Diagramme Pedelection

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Raus aus dem Auto! Raus aus dem Bus?

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Die Verbesserung der Alltagsmobilität versüßt die Defizite in der Infrastruktur

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Elektroauto – kaum besser als ein Dieselfahrzeug auf den Kilometer pro Person in CO2-Äquivalenten über die Lebensdauer gerechnet

Das Internet ist doch nur da, um einen selbst in seinen Annahmen zu bestätigen. Diesmal fühle ich mich umfassend bestätigt. Hatte ich bei der letzten Veröffentlichung noch alle Textpassagen, zu denen ich Beispiele gefunden hatte, verlinkt – kann ich aus der jetzt gefundenen   Präsentation nur Diagramme rausfischen und dazu sagen: Ja, genau! Danke!

Ich als Pendler habe mein Auto in den Ruhestand geschickt, fahre überhaupt mal in der Freizeit auf zwei Rädern durch die Gegend und genieße gegenüber der Nutzung des ÖPNVs eine große Unabhängigkeit. (Es heißt nicht mehr: Sorry, aber mein letzter Bus fährt um 18:32h (SB 68).)

Klar nervt mich der Verschleiss – allerdings komme ich jetzt durch die exzessive Nutzung erstmals an die Verschleißgrenzen aller möglichen Teile an meinem Fahrrad.

Und der Verbesserung der Fitness widme ich sogar eine eigene Seite …

Und wenn ich auf die Umweltbilanz der Verkehrsmittel schaue – dann sind Elektroautos so grottenschlecht, dass ich verstehen kann, dass die Bundesregierung die Zahl 6.000.000 Elektroautos bis 2030 nicht mehr ausspricht*, sondern irgendein Geschwurbele ablässt, bei dem im Endeffekt Hybrid-Porsche-Cayennes mit Sonderkennzeichen auf der Busspur fahren.
Ich reduziere bei meinem aktuellen Bastelprojekt sogar noch mehr die Entstehungskosten, da ich nur den Rahmen tausche. Volkswirtschaftlich eine Katastrophe – bei der Nachhaltigkeit ganz weit Vorne.

*So etwas ärgert mich – ich hätte gerne noch das PDF heruntergeladen gehabt. – Ach, Glück gehabt, dank Wayback-Maschine
Nachtrag: Endbericht Pedelection

2 Gedanken zu „Diagramme Pedelection

  1. Julius Jöhrens (ifeu-Institut)

    Hallo Herr Greiling,
    dass unsere Analysen wiederum durch Ihre Person so gut bestätigt werden, freut uns natürlich :-)

    Ihrer Einschätzung zur Situation bei Elektro-Pkw muss ich allerdings entschieden widersprechen: Beim Vergleich der Umweltbilanz von Pedelec und Elektrofahrzeug sollte man unbedingt berücksichtigen, dass

    (a) das Verlagerungspotential vom Auto weg begrenzt ist! (z.B. wegen Transportkapazität, Geschwindigkeit etc.)
    Auch in Zukunft werden noch Millionen Autos unterwegs sein, die Frage ist nur, mit welchem Antrieb…

    (b) die Umweltbilanz von Elektro-Pkw noch viel Spielraum für Verbesserung bietet! Und zwar nicht nur beim Strommix, sondern z.B. auch bei der Batterieherstellung. Bei den Verbrennungsfahrzeugen gibt es dagegen eher eine Verschlechterung (Ölsande & Co) bzw. eine etwa fünfmal geringere Energieeffizienz (strombasierte Kraftstoffe).

    Aus unserer Sicht ist es daher ziemlich sinnfrei, Pedelecs gegen Elektro-Pkw auszuspielen, wenn wir unsere nationalen Klimaziele auch nur ansatzweise ernst meinen.

    Abgesehen davon gilt natürlich: Wer (wie Sie) durchs Pedelec auf ein Auto verzichten kann, erleichtert seinen CO2-Rucksack damit erheblich. Keep it up :-)

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  2. von mir Beitragsautor

    Guten Morgen Herr Jöhrens,

    ich bin skeptisch gegenüber Elektroautos. Jetzt könnte ich sagen: ich sitz näher dran:
    http://www.klimaretter.info/mobilitaet/hintergrund/19293-qfixierung-auf-e-auto-nicht-sinnvollq
    Unter den gegebenen rechtlichen Rahmenbedingungen sehe ich kein Potenzial.
    Der Gesetzgeber ist gefordert, selbst ernsthaft seine nationale Klimaziele umzusetzen.
    Ein Tempolimit auf Autobahnen zum Beispiel (100km/h), oder ein maximales Fahrzeuggewicht pro Sitzplatz (200kg/Person). Das wären Parameter, unter denen sich das Entwickeln von Elektrofahrzeugen lohnt – vor allem: es lohnt umzusteigen.
    Ich bin nur ein Mensch mit einem begrenzten Budget (vielleicht auch Horizont), aber flüssige Kohlenwasserstoffe sind so verdammt praktisch für die Mobilität. Und so ein Benzin-Fahrzeug kostet mich quasi nichts. Einer Bekannten ist jetzt ein Auto mit 600 km auf dem Tacho geschenkt worden (von einer alten Tante). Benzinfressende Autos werden (jetzt schon) verschenkt!
    Also, zu a) Geschwindigkeit zählt nicht im Stadtverkehr/ und auf der Autobahn nur relevant, wenn es weiterhin kein Tempolimit gibt. Die Antwort auf die Frage ist: Millionen von Fahrzeugen werden mit klassischem Verbrennungsmotor unterwegs sein. Millionen von Mitbürgern besitzen ein Beharrungsvermögen vergleichbar mit dem der westdeutschen Montanindustrie. Das kann hochdefizitär werden, abgeschafft werden die bestehenden Autos nicht. Koste der Liter Benzin auch 5 Euro. Bis sich ein i3 rechnet … da muss was anderes passieren, das nicht in Rahmen technischer Forschung liegt.
    Zu b) das will ich auch hoffen! 2,5 kg für 400Wh sind ausreichend Ballast :-)
    Ausspielen möchte ich gar nicht. So teuer sind Pedelecs nicht, dass sie durch Einschränkung der Kaufkraft die Anschaffung eines Elektroautos verhindern würden. Siehe Interview Emanuel.
    Aber vielleicht sitzen Sie näher an einer anderen Quelle als ich mit dem Wuppertal Institut.

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