klar –

Weil ich ja inzwischen weiß, wie der tickt, und es keinen Sinn macht, Sachverhalte in einer Sprache zu beschreiben, die nicht verstanden wird, kümmere ich mich mal im Vorfeld um das Verständnis. Ich kenne das von diesem Blog, bei dem mir dann und wann attestiert wird, dass die Texte wie Instant-Kaffee sind – sehr trockener und verdichtet verfasster Nerdkram.

Also schaue ich mir an, mit wem ich sprechen muss, wer höchstwahrscheinlich einen solchen Antrag zur Bewertung auf den Schreibtisch bekommen wird. Bei 2.145 Kollegen musste ich mich auch erst einmal durchfragen.

Es gibt einen Fuhrpark-Manager, der sich bisher nur um Fahrzeuge mit TÜV-Prüfung gekümmert hat. Dass da wohl häufiger phantasievolle Anliegen von den Angehörigen der Universität vorgetragen würden, wurde mir bestätigt.

Wenn ein Auto TÜV hat, dann ist es verkehrsicher, wer attestiert die Verkehrssicherheit bei einem Fahrad oder einem Pedelec? Es gibt keine Uni-Auto-Werkstatt, die solche Fahrzeuge mitbetreuen könnte.

Auch ist klar, an welche Unversitätsangehörige ein Fahrzeug für dienstliche Fahrten verliehen werden kann, an die, die einen gültigen Führerschein und unterschreiben, dass sie Fahrpraxis haben. 10.000km/a. Nach welchem Kriterium sollte denn der Sachkundenachweis bei einem Pedelec erbracht werden können? Auch bei Unfällen ist klar, dass das Fahrzeug versichert ist. Ob ein Unfall mit dem Rad von der Unfallkasse als Wegeunfall gewertet werden wird? Da ist die Universität dann in der Betreiberhaftung und der damit verbundenen Betreiberpflicht.

Aber die Stadt Wuppertal hat doch auch Dienstpedelecs?! Die Finanzierung war einfach – sie hat das Geld dafür gewonnen.

Da möchte ich gerne mal die Dienstanweisung zu sehen – wie machen die das als Behörde?

Das Mobilitäts-Referat des AStA ist an einem Pedelec-Verleih interessiert –

Der AStA als Organ der Universität hätte letztlich die gleichen Probleme – wer sorgt da verantwortlich für die Verkehrssicherheit?

Nein, selbst Köln und Bonn haben keine Dienst-Fahrräder, geschweige denn Dienst-Pedelecs, Ende Februar ist da wieder ein Treffen, das ist ein heißes Thema – da horche ich mal nach, aber aus dem Fenster wird sich da niemand lehnen.

 

Mmh. Ich habe jetzt nicht nach Münster gefragt, aber da werden sowieso alle Räder haben – nein, ich habe nach Bochum geschrieben, weil die ja mit MOVE 2013 einen großen Aufschlag in Sachen Radverkehrsförderung an einer Universität gemacht haben – und die rege Nutzung des Angebots von nextbike metropolradruhr, bei dem die Angestellten der Ruhr-Uni-Bochum kostenfrei die Räder wegen eines Rahmenvertrages nutzen können, wurde mir erläutert. Unfälle, die noch nicht vorgekommen seien, seien von der Unfallkasse abgedeckt, auch ohne einen Helm zu tragen – etwas das zum Beispiel in der Dienstanweisung der Stadt Witten von den Nutzenden verlangt wird.

Die Uni Bochum hat auch keine Dienst-Pedelecs – tja, die Organisation rund um den Ladevorgang sei aufwändiger, aber auch da gibt es inzwischen Lösungen.

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