Das erste Mal ein Backup eingespielt

Gute Leistungen bei der Webseiten-Optimierung

Am Abend noch froh darüber getwittert

Etwas schlechtere Werte

im Laufe der nächsten Tage wieder zurückgerudert

Der Browser Chrome aus dem Hause Google bietet an, Websites überprüfen und bewerten zu können. Das Tool heißt Lighthouse und lässt sich einfach bedienen. Die Bewertung ist dann aber interpretationswürdig – interpretationsbedürftig.
Es gibt 5 Dimensionen, wo bei die ersten 4 Werte Kennzahlen darstellen und das letzte Badge Webseitenbetreiber mit der Lust auf Neues auszeichnet.
Ich drösele nun die Werte auf und gebe mal meinen Senf dazu.
Die erste Kennzahl wird vergeben für „Performance“. Wie schnell lädt die Seite? Mit dem Plugin Cachify wird schon mal die Datenbank für die Seitenzusammenstellung auf dem Server seltener angefragt. Auch Servereinstellungen wie Dokumentengültigkeit (E-Tag) oder Transportformat (HTTP/2) spielen hier eine Rolle. So weit alles dubi in der Ansicht für Desktoprechner, im Modus „mobiles Device“ wird darauf hingewiesen, dass es auch „modernere“ Bilddateiformate als .jpg und .png gibt. Ich lese die dazugehörigen Wikipediaartikel, lese etwas von Lizenzen und will JPEG2000 oder dem direkt in Lighthouse beworbenen Plugins für WordPress mal eine Chance geben. Beim ersten installierten Plugin ist die Umwandlung der ersten 100 Bilder kostenfrei und danach 25 pro Monat. Sonst darf ich ein Abo abschließen, um den Rest meiner 16.000 Bilddateien, die in den letzten 10 Jahren angefallen sind, konvertieren zu lassen. Wie kommt es zu diesem enormen, ca. 1,2 GB großen Haufen Bildern auf meinem Server? Nun, WordPress speichert das Bild nicht nur in einem Format, sondern in sämtlichen, die in dem Template verwendet werden könnten. Also in dem aktiven Template zur Zeit des Uploads. Obwohl ich die Bilder von mir aus beim Upload schon auf maximal 900×675 Pixel ohne Exif-Daten beschränke, erwächst aus meiner Bildsammlung dieser stattliche Haufen Datenmüll. Andere Content-Management-Systeme wandeln die Bilder bei der Zusammenstellung der Website auf dem Server um, und legen sie in einen Cache. Für WordPress kostet Speicherplatz halt nichts – aber meine Nerven. Aber dazu später mehr – der nächste Punkt nach Performance ist Accessability, oder Barrierefreiheit. Ja, eine Schlagwortwolke ist unpraktikabel auf dem Handy, aber ich finde sie nach wie vor sinnvoll, wenn ich an einem Desktoprechner sitze und schnell wissen möchte, worum es einfach in dem Blog geht. Dass da nicht mit einem mobilen Gerät auf den Links getippt werden kann, weil alle zu fette Finger haben, ok, für mich vertretbar. Da darf gerne 3% Abzug für drin sein.

Der nächste Punkt ist ein echter Knackpunkt: „Best Pratice – 85%“
Angemahnt wird zu recht, dass eine zu alte und unsichere Version von jQuery eingebunden wird. jQuery ist das von WordPress eingebundene JavaScript Framework, das verhindert, dass sich Menschen, die etwas während der Laufzeit von den Websitenbesuchenden veränderbar halten möchten, damit auseinandersetzen müssen, dass die Browser-Maintainer unterschiedliche JavaScript-Implementierungen nutzen. Das vereinfacht das Leben wesendlich und ich bin auch jQuerianer – Also habe ich gedacht – na, wie kann ich denn die jQuery-Version, die von WordPress mitgeliefert wird, gegen eine aktuelle austauschen? Auch dazu bieten sich Plugins an.  Installiert – wunderbar: 100 %

Aber – der Grund weshalb sich die WordPress-Maintainer sich scheuen, die JQuery-Version zu heben: Teile der Seite funkionierten nicht mehr. Zum Beispiel mein liebgewonnenes infinity-scroll, dass die Paginierung der Übersichtsseiten durch das automatische Nachladen der nächsten Seite austauscht – manche schaffen es sogar bis Seite 48 durchzuscrollen – es gäbe aber noch 100 weitere Seiten ;-) Auch das Menu in dem Theme läßt sich nicht mehr öffnen. WordPress bietet „Standard-Themes“ mit dem Namen der Jahreszahl an. Weil ich 2013 den Blog der ersten großen Revision unterzogen habe, und das Theme twentytwelve grade aktuell war, habe ich also mein eigenes verworfen und ein Kind-Theme von dem Standard-Theme nach offizieller Anleitung gemacht. Die Standard-Themen werden von WordPress selbst gepflegt. Und WordPress bietet jetzt ein Update von 3.1. auf 3.2 an.

Dafür brauchte ich jetzt das erste Mal mein Backup. Mein Child-Theme hat nicht mehr funktioniert. Und vor diesem Nicht-Funktionieren nach Updates graut es jedem Content-Management-System-Maintainer. TYPO3 hatte den großen Bruch nach Version 4.5, wo die Leute scharenweise zu WordPress gewechselt sind – und nun bahnt sich die gleiche Malaise bei WordPress an. Die haben zwar ihren Backend-Editor neu geknödelt, aber dass Software veraltete und über die Zeit die Lauffähigkeit verliert, davor sind sie auch nicht gefeit. Die eingebundene jQuery-Version einem Update zu unterziehen, wird einfach sehr viele bestehende Seiten brechen und unbenutzbar machen. Und das war es dann mit der Bequemlichkeit von WordPress. Auch jetzt müsste ich mich wieder dran setzen und JavaScript-Dateien neu zusammen fassen oder meine CSS-Datei überholen – aber dem System, auf dem diese Seite fusst, gebe ich nur noch wenige Jahre – aber hey, 7 Jahre sind doch schon mal ne gute Zeit gewesen :-/ Oder bloggt niemand mehr? Oder leben Blogs nie so lange, dass das nicht auffallen wird?

Nächster Punkt SEO – oder Kaffeesatzleserei 2.0. Wenn 100 % erreicht wird, weil ein Meta-Tag „Description“ vorhanden ist – und nur 91  % wenn nicht – dann kann ich nur daraufhinweisen, dass es zwar heißt, dass der Inhalt dieses Tags in der Google-Suche unterhalb des Links erscheint – aber ich finde die Zusammenfassung der Artikel in der Suchergebnisansicht von Google erschütternd gut. Die Sätze, die dort rausgepickt wurden, fassen die Seiten sehr gut zusammen – ohne, dass ich den Tag verwendet hätte.

Und zum Schluß kommt noch etwas für Nerds – das Badge PWA. Viel Spaß bei der Erreichung dieser Auszeichnung :-) Ich habe ein bisschen mit dem clientseitigen Cache rumgespielt…

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