Erlangen

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Kleines Lastenrad des Universitätsklinkum Erlangen

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Vor jedem Wohnblock der Siedlung ein Fahrradunterstand

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Schiebende Radfahrerin auf Straßenbrücke bei der technischen Fakultät

Wenn ich in anderen Städten als Wuppertal bin, lege ich inzwischen ein Augenmerk auf die Radfahrkultur und -Infrastruktur. Sei es in Münster oder in Aberdeen.

Diesmal war ich in Erlangen, eine pfannkuchenflache Stadt mit 33% Radverkehr. Der Uni-Campus war voll mit Rädern und Fahrradständern, auch in der Stadt gab es Fahrradabstellmöglichkeiten in Hülle und Fülle.

Ein kleines 20″-Lastenrad des Uni-Klinikums fand ich natürlich super – privat genutzte Lastenräder sah ich jetzt nicht, aber ein paar aktiv bewegte Kinderanhänger. Pedelecs waren sehr selten, Joey’s-Pizzabote fuhr mit einem – und vor dem Theater standen abends ein paar.
Wozu braucht es denn auch elektrische Unterstützung in Erlangen? Nicht für die „Steigungen“, denn die sind so rar gesäht, dass die Fahrradfahrenden entweder für ein kurzes Stück in den Wiegetritt verfallen, oder direkt kapitulieren und schieben.

Schieben … ich weiß nicht, wann ich mein Rad das letzte Mal irgendwo hochgeschoben habe. Das gehört nicht in mein Verhaltensrepertoire als Pedelec-Nutzer in Wuppertal.

Wuppertal hält deutlich längere und steilere Strecken für Radfahrende bereit als Erlangen. Um hier in Wuppertal auf einen ähnlichen Modal-Split zu kommen, sollte nicht von der Leistungsbereitschaft von trainierten 20-40jährigen ausgegangen werden.

Ein Gedanke zu „Erlangen

  1. UTC

    Als Student habe ich Erlangen für einige Jahre erlebt. Das ist wirklich eine tolle Fahrradstadt, in der sich aber auch schon die negativen Folgen des Massenradverkehr zeigen. Mind. einmal im Jahr werden am Bahnhof hunderte vergessene Schrotträder entsorgt. In der Innenstadt und um die Uni ist es meist schwer einen sicheren Abstellplatz zu finden. Auch muss man manchmal länger suchen, um sein Rad wieder zu entdecken. Es gibt einige Hauptrouten, an denen sich die Radler auch schon mal stauen. EFH-Neubaugebiete werden statt mit Autogaragen nun mit Fahrradgaragen vor jedem Haus verschandelt.
    Dass die Franken über leichte Steigungen stöhnen, die ich als Wuppertaler noch unter „flach“ einsortieren würde, habe ich auch schmunzelnd zur Kenntnis genommen.

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