Mehr ist nur mehr in den Taschen anderer

Ich finde es immer noch unsinnig mich zu bewegen, wenn kein Ziel dadurch zu erreichen ist. Also baue ich mir Ziele wie “Altglas entsorgen”, “einkaufen gehen” oder “Bienenweide in Schattenbereichen anlegen”.

Nur Fahrrad fahre ich seltener – aber häufiger werde ich gefragt, welches Pedelec denn so gekauft werden solle – z.B. mit einem Link und der Frage: das hier?

Ich schau mir das an und fasse mir nur an den Kopf. Was eine riesengroße Arschlochnummer der Fahrradfabrikanten. 12 Gänge! Alleine wenn ich mir die Ersatzteilpreise schaue, wird mir schlecht. Über 100 € für eine Kette! Bin ich beim Juwelier, oder was? Ich hatte ja schon über 11-Gänge geranted, aber 12 Gänge sind meiner Meinung nach schlicht Beutelschneiderei.

Dass Kettenschaltungen schneller als Nabenschaltungen verschleißen, sollte jeder radfahrenden Person bewusst sein – aber die Zielgruppe, die abgefischt werden soll – nämlich Auto-Sozialisierte – wissen das noch nicht und werden sich noch wundern, wenn das erste Mal die Kette durchrutscht und sie das Rad beim – sich die Hände reibenden – Fachhändler zur Reparatur abgeben. Da hätte sich eine Nabenschaltung wie die Roloff Speedhub nicht in 8.000 km / Jahr amortisiert, sondern schon viel früher. Mal sehen, wie hoch die durchschnittliche Laufleistung von einem solchen Pedelec ist. Das ist keine nachhaltige Produktstrategie, sondern kurzsichtige Gewinnmaximierung.

 

Bei der empfundenden Notwendigkeit einen Kredit für zu hochpreisige Waren aufzunehmen, wenigstens die angebotenen Zinssätze vergleichen …

Dank meiner “Beratung” wurde es dann doch ein 30-Gang-Rad ohne elektrische Unterstützung. Den Berg käme auch ohne Motor hoch, meinte er, aber hat auch im vierzigsten Lebenjahr noch keine Fahrerlaubnis für MIV und somit hätte sich auch in diesem konkreten Fall keine Verlagerung vom Auto zum Fahrrad ergeben.

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